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Magento für Deutschland konfigurieren

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Stand: 16. November 2009

Die manuelle Variante

Das Übersetzungssystem

Entscheidender Bedeutung kommt dem Magento-Übersetzungssystem zu. Denn wie kann man eigentlich Übersetzungen vornehmen und anpassen? Zunächst einmal sollten Sie dafür sorgen, dass das deutsche Sprachpaket vorhanden ist. Das wird in Magento mittels Erweiterung realisiert. Um die Erweiterung zu installieren, rufen Sie im Magento-Backend System/Magento Connect/Magento Connect Manager auf. In das Feld Paste extension key to install wird der Extension Key eingetragen. Den entsprechenden Schlüssel können Sie auf der Seite www.magentocommerce.com/magento-connect ermitteln. Rufen Sie Category und Languages/Locales auf. Dort ist unter anderem auch das Magento Community Modules - German (Germany) Language Pack zu finden. Klicken Sie auf den Paketnamen. Über Get extension key kann man sich auf der folgenden Seite den Schlüssel anzeigen lassen. Diesen kopiert man und fügt ihn im Magento Connect Manager in das Feld Paste extension key to install ein.

Die Installation sollte problemlos verlaufen.

downloading Locale_Mage_community_de_DE-1.1.2.354.tgz ...

Starting to download Locale_Mage_community_de_DE-1.1.2.354.tgz (81,607 bytes)

done: 81,607 bytes

 install ok: channel://connect.magentocommerce.com/community/Locale_Mage_community_de_DE-1.1.2.354

Nach erfolgreicher Installation klickt man auf die Refresh-Schaltfläche, um die Seite zu aktualisieren. Damit ist das deutsche Sprachpaket vorhanden und man kann sich mit dem Übersetzungssystem vertraut machen.

Magento bietet in der Tat verschiedene Möglichkeiten, Übersetzungen am System vorzunehmen. Da wäre zunächst der Eingriff in die eigentlichen Übersetzungsdateien. Zentrale Anlaufstelle ist für diese Dateien das Verzeichnis /app/locale. In diesem Verzeichnis liegen die entsprechenden Sprachdateien. Um die deutschen Dateien anzupassen, öffnen Sie das Verzeichnis /de_DE. Die darin liegenden CSV-Dateien kann man nun in jedem beliebigen Texteditor öffnen. Komfortabler wird es allerdings, wenn man dafür Calc oder Excel verwendet.

Bild vergrößernEine CSV-Datei aus dem Verzeichnis /de_DE in Excel

Auf diese Weise kann man ganz einfach die Übersetzungen anpassen. Diese Art der Übersetzung hat aber durchaus ihre Tücken. So muss man beispielsweise zunächst erst einmal ermitteln, in welcher Datei denn der zu übersetzende Begriff eigentlich steht. (Am besten verwendet man dafür übrigens die dateiübergreifende Suche eines Editors wie Dreamweaver.)

Wem die beschriebene Datei-Variante zu umständlich ist, der kann auch auf ein Magento-Bordmittel zurückgreifen. Denn Magento bietet eine sogenannte Inline-Übersetzung an. Um diese Funktion zu aktivieren, ruft man System/Konfiguration/Entwickleroptionen auf. Interessant ist dort der Bereich Inline übersetzen.

Bild vergrößernDer Bereich "Inline übersetzen"

Über die beiden Optionen bestimmt man, ob das Übersetzen für das Frontend und/oder das Backend aktiviert werden soll. Nachdem man die Änderungen übernommen hat, werden die Begriffe, die übersetzt werden können, mit einem roten Rand versehen angezeigt. Zeigt man auf einen solchen umrandeten Begriff, wird ein Buch-Symbol angezeigt. Will man den Begriff übersetzen, klickt man auf eben dieses Symbol. In dem sich daraufhin öffnenden Dialogfenster kann man die gewünschte Übersetzung eintragen.

Bild vergrößernDer Begriff wird übersetzt.

Normalerweise werden die Übersetzungen durchgeführt, bevor der Shop der Öffentlichkeit präsentiert wird. Wenn man aber auch später noch Anpassungen vornehmen muss, sollte man unbedingt im Bereich Entwickler Clientbeschränkung die IP-Adressen eintragen, von denen aus Übersetzungen erlaubt sein sollen. Lässt man das Feld nämlich leer, kann jeder, der den Shop aufruft, auf die Übersetzungsfunktion zugreifen. Das gilt es natürlich zu verhindern. Tragen Sie also unbedingt die gewünschten IP-Adressen ein, wobei mehrere Adressen durch Kommata voneinander zu trennen sind.

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Über den Autor:

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Daniel Koch ist seit 1998 in der Web-Entwicklung zu Hause. Nach dem klassischen Einstieg über HTML folgten schnell JavaScript und dynamische Sprachen wie PHP. Über verschiedene Content Management Systeme hat er den Weg zu Joomla! gefunden. Dort reizen ihn vor allem der Open-Source-Gedanke, die Flexibilität und die Erweiterbarkeit. Auf Basis von Joomla! entwickelt Daniel Koch standardkonforme, moderne und suchmaschinenoptimiere Websites.

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