Meetings: So schaffen Sie ein konstruktive Atmosphäre

Von: Elisabeth Sachers
Stand: 5. September 2011
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Der Prozess der Entscheidungsfindung

Definition von "Konsens"

Mit Konsens ist hier nicht die Übereinstimmung im klassischen Sinne gemeint, sondern die Abwesenheit von schwerwiegenden Einwänden. Ein Vorschlag wird von den Gruppenmitgliedern nicht daraufhin geprüft, ob es die "Lieblingslösung" ist, sondern ob sie diesen Vorschlag mittragen können.

Unangenehme Gefühle deuten auf schwerwiegende Einwände hin. Es hilft jedoch selten weiter, wenn jemand sagt: "Ich habe irgendwie ein schlechtes Gefühl." Da wird die Fähigkeit, Erfahrungen und Bedürfnisse, die diesen Gefühlen zugrunde liegen, in einem vertretbaren Zeitrahmen klären zu können, benötigt. An dieser Stelle ist die Gewaltfreie Kommunikation eine sehr hilfreiche Methode. Die Integration von schwerwiegenden Einwänden sichert die Qualität von Entscheidungen der Gruppe.

Bei einer Konsens-Entscheidung wird jedes Mitglied einzeln gefragt, ob es diese Entscheidung mitträgt. Sieht es so aus, als wolle ein Mitglied Entscheidungen blockieren, ist es hilfreich, auf das gemeinsame Ziel der Gruppe hinzuweisen und das Mitglied zu fragen, ob es dieses Ziel erreichen möchte und gegebenenfalls wie.

Faule Kompromisse?

Ein Schein-Konsens kann nur dann entstehen, wenn ein Mitglied auf die Frage hin, ob es die Entscheidung mitträgt, "Ja" sagt, obwohl es "Nein" meint. In diesem Fall stellt sich die Frage, ob in der Gruppe ein "Nein" als zu beseitigendes Hindernis bekämpft wird oder als Qualitätssicherung von Entscheidungen verstanden und konstruktiv in die Lösung integriert wird.

"Faule Kompromisse" deuten oft darauf hin, dass die Gruppe das gemeinsame Ziel aus den Augen verloren hat und die Gruppenmitglieder persönliche Ziele, die durchaus unbewusst sein können, verfolgen. Allerdings zeigt sich dies bereits in der Meinungsrunde, indem sich Positionen verfestigen. Hier ist es hilfreich, auf das gemeinsame Ziel der Gruppe hinzuweisen oder festzustellen, dass die Gruppe eben noch kein gemeinsames Ziel hat.

Woran erkennt man den Unterschied?

Ein fauler Kompromiss entsteht häufig auch in der Verbindung mit dem Gedanken "keine Zeit mehr verlieren zu wollen". Dem gingen der Aufbau und vor allem die Verhärtung von Positionen voraus. Der Kompromiss entsteht in dem Augenblick, in dem eine Position aufgegeben wird.

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