Leitfaden für Gründerinnen

Von: Ann Yacobi
Stand: 14. Juli 2011
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Gründung aus der Arbeitslosigkeit

Selbstständig statt arbeitslos

Die Unternehmensgründung kann ein erfolgreicher Weg aus der Arbeitslosigkeit sein. Nach Angaben der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) war rund ein Fünftel der Gründer vor dem Schritt in die Selbstständigkeit arbeitslos (8)). Bei den Vollerwerbsgründungen sind es sogar 30 Prozent.

Eine Gründung aus der Arbeitslosigkeit ist meist schwieriger als aus einem Arbeitsverhältnis heraus. An einem stimmigen Unternehmenskonzept und einer soliden Finanzierung führt kein Weg vorbei. Auch Ihre persönliche Eignung sollten Sie genau prüfen und sich eventuell fehlende Kenntnisse rechtzeitig aneignen. Weiterbildungs- und Trainingsmaßnahmen für gründungswillige Frauen können von der Arbeitsagentur bezuschusst werden.

Infopaket "Gründung aus Arbeitslosigkeit"

Unser Infopaket Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit zeigt Ihnen, wie Sie über Testballons risikolos starten und hinzuverdienen, danach Ihr Gründungsvorhaben systematisch vorantreiben und dabei alle Fördermöglichkeiten nutzen.

Auf über 100 Seiten stehen jede Menge Praxistipps, Hintergrundinfos, Musterbriefe, Formulare und Linkempfehlungen bereit. Sie erhalten Expertenrat in Webforen und per E-Mail. Außerdem nutzen Sie Förderungen der Arbeitsagenturen, die viele nicht kennen.

Weitere Tipps und Tricks bietet das Themendossier Existenzgründung aus der Arbeitslosigkeit.

Nehmen Sie sich Zeit für die Vorbereitung. Kaum eine Gründerin scheitert an mangelnder fachlicher Kompetenz: Fehlende unternehmerische Kenntnisse und unzureichende Finanzierung führen zur Insolvenz. Gründungsberater in Gründerzentren, Arbeitsagenturen und Industrie- und Handelskammern sind mit der spezifischen Situation arbeitsloser Gründerinnen vertraut. Lassen Sie sich gut beraten.

Ihr Arbeitslosengeld beziehen Sie weiter, wenn Sie weniger als 15 Wochenstunden selbstständig arbeiten. Ihr Gewinn wird vom Arbeitslosengeld abgezogen. Wer 15 Stunden und mehr selbstständig arbeiten will, verliert den Anspruch auf Arbeitslosengeld, kann aber den Gründungszuschuss beantragen. Voraussetzung: Sie haben Anspruch auf Arbeitslosengeld I. Sie müssen eine fachkundige Stellungnahme oder Tragfähigkeitsprüfung Ihres Unternehmenskonzepts vorlegen. Die IHK und Handelskammern, berufsständische Kammern, Fachverbände der freien Berufe, kommunale Wirtschaftsförderung, Banken oder Sparkassen übernehmen eine solche Prüfung Ihres Businessplans gegen Gebühr. Auch Ihre persönliche und fachliche Eignung müssen Sie nachweisen. Wenn Sie noch angestellt, aber von Arbeitslosigkeit bedroht sind, können Sie den Gründungszuschuss ebenfalls beantragen. Wer Arbeitslosengeld II bezieht, kann ein Einstiegsgeld und gegebenenfalls weitere Zuschüsse für die Aufnahme einer selbstständigen Beschäftigung erhalten. Auf diese Leistungen besteht jedoch kein Rechtsanspruch und die Höhe richtet sich nach der individuellen Situation. Auch Coaching-Maßnahmen sind im ersten Jahr der Selbstständigkeit für arbeitslose Gründerinnen förderfähig. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Arbeitsagentur-Berater.

Der Start ist für Gründerinnen aus der Arbeitslosigkeit nie einfach. Netzwerken ist daher besonders wichtig. Selbst überzeugte Einzelkämpferinnen finden Know-how, Unterstützung, Tipps, Motivation und hilfreiche Kritik in Gründerinnen-, Unternehmerinnen- und Fachnetzwerken. Auch wenn Ihr Selbstbewusstsein vielleicht durch einen erfolglosen Bewerbungsmarathon gelitten hat: Arbeiten Sie auch an Ihrem eigenen Netzwerk. Erzählen Sie in Ihrem Bekanntenkreis von Ihrem Vorhaben und Ihrem Angebot. Frischen Sie Kontakte zu früheren Kolleginnen oder Kunden auf. Machen Sie bekannt, was Sie unternehmen.

Soziale Absicherung nicht vergessen!

Auch wenn Sie beim Start noch mehr als andere Gründerinnen sparen müssen: Vernachlässigen Sie soziale Absicherung und Altersvorsorge nicht.

Checkliste: Gründung aus der Arbeitslosigkeit

  • Ist die Selbständigkeit für Sie eine Notlösung oder eine interessante Möglichkeit der Selbstverwirklichung?

  • Unterstützt Ihre Familie Ihre Pläne?

  • Können Sie mit unregelmäßigem Einkommen und fehlender finanzieller Sicherheit umgehen?

  • Sind Sie gesund, fit, belastbar und leistungsfähig?

  • Sind Sie bereit, sich fehlende unternehmerische und kaufmännische Kompetenzen anzueignen?

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