Lohnkosten ermitteln: Einfache Stundensatzkalkulation

Gehaltskosten im Handumdrehen berechnen: So viel kostet ein Arbeitnehmer

Von: Josef Ellenrieder
Stand: 16. April 2012
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Über den Autor:

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Josef Ellenrieder, Jahrgang 1943, Diplom Betriebswirt FH, lehrt an diversen Fachhochschulen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern die Themen: Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungs ...

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Gerade in kleinen und mittelständischen Betrieben herrscht oft Unklarheit darüber, was ein Mitarbeiter das Unternehmen tatsächlich kostet. Wir erläutern, wie Sie die Lohnkosten ermitteln und berechnen und was es mit den Lohnnebenkosten auf sich hat. Außerdem steht zusätzlich eine Excel-Tabelle bereit, mit der Sie ausrechnen können, was Sie ein Mitarbeiter in etwa an Gehalt kosten wird.

Lohnkosten

Die Lohnkosten (Arbeitskosten, Personalkosten) umfassen die Gesamtheit aller den Arbeitgebern im Zusammenhang mit der Beschäftigung von Arbeitskräften entstehenden Aufwendungen. Also im Wesentlichen die Kosten:

  • der Einstellung (Anwerbung, Auswahl),

  • der Umsetzung (Einarbeitung, Ausbildung),

  • des laufendenden Betriebes (Lohn, Gehalt) und

  • der "Freisetzung" (Abfindung, Überbrückung).

Die Lohnkosten setzen sich dabei zusammen aus:

  • dem direkten Personalaufwand (= direkte Lohnkosten) und

  • dem indirekten Personalaufwand (= Lohnnebenkosten oder Personalzusatzkosten).

Die direkten Lohnkosten sind die Ihren Arbeitnehmern zustehenden Vergütungen aus den Arbeits- und Anstellungsverträgen für die vertraglich zu erfüllende Arbeitsleistung. Es handelt sich dabei um:

  • Löhne für die gewerblichen Arbeitnehmer,

  • Gehälter für kaufmännische und technische Angestellte,

  • Vergütungen für Führungskräfte (Geschäftsführer) und

  • Vergütungen für Auszubildende und Praktikanten.

Lohnnebenkosten

Lohnnebenkosten sind die indirekte Kosten, die Sie Ihren Arbeitnehmern zusätzlich noch aus ihren Arbeits- und Anstellungsverträgen sowie den betrieblichen Vereinbarungen, gesetzlichen und tarifvertraglichen Vorschriften auszahlen müssen.

Zu den Lohnnebenkosten zählen u. a. die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung (Beitrag des Arbeitgebers zur Sozialversicherung eines Arbeitnehmers). Hier etwa beträgt der Anteil in der Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung jeweils 50 Prozent, in der Krankenversicherung etwas weniger. Der verbliebene Betrag muss voll vom Arbeitnehmer (Arbeitnehmeranteil) aufgebracht werden.

Sozialversicherung

AG-Anteil

AN-Anteil

Gesamtbeitrag

Rentenversicherung

9,8%

9,8%

19,6%

Krankenversicherung

7,3%

8,2%

15,5%

Pflegeversicherung

0,975%

0,975%

1,95%

Arbeitslosenversicherung

1,5%

1,5%

3,0%

Gesamtbeitrag

19,575%

20,475%

40,05%

Darüber hinaus können zusätzliche Lohnnebenkosten entstehen, z.B. durch:

  • Arbeitsbekleidung

  • Beiträge zu Berufsgenossenschaften

  • Fahrt- und Reisekostenerstattungen

  • Lohnfortzahlungen für Feiertage, Krankheit (für maximal 42 Kalendertage im Jahr)

  • Urlaubs- und Weihnachtsgelder

  • Vermögenswirksame Leistungen

  • Zuschläge für Mehrarbeit, Nachtarbeit oder Sonn- und Feiertagsarbeit

  • Treueprämien, sonstige Prämien

Wie errechnen Sie den Stundenlohn bei einem Gehaltsempfänger?

Zuerst sollten Sie den den Stundenlohn betrachten, im Anschluss die Lohn- und Lohnnebenkosten:

Bei einer 40-Stundenwoche wird das Gehalt zunächst auf ein Quartal umgerechnet (Gehalt * 3), sodass das Zwischenergebnis zunächst durch 13 Wochen und dann durch 40 Stunden geteilt werden kann:

Beispiel: Beispiel:

Ein Mitarbeiter erhält z.B. ein Bruttogehalt von 2.500 Euro pro Monat. Er arbeitet "normalerweise" 40 Stunden in der Woche. Wenn Sie obige Formel verwenden, erhalten Sie als Ergebnis einen Stundenlohn von 14,42 Euro (2.500*3 = 7.500; 7.500/13 = 576,92; 576,92/40 = 14,42).

Dieser Betrag ist allerdings nicht der, den Sie zu entrichten haben. Tatsächlich liegt er höher:

Tatsächliche Arbeitskosten

Wenn Sie nun alle Kosten, die mit dem Lohn zu tun haben, über ein Jahr hinweg berechnen, erhalten Sie die gesamten jährlichen Lohnkosten. Teilen Sie diese durch die im Jahr tatsächlich geleisteten Stunden, so erhalten Sie den tatsächlichen Stundenlohn.

Das Pendant zu den Lohnnebenkosten ist die rechnerische Größe "Entgelt für geleistete Arbeit", also das so genannte "Direktentgelt" oder auch der "erste Lohn". Bezieht man die Lohnnebenkosten auf den Bruttolohn, erhält man die Lohnnebenkostenquote.

Arbeitskosten je Stunde

Die Arbeitskosten je Stunde, die Sie zu zahlen haben, setzen sich aus dem direkten Stundenlohn - dem Lohn für tatsächlich geleistete Arbeit - und den anteilig verrechneten Lohnnebenkosten zusammen.

Die Arbeitskosten je Stunde gelten als ein wichtiger Indikator der internationalen Wettbewerbsfähigkeit eines Landes.

Kalkulationstabelle

Eine einfache Stundensatzkalkulation bieten wir Ihnen in Form einer Excel-Tabelle zum Download an: Einfache Stundensatzkalkulation: So viel Gehalt kostet Sie ein Mitarbeiter (25 kB).

Stundensatz ermittelnStundensatzkalkulation, Ausschnitt aus der Exceltabelle

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Berufsgenossenschaft

Hallo,
wie kommt man denn auf den Prozentsatz (hier 1,5 %) zur Berücksichtigung der Berufsgenossenschaft bei den Personalkosten?

Und wie hoch wäre er bei einem Maschinenführer?

Antwort: Berufsgenossenschaft

Guten Tag,
die Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung unterscheiden sich im Einzelfall je nach Branche und ausgeübten Berufen. Informationen über die Beitragshöhe bekommen Sie bei der zuständigen Berufsgenossenschaft. Die Gefahrentarife der Bauwirtschaft finden Sie zum Beispiel auf den Seiten der BG Bau:
http://www.bgbau.de/mitglieder/untern/gefahrtarife/

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Lohnnebenkosten

Der Begriff wird vollkommen falsch verwendet. Der Arbeitgeberanteil zu den Sozialversicherungsbeiträgen gehört zu den Lohnzusatzkosten!
Halbweiss

Im Text steht:

"Zu den Lohnnebenkosten zählen u. a. die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung" - was daran jetzt genau falsch sein soll, hat sich uns jetzt nicht wirklich erschlossen.

mit freundlichen Grüßen
Ihre akademie.de-Redaktion

Vertretungskosten

Hallo,

mir ist noch eine Frage eingefallen:
Was ist mit den Vertretungskosten, die bei Urlaub und Krankheit anfallen? Darf ich diese auch noch mit einem gewissen Prozentsatz einrechnen oder ist das dann doppelt berechnet, da ich ja nur 214 Arbeitstage kalkuliere?
Wäre dankbar für einen Tipp...
Anja

Tatsächlicher Kalkulationsaufschlag

Hallo,

auch wenn schon eine Frage zu dieser Position gestellt wurde, leider habe ich die Antwort nicht wirklich verstanden.
Was hat es genau mit dem Kalkulationsaufschlag auf sich? Gibt es Durchschnittswerte für diesen Faktor und was genau will er mir sagen???
Vielen Dank für eine Info!
Anja

Antwort: Tatsächlicher Kalkulationsaufschlag

Hallo Anja,
der allgemeine Kalkulationsaufschlag hat den Zweck, ausgehend vom gezahlten Stundenlohn ganz schnell auf den Stundensatz hochzurechnen, der einem Kunden in Rechnung gestellt (oder bei internen Wirtschaftlichkeitsrechnungen berücksichtigt werden) muss.

Angenommen eine Handwerkerin hat für ihren Betrieb einen tatsächlichen Kalkulationsaufschlag von 45 % ermittelt. Nun stellt sie eine neue Hilfskraft ein, die 9,50 Euro pro Stunde erhält. Dann weiß sie, dass sie einem Kunden 9,50 Euro + 45 % = 13,78 Euro in Rechnung stellen muss, ohne dafür umständlich sämtliche Lohnnebenkosten einzeln kalkulieren zu müssen. Oder denken Sie an eine Café-Betreiberin, die überschlagen möchte, um wie viel der Umsatz steigen muss, damit sich die Lohnkosten einer zusätzlichen Serviererin lohnen.

Dieser Hintergrund macht aber auch klar, dass ein pauschaler Kalkulationssatz immer nur ein recht grobes Hilfsmittel ist, das anhand der tatsächlichen Kosten und sonstigen Rahmenbedingungen regelmäßig überprüft werden muss. Schließlich ändern sich die im Kalkluationsaufschlag enthaltenen Größen (z. B. Sozialversicherungsbeiträge, Krankenstand ...) im Laufe der Zeit.

Andererseits: Wenn Sie einen Kalkulationsaufschlag von z. B. 45 % ermittelt haben, werden Sie bei Überschlagsrechnungen auch mit einem "schnellen & schmutzigen" Faktor von 1,5 nie völlig daneben liegen.

Ob Sie mit dem "dicken Daumen", einem prozentualen Kalkulationsaufschlag oder mit den tatsächlichen Werten des jeweiligen Einzelfalls rechnen, hängt immer davon ab, wie wichtig die Berechnung ist und wie genau sie sein muss. Vielleicht macht das die Sache ja ein wenig klarer?

Ach so: Was die Vertretungskosten betrifft: Sie _dürfen_ grundsätzlich alles in Ihre Kalkulationszuschläge einrechnen. Es kommt darauf an, welchen Zweck Sie damit verfolgen. Sofern der Kalkulationsaufschlag den Zweck hat, ausgehend von den Lohnkosten einer Einzelperson auf Stunden-Verrechnungssätze (z. B. gegenüber einem Kunden) hochzurechnen, gehören die Vertretungskosten nicht mit in den Kalkulationsaufschlag. Denn es geht ja gerade darum, die Kosten für_diesen einen Mitarbeiter zu ermitteln.

Ansonsten ist Ihre Überlegung aber völlig richtig: Da Ihre festen Mitarbeiter Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall haben, müssen Sie bei Preiskalkulationen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen neben den Lohnkosten der Stammbelegschaft auch die Kosten von Aushilfen berücksichtigen: Die fallen ja zusätzlich an. Ob Sie solche Berechnungen mit einem Kalkulationsfaktor oder besser aufgrund von Erfahrungen und tatsächlichen Gesamtkosten der Vergangenheit anstellen, bleibt Ihnen überlassen.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Überschlägige Abschätzung, ob ich mir Mitarbeiter leisten kann

Guten Tag,

ich habe eine kleine Kaffeebar und frage mich, ob ich mir Mitarbeiter leisten kann; da es manchmal Stoßzeiten gibt, wären zwei schon praktisch, zumal ich mich dann noch um weitere betriebliche Aktivitäten kümmern könnte.

Nun gibt es seit einiger Zeit in der Gastronomie Mindestlöhne, aktuell in NRW bei 8,20€/Stunde in der Tarifgruppe 1 (niedrigste), Tendenz steigend.Der Tarifvertrag ist als allgemeinverbindlich erklärt worden und gilt somit für alle gastronomischen (und Hotel-) Betriebe in NRW. (Am Rande: Ich bin selbst Verfechter eines Mindestlohns, aber das hier ist m.E. völlig übertrieben und wird viele Betriebe und Arbeitsverhältnisse auf eine harte Probe stellen).

Ich kann z.Z. Kosten und Erträge noch nicht wirklich gut abschätzen. Darum suche ich nach einem ersten, orientierenden Weg zur Abschätzung, inweiweit ich mir unter den geltenden Normen Mitarbeiter/innen leisten kann.

Ich wäre zum einen sehr dankbar für Hinweise hier auf akademie.de oder allgemein im Netz, zum anderen schreibe ich einfach mal eine kurze Überlegung auf, mit der Bitte um Evaluierung ;-)

Die Überlegung lautet:
Angenommen, ich würde 2 Leute parallel arbeiten lassen, bei einem Stundenlohn zwischen 8 und 9 €, dann wäre ich, meine ich, bei grob 25€ Lohnkosten inkl. Lohnnebenkosten in der Stunde. Der genaue Betrag soll an dieser STelle auch weniger Gegenstand der Betrachtungen sein, als vielmehr:
Müsste ich, um mir das leisten zu können, nicht mindestens diesen Betrag pro Stunde als quasi "Gewinn vor Lohn" erwirtschaften? Also, nach Abzug aller Kosten (außer dem Lohn) von den Erträgen (= verkauften Kaffees), müssten im stündlichen Mittel ca. 25 € übrig bleiben, um die beiden Stellen zu finanzieren.

Sehe ich das so richtig oder ist ads völlig daneben? Oder nicht ganz daneben, wenn die Rechnung etwas modifiziert wird...

Danke schonmal im Voraus!

Antwort: Überschlägige Abschätzung, ob ich mir Mitarbeiter ...

Guten Tag,
da es sich bei den Lohnkosten in Ihrem Fall um zusätzliche Betriebsausgaben handelt, muss der Netto-(!)Ertrag unter ansonsten gleichen Bedingungen _mindestens_ so hoch sein, damit Sie in dem betreffenden Zeitraum eine schwarze Null schreiben. (Netto-Ertrag heißt an dieser Stelle Verkaufspreis minus Umsatzsteueranteil!)
Andererseits: Wenn Sie in den Stoßzeiten bloß eine schwarze Null schreiben, frage ich mich, wie Sie auf den Monat und das Jahr gesehen ein halbwegs auskömmliches Einkommen erzielen wollen!? Haben Sie schon einmal mit einem Experten (z. B. Steuerberater, Gründungs-/Unternehmensberater, IHK) über die Tragfähigkeit Ihres Geschäftsmodells gesprochen?
Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Lohnkosten auf Rechnung

Wir haben uns Haus neu anstreichenlassen, und der Unternehmer
Hat uns eine Komplettrechnung gegeben , ohne dabei die Lohnkosten
extra auszuweisen. Ich moechtest die Lohnkosten bei der Einkommensstuer absetzenund habe den Unternehmer aufgefordert, mir eine neue Rechung auszustellen. Das wurde aubgelehnt mi dem Hinweis ,
er arbeite als Bauhauptgewerbe und nicht nach VOB. Die Finanzaemeter
hätten entsprechende Listen , was den Anteil der Lohnkosten betrifft.
Ist das wahr und wo finde ich so eine Liste ??
Danke w.scholinz

Antwort: Lohnkosten auf Rechnung

Hallo Herr / Frau Scholinz,
mal abgesehen davon, dass eine solche Argumentation alles andere als kundenfreundlich ist, hat Ihr Handwerker m. E. sachlich Unrecht. Im Anwendungsschreiben des Bundesfinanzministeriums zum § 35a EStG
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__35a.html
... in dem unter anderem die Steuerermäßigung für Handwerker geregelt sind, heißt es unter Textziffer 36:
------------ Zitat ----------------
Der Anteil der Arbeitskosten muss grundsätzlich anhand der Angaben in der Rechnung gesondert ermittelt werden können. Auch eine prozentuale Aufteilung des Rechnungsbetrages in Arbeitskosten bzw. Materialkosten durch den Rechnungsaussteller ist zulässig.
----------Zitat-Ende --------------
Quelle: Bundesfinanzministerium
http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben...
Vielleicht hilft Ihnen das ja schon ein wenig weiter?
Freundliche Grüße
Robert Chromow

Is doch klar

2500 x 3 = 7500 für 3 Monate
3 Monate sind 1/4 Jahr ~ 52Wochen/4 = 13 Wochen
also
7500/13= Lohn für eine Woche ~ 576,92
576,92 / 40 Stunden pro Woche = 14,42

Gruß Ingo

Hallo auch,
würde mal stark annehmen, dass dies mit der kaufmännischen Datumsberechnung zusammenhängt. Hier wird das Jahr mit 360 Tagen gerechnet, 12 Monate a 30 Tage.
Bedeutet, dass ein Quartal 90 Tage hat, geteilt durch 7 Tage je Woche ergibt....
Naja, kaufmännisch gerundete 13 ;-)

Gruß Horschd

Hallo!
Ich weiß nicht, ob ich momentan möglicherweise einfach nur auf dem Schlauch stehe, aber warum wird überhaupt durch 13 geteilt? Das soll doch wohl die 1 Woche Urlaub im Quartal sein, welche bei 28 Urlaubstagen im Jahr anfällt. Aber der Urlaub ist doch nicht unbezahlt...
Ich hoffe, mir kann hier jemand helfen. Vielen Dank schonmal!

Beste Grüße,
Annika

@anonym vom 29.09.2010

Der steht doch drin? Im Text heisst es: "Darüber hinaus können zusätzliche Lohnnebenkosten entstehen, z.B. durch [...] Beiträge zu Berufsgenossenschaften". Und in der Excel-Tabelle ist der Posten ebenfalls enthalten. Oder meinen Sie etwas anderes mit "BG"?

beste Grüße
Simon Hengel
Redaktion akademie.de

Was bei obigen Rechnung vergessen wurde ist der BG Anteil.

Hallo,

alles, was Sie zur Versicherungspflicht von Studierenden wissen müssen, finden Sie hier: http://www.akademie.de/direkt?pid=50352.

Besten Gruß

Wie hoch sind die Lohnnebenkosten für den Arbeitgeber für Studenten?

Guten Tag,

wie Sie konkret vorgehen, lesen Sie hier: http://www.akademie.de/direkt?pid=5382

Besten Gruß,
Redaktion akademie.de

Hi,

ich habe das Angebot einer Freelance Tätigkeit bekommen und nun wird von mir erwartet, dass ich meinen Tages- oder Stundensatz angebe. Ich bin Hochschulabsolvent mit einjähriger Berufserfahrung. Festangestellte, die einen ähnlicher Tätigkeit nachgehen, erhalten 3000Euro Brutto. Mein Tagessatz, wenn ich davon ausgehe ca. 15 Tage im Monat zu arbeiten müsste sich als summiert daran orientieren. wie gehe ich nun vor?

Vielen DAnk für Ihre Hilfe!

Mit freundlichn Grüßen,

L. Beyhl

Stundensatzkalkulation

Ist zwar alt, aber immer noch richtig

Die Daumenregel ist, bei gleicher Arbeitszeit (200 tage/a ~ 1500h/a) muss als Stundensatz etwa das Jahreseinkommen durch Tausend angesetzt werden.

Das heißt, wenn ein vergleichbarer Angestellter 12 Monatslöhne bekommt, dann ergeben sich bei Ihren Annahmen

12*3000€/1000 -> 36€ (zzgl. MwSt!)

Nach Steuern, Sozialaufwendungen und Buchhaltung/Steuerberater stehen Ihnen dann etwa 15€ pro Stunde wirklich zur Verfügung. Da Ihr faktischer Auftraggeber in der Regel Arbeitnehmer ist, wird gerne fälschlicherweise angenommen statt 15€ kämen bei Ihnen fast das dreifache an, also 43€/h (inkl MwSt) bzw. interne Arbeitnehmer seien 1/3 billiger.

Für einen Arbeitnehmer mit 36000€ Jahreseinkommen zahlt der Arbeitgeber letztlich 43000€.

Für einen vergleichbaren Freiberufler 54000€ (ca plus 25%), dafür kann dem Freiberufler praktisch jederzeit gekündigt werden (=kein weiterer Auftrag, Verträge mit festen Laufzeiten werden oft nicht eingehalten), es besteht keinerlei finanzielles Risiko wegen Arbeitsausfall. Der Arbeitgeber kann den Freiberufler sogar wegen Mangelleistung in Regress nehmen (Gewährleistung). Die Personalbeschaffung (Arbeitnehmer ca 1/3 Jahresbrutto!) eines Freiberuflers ist für den Arbeitgeber deutlich günstiger, die Einarbeitungszeit aufgrund des Kündigungsrisikos gering. Gemäß Studien brauchen Freiberufler 1/3 der Zeit von normalen Arbeitnehmern zum Einarbeiten. Je nach Studien sind Freiberufler für Aufgaben zwischen 9 Monaten bis zu 3 Jahre günstiger.

Also im obigen Fall wären Sie für ein Jahr mit 54000€ mindestens 8400€ billiger als ein für ein Jahr Festangestellter (43000€ Lohnkosten + 12000€ Beschaffungskosten - 7400€ schnellere Einarbeitung)!

Beim Vergleich mit einen Arbeitnehmer der 70000€ pro Jahr verdient,
heißt das 70€/h

Hallo,

zu Ihrer Frage folgende Bemerkung:

der tatsächliche Kalkulationsaufschlag auf den Stundenlohn ist der Faktor,
den Sie ansetzen müssen, um vom Stundenlohn auf den zu berechnenden Lohnsatz
zu kommen, um sowohl die Kosten zu decken, als auch einen Gewinn zu
erzielen!

Mit freundlichen Grüßen
Ellenrieder

Was ist den mit "Tatsächlicher Kalkulationsaufschlag auf Stundenlohn" gemeint?
Ansonsten echt super Tool!

Mit freundlichen Grüßen,
Mirjam

Den Arbeitgeberanteil für die Sozialversicherung finden Sie in der Exceltabelle in Zeile 18.

Mit freundlichen Grüßen
Brian E. Janssen
Redaktion akademie.de

was ist mit arbeitgeberanteil für renten und krankenversicherung, die tauchen in der exceltabelle nicht mehr auf!

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