Nichtraucher werden!

Von: Rita Ostendorf-Schrumpf
Stand: 14. September 2007
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Die Attraktivität des Rauchens

Voller Hingabe

Rauchen ist Hingabe. Bereits das Knistern des Zellophanpapiers beim Auspacken einer neuen Zigarettenpackung bewirkt einen gesteigerten Nikotin-Appetit: gleich einem Pawlow'schen Hund, dem beim Läuten der Futterglocke der Speichel fließt. Das Anknipsen des Feuerzeugs, das orangefarbene Glimmen der Zigarettenspitze und das Aufsteigen des ersten Rauchs haben im Laufe des Raucher-Daseins ihren Appell ans Unterbewusstsein perfektioniert. Hinweis für Nichtraucher: Rauchen entspricht einem Eisbecher mit doppelt Sahne und Schokostreuseln.

Eigentlich riechen (aktiv/passiv) und schmecken (aktiv/passiv) Nichtraucher besser, aber Raucher gelten als die Genussmenschen. Sie geben sich ja schließlich zwanzigmal täglich dem, wenn auch zweifelhaften, Genuss der Zigarette hin. Welcher Nichtraucher kann da schon mithalten? Auch beim Essen scheinen Raucher gemütlicher. Sie machen eher als Nichtraucher Pausen zwischen den Gängen, wenn auch nur, um ihrer Sucht nachzugehen. Ein sofortiges Abräumen des Tisches nach beendetem Mahl kommt für Raucher nicht in Frage, schließlich müssen sie zur Verdauung noch eine rauchen. Halten wir fest: Der Raucher ist der bessere Mensch, ist der Genießer.

Die meisten Naturvölker rauchen ebenfalls, das hat etwas Rituelles, etwas Spirituelles, etwas Religiöses. Das muss gut sein. Auch die Friedenspfeife hat der Menschheit nur Gutes gebracht.

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