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Nichtraucher werden!

Strategien für den Erfolg

Planen Sie schlau

Um den Leidensdruck als Raucher zu erhöhen, können Sie sich dafür entscheiden, eine Zeitlang vor dem geplanten Aufhören besonders viel zu rauchen. Dann fallen Ihnen die negativen Begleiterscheinungen besonders auf: der im Brustraum gefühlte Qualmpegel nach einem Abend bei Freunden mit wettkampf-ähnlichem Rauchen, die Vorfreude bei jeder Zigarette, die durch ein schales Gefühl beim Nikotinerlebnis getrübt wird (nach dem ersten Zug schmeckt es schon deutlich weniger gut), der Geruch beim morgendlichen Leeren des übervollen Aschenbechers.

Für ein erfolgreiches Aufhören müssen Sie detailliert planen. In einem ersten Schritt sollten Sie sich informieren, welche Hilfsmittel wie Pflaster, Nikotinkaugummis oder Akupunktur möglich sind. Dann treffen Sie Ihre Wahl, welche natürlich auch darin bestehen kann, sich gegen solche Hilfen zu entscheiden.

Auf jeden Fall muss Ihre Entscheidung gegen das Rauchen fallen. Ein "halbes" Aufhören oder ein extremes Reduzieren der Zigarettenzahl hat nach meinem Wissensstand bei niemandem zum Aufhören geführt. Solange Sie die Zigarette als etwas Erstrebenswertes oder zumindest bei seltenem Rauchen als akzeptabel betrachten, haben Sie verloren. Und ein extrem seltenes Rauchen, was ja gesundheitlich vertretbar wäre, hält wohl niemand über Jahrzehnte hinweg durch.

Ihre Planung muss konkrete Schritte umfassen: Wie gehe ich kurz vor dem Aufhören vor? Wann genau höre ich auf? Wie kann ich mich immer wieder motivieren? Welche Sorte Kaugummis oder Pfefferminzbonbons sollte ich bereit legen? Mit welchem Frühsport könnte ich mich in Form bringen und damit mein Gesundheitsbewusstsein stärken? Wen rufe ich an, wenn es mir schlecht geht?

Dabei sollten Sie ein vorübergehendes Übergewicht in Kauf nehmen. Die Engländer haben hier eine hübsche Redewendung: "You can't have your cake and eat it, too!" Wenn Sie es schaffen, mit dem Rauchen aufzuhören, dann halten Sie zu einem späteren Zeitpunkt auch eine Diät durch.

Besonders schwierig kann es sein, einen konkreten Anlass zu finden, um aufzuhören. Oft sind es viele Einzelheiten, die sich summieren, die aber nicht die Motivation schaffen, dem Rauchen abzuschwören. Bei einigen sind es gesundheitliche Beschwerden, die den nötigen Kick geben, von einer verschleppten Bronchitis bis zu Herzproblemen mit Krankenhausaufenthalt. Bei anderen ist der Auslöser geringfügiger: Ich hatte beispielsweise einen Multiple-Choice-Test ausgefüllt, um meine Willensstärke zum Aufhören zu ermitteln. Die Auswertung ergab, dass ich keinen Willen zum Aufhören hatte. Da war mein Ehrgeiz geweckt bzw. kam mein Trotz zum Vorschein. Und tatsächlich habe ich wenige Wochen später den erfolgreichen Ausstieg aus der Sucht geschafft.

Wichtig ist natürlich auch die Selbstdisziplin. Sagen Sie sich immer wieder, dass es KEINEN EINZIGEN Grund gibt, wieder rückfällig zu werden. Wenn Sie der Typ sind, der seine Volkshochschulkurse immer bis zum letzten Termin besucht hat, haben Sie gute Karten. Wenn Sie über weniger Selbstdisziplin verfügen, müssten Sie wahrscheinlich zunächst in diesem Bereich an sich arbeiten, bevor Sie Nichtraucher werden können.

Wenn Sie mit dem Rauchen aufgehört haben können Sie Ihren Erfolg täglich oder wöchentlich visualisieren. Vielleicht notieren Sie sich, wie viel Euro Sie gespart haben oder wie viele Minuten oder wie viele Päckchen Sie nicht geraucht haben. Hierbei können Sie jede gewünschte Währung nehmen: bis jetzt einen halben Gucci-Schuh gespart, 18 Kinobesuche frei oder einen kleinen Putzeimer voll Zigarettenkippen nicht gefüllt.

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Über die Autorin:

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Rita Ostendorp-Schrumpf ist Jahrgang 1966 und Fan von Jimi Hendrix und Celia Fremlin. Ihre große Leidenschaft ist es, Texte zu verfassen und darin die eigenen Gedanken und die Ideen anderer lebendig ...

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