Ihr Marketingplan (4): Budget und Erfolgskontrolle

Was bei der Planung und Erarbeitung von Marketingmaßnahmen zu beachten ist

Von: Thomas Johne
Stand: 1. Mai 2012
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Über den Autor: Thomas Johne

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Thomas Johne, Jahrgang '55, ist ein Mann des Marketings. Lange Jahre in leitender Funktion bei der FAZ, gründete der Diplom-Betriebswirt 1996 die KOM,MA Mediengesellschaft sowie WinPOWER - Die MarketingBeratung. Johne berät Unternehmensgründer und kleine Unternehmen in Sachen Marketing und Kommunikation, zugeschnitten auf ihre speziellen Anforderungen und Bedürfnisse.

Als Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher arbeitet Thomas Johne seit vielen Jahren für namhafte Verlage und entwickelt im Auftrag von Banken und Wirtschaftsinstitutionen praxisorientierte Marketing-Leitfäden.

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Budget festlegen

Schritt 5: Legen Sie Ihr Marketingbudget fest

Eng verknüpft mit der Maßnahmenplanung steht die Ermittlung des Marketingbudgets. Die Aktionspläne, die Sie erarbeitet haben, mögen realisierbar sein. Aber sind sie auch rentabel? - Marketingaktivitäten sollten Sie immer auch als Investition ansehen und nicht nur als Kostenfaktor. So wie jede Investition eine Rendite erbringen sollte, so müssen auch Ihre Marketingmaßnahmen greifbare Ergebnisse liefern.

In Ihrem Marketingplan sollten Sie daher nicht nur über die Gesamtkosten und die Kosten für die Einzelmaßnahmen informieren. An dieser Stelle müssen Sie vor allem auch deutlich machen und schriftlich fixieren, dass den Aufwendungen, die die Aktionspläne verursachen, entsprechend geplante zusätzliche Erträge (Umsätze, kalkulierter Gewinn) gegenüberstehen.

Budgetierung - so können Sie vorgehen

Mit folgenden Methoden ermitteln Sie Ihr Marketingbudget:

  • Das Budget orientiert sich an Marketingzielen.

    Betrachten Sie Ihre Marketingziele und schätzen Sie die Kosten für die geplanten Einzelmaßnahmen ab. Addieren Sie diese zu einem Gesamtmarketingbudget.

    Dies ist insofern empfehlenswert, da erkennbar wird, wie viel Geld Sie einsetzen müssen, um bestimmte Zielvorgaben zu erreichen.

  • Das Budget bemisst sich am Umsatz.

    Hierbei wird ein bestimmter Prozentsatz des zu erwartenden Umsatzes für die Marketingausgaben festgelegt (Orientierung für kleine und mittlere Unternehmen: 3-5 Prozent für Werbeausgaben, 10-15 Prozent für Gesamtmarketingbudget). Nehmen Sie diese Summe und verteilen Sie diese dementsprechend auf die Marketingmaßnahmen.

    Etwaige Abweichungen können von unternehmensspezifischen Faktoren abhängen, zum Beispiel vom Alter des Unternehmens, der Aktualität des Produktes oder der Dienstleistung, vom Standort sowie von der geplanten Zielgruppe. So muss ein junges Unternehmen, das ein innovatives Produkt verkaufen will, mehr für Marketingaktivitäten ausgeben, um Teilmärkte zu erobern, als ein etabliertes Unternehmen mit ausgebautem Vertriebsnetz und hohem Stammkundenanteil.

    Dieser Budgetansatz kann für Unternehmen empfehlenswert sein, die Marketingmaßnahmen über Jahre erfolgreich umsetzen und auf Erfahrungen vergangener Planungsperioden zurückgreifen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Maßnahmen regelmäßig kontrolliert wurden und sich als erfolgreich erwiesen haben.

Finanzielles Notpolster einplanen

Um flexibel zu bleiben und auf unvorhergesehene Marktentwicklungen reagieren zu können, sollten Sie eine Budgetreserve zurückhalten. Verplanen Sie also zu Beginn des Zeitraums maximal 80 Prozent Ihres Budgets, die restlichen 20 Prozent halten Sie (noch) zurück.

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