Zehn Thesen zur Mitarbeiterführung
These 3: Mehr Zutrauen als Misstrauen
Allen Mitarbeitern sollte grundsätzlich Zutrauen statt Misstrauen entgegengebracht werden. Wenn ein Fehler passiert, sollte niemals nur gefragt werden: „Wer war das?“, sondern immer auch: „Wie konnte das geschehen - wie kann künftig verhindert werden, dass sich der Fehler wiederholt.“
Psychologisch kann Misstrauen gegenüber den Mitarbeitern einen erheblichen Schaden anrichten und dies nicht nur in dem Falle, wo Mitarbeitern zu Unrecht ein Vorwurf gemacht wurde. Ein besonderer Schaden tritt dann ein, wenn das misstrauische Verhalten der Vorgesetzten gegenüber den Mitarbeitern das Nachlassen der Leistung erst hervorruft. Konkret bedeutet das: Die Mitarbeiter spüren unbewusst, dass die Führungskräfte ihnen misstrauen und sie nicht ganz für voll nehmen. Demzufolge versuchen sie, alles superrichtig und korrekt zu machen. Nicht selten hat das zur Folge, dass sie unsicher werden und nun gerade Fehler machen, die sonst möglicherweise nie vorgekommen wären.
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