Urlaub vorbei? Wie Sie ohne Stress wieder in den Arbeitsalltag finden

Wer vor dem Urlaub geschickt plant, hat hinterher weniger Arbeit

Von: Lorenz Hölscher
Stand: 10. August 2011
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Über den Autor: Lorenz Hölscher

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Lorenz Hölscher ist freiberuflicher Dozent, Berater und Programmierer mit Schwerpunkt Anwendungs-Programmierung. Vorrangig widmet er sich Access, Word und Excel sowie begleitenden grafischen Arbeiten. Er legt viel Wert auf benutzerfreundliche Oberflächen und ordentliches Design in Optik und Programmierung. Zu Hilfe kommen ihm da seine langjährigen "branchenfremden" Erfahrungen als Architekt, Layouter und Designer.

Lorenz Hölscher bietet eigene Hilfeseiten an und hat bei Microsoft Press mehrere Bücher veröffentlicht zu Access 2007, Access 2007 VBA, Word 2007 VBA und Access 2010.

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Der Urlaub ist vorbei, Sie kommen gut erholt wieder nach Hause und dann: Peng! Die Arbeit erwischt Sie mit einer vollen Breitseite an Problemen. Damit das nicht passiert, hat Lorenz Hölscher ein paar gute Tipps parat.

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

Zu einem guten Urlaub gehört nicht nur eine Arbeit, die Sie geordnet hinterlassen ("Wie Selbstständige professionell frei machen"), sondern die Sie ebenso geordnet wieder beginnen. Manches davon müssen Sie bereits vor dem Urlaub organisieren:

  • An Stammkunden sollten Sie rechtzeitig vorher eine kurze E-Mail senden, wann Sie nicht erreichbar sind und eventuell, wer Sie in dieser Zeit vertritt.

  • Je nach Geschäftsstruktur ist auch ein Hinweis auf der Homepage sinnvoll, wenn darüber viele neue Kundenanfragen kommen. Sie sollten aber durchaus überlegen, ob Sie ein leerstehendes Büro unbedingt so öffentlich ankündigen und damit potentielle Einbrecher anziehen sollten.

Langsam anfangen

Auch wenn Sie Ihre Arbeit gerne machen, bringt einen ein schöner Urlaub schon mal aus dem Tritt. Sie konnten die Seele baumeln lassen und von einem Café zum nächsten schlendern. Jetzt müssen Sie plötzlich wieder auf Knopfdruck funktionieren.

Das klappt vor allem dann nicht, wenn es mit ungeliebten Arbeiten beginnt: E-Mails durcharbeiten, Verwaltungskram oder ähnliches. Daraus können Sie mehrere Empfehlungen ableiten:

  • Betrachten Sie wenigstens den ersten Tag als Aufräumtag, an dem Sie keine "produktive" Leistung vollbringen müssen.

Zeit kalkulieren

Trotz diverser Spam-Filter finde ich nach zwei Wochen Urlaub locker 150 E-Mails vor, die ich durchsuchen und bewerten muss. Manche kann ich direkt löschen, weil ich an millionenschwere legale Geldtransaktionen nicht glaube, aber selbst englischsprachige E-Mails sind einen kurzen Kontrollblick wert. Lasse ich dabei jedes Mal im Durchschnitt nur eine einzige Minute mit dem Lesen, Sortieren oder gar Beantworten verstreichen, so habe ich schon zweieinhalb Stunden damit verbracht.

  • Auch am zweiten Tag ist noch genug zu tun, Sie müssen wichtige Anfragen ausführlicher beantworten oder sich über Projekte einen Überblick verschaffen. Damit Sie dabei nicht dauernd gestört werden, sollten Sie allen Geschäftspartnern vielleicht sogar verschweigen, dass Sie schon da sind. Nennen Sie als Rückkehrtermin einfach einen Termin ein paar Tage später.

  • Legen Sie keine Termine auf die Zeit unmittelbar nach Ihrer Rückkehr. Deren Vorbereitung wäre dann im Urlaub nötig und eventuelle Absagen/Terminänderungen würden Sie gar nicht rechtzeitig erfahren.

  • Wenn Sie eine Tätigkeit mit regelmäßiger "Lieferung" haben, also beispielsweise als Journalist Beiträge schreiben oder eine Website aktuell halten sollen, dann hilft es enorm, wenn Sie sich davon einen Vorrat anlegen. Es kann reichen, dass Sie nur Themen sammeln oder doch schon ganze Texte bereit halten, die dann schnell aufgefrischt werden.

Eichhörnchen-Mentalität

Ein Vorrat an Beinahe-Fertig-Produkten ist auch ohne Urlaub sehr sinnvoll. Wann immer ein anderes Projekt seinen Zeitrahmen sprengt oder Sie krank werden, können Sie wenigstens damit noch eine Lösung aus dem Hut zaubern.

Im kreativen Bereich passiert es häufig, dass Sie manchmal ganz viele Ideen nacheinander hervorsprudeln und Ihnen zu anderen Zeiten einfach nichts einfällt. Dann ist es schön, noch eine Reservekiste zu besitzen. Und manche Themen reifen durchaus, wenn man nach einiger Zeit nochmals einen frischen Blick darauf wirft.

Fazit

Auch als Selbstständiger können Sie Urlaub machen. Selbst wenn Ihnen Ihre Arbeit Spaß macht (und das will ich doch hoffen!), ist irgendwann bei jedem mal die Luft raus. Mit ein wenig Vor- und Nachbereitung sorgen Sie dafür, dass die Urlaubserholung nicht direkt am ersten Arbeitstag wieder verpufft.


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