Blue Ocean
Die beste Nische ist immer die, in der sich wirklich noch niemand aufhält. Am leichtesten ist das, wenn man Pionier ist, also ein Angebot hat, das eine echte Weltneuheit ist und das es so noch nicht gibt. Wobei dann bei Erfolg sehr schnell Nachahmer aufspringen und man immer aufpassen muss, dass man den ursprünglichen Vorsprung auch weiterhin hält. Aber der erste Anbieter einer bestimmten Leistung zu sein, hat definitiv Vorteile.
Ein berühmtes Beispiel dafür ist eBay, wo man das Prinzip der Auktion und des Trödelmarkts aufs Netz übertragen hat. eBay war einer der ersten Anbieter, der diese Idee konsequent umgesetzt hat. Inzwischen ist das Unternehmen wohl uneinholbar die Nr. 1 auf diesem Markt, weil man das Angebot kontinuierlich ausgebaut und verbessert hat.
Es geht somit darum, vertrautes Terrain zu verlassen und an bekannten Faktoren der eigenen Branche zu drehen, um neue Märkte ohne Wettbewerb zu erobern. Dafür gibt es einen Werkzeugkasten, der als Blue Ocean Strategie bekannt ist.
Blue Ocean steht dabei für unberührte, neue Märkte, während die überfüllten bestehenden Märkte als red oceans charakterisiert werden. (Das wohl bekannteste Zitat der beiden Begründer der Blue Ocean Strategie, W. Chan Kim und Renée Mauborgne, lautet: "Die Konkurrenz lässt sich nur auf eine Weise schlagen: Indem man aufhört, es zu versuchen.")
Das Prinzip der Methode besteht darin, charakteristische Merkmale des Geschäftsfeldes zu identifizieren und dann nach bestimmten Gesichtspunkten zu zerlegen bzw. abzuwandeln:
Steigerung: Welche Faktoren lassen sich über den Standard der Branche hinaus steigern?
Reduzierung: Was lässt sich reduzieren?
Was lässt sich gestalten/neu erfinden?
Was lässt sich vernachlässigen?
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