Adhoc-Bonitätsauskunft im Internet

Bonitätsauskünfte "on demand"

Von: Robert Chromow
Stand: 4. Mai 2010 (aktualisiert)
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Über den Autor:

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Robert Chromow ist gelernter Industriekaufmann, Betriebswirt und Politologe. Seit über fünfzehn Jahren arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Texter und Berater im eigenen Projektbüro. Print- und Online-Medien beziehen dort Fach- und Serviceartikel sowie Lernmaterialien. Außerdem schreibt er Handbücher, Webtexte und Newsletter für Unternehmen.

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Wirtschaftsauskunfteien sind nicht gerade billig. Die fälligen Mitgliedsgebühren lohnen sich außerdem nur bei regelmäßigen Anfragen. Über "bonitaetfinder.de" kann man den Finanzstatus von Privatpersonen schon für unter 5 Euro online abfragen. Firmenauskünfte sind ab 10 Euro zu haben. Fixkosten fallen nicht an.

Für große Unternehmen ist die Klärung der Kreditwürdigkeit von Kunden eine Selbstverständlichkeit. Auch potenzielle Auftraggeber, Kooperationspartner oder Lieferanten werden vor wichtigeren Vertragsabschlüssen durchleuchtet. Zwar sind die Informationen bekannter Wirtschaftsauskunfteien wie ...

... keine Garantie gegen Forderungsausfall und andere Wechselfälle des Geschäftslebens. Die Wahrscheinlichkeit, bei wichtigen Abschlüssen auf die Nase zu fallen, lässt sich durch rechtzeitige Bonitätsauskünfte jedoch spürbar senken. Das gilt auch und gerade für die Lieferung hochwertiger (Konsum-)Güter an Verbraucher: Allein die Zahl der Privatinsolvenzen ("Eidesstattliche Versicherung", vormals "Offenbarungseid") stieg im vergangenen Jahr um fast 10 Prozent auf über 130.000.

Teure Business-Detektive

Das Zusammentragen und Aufbereiten von Informationen aus öffentlich zugänglichen und Insider-Quellen lassen sich die Auskunfteien in der Regel teuer bezahlen. Zusätzlich zu jährlichen Mitgliedsgebühren in Höhe von mehreren Hundert Euro, zum Teil sogar über tausend Euro, fallen Kosten für die einzelnen Auskünfte an. Richtig teuer wird es bei differenzierten Analysen des wirtschaftlichen Erfolgs, Auswertung aktueller Geschäftsberichte oder Bilanzen etc.

Dabei können bereits die wichtigsten Standardauskünfte das Forderungsausfall-Risiko bereits deutlich senken Denken Sie nur an Negativmerkmale wie:

  • laufende Insolvenz- oder Inkassoverfahren,

  • eidesstattliche Versicherungen,

  • gerichtliche Forderungstitel oder

  • Haftanordnungen.

Bonitätsauskunft 'on demand'

Logo bonitaetfinder.deSolche Basis-Informationen erhalten Sie auch beim Online-Auskunftsdienst bonitaetfinder.de, der nach eigenen Angaben auf 35 Millionen Datensätze verschiedener deutscher Auskunftsstellen zurückgreifen kann. Das Zahlungsverhalten abgefragter Personen und Unternehmen wird in Form von Ampel- und Scoringwerten (Schulnoten von 1 bis 6) ausgedrückt. Die klassische Bonitätsauskunft enthält darüber hinaus zahlreiche Merkmal-Codes (z. B. "EV" = Eidesstattliche Versicherung, "FRP" = Fruchtlose Pfändung oder "ZWA" = Zwangsvollstreckung), deren Bedeutung Sie einem Bonitätsindex entnehmen können.

Erfreulich: Laufende Grundgebühren fallen dabei nicht an. Und: Die Abfragen sind mit jedem aktuellen Browser möglich, sofern Java und Javascript aktiviert sind. Die Kosten der wichtigsten Auskunftarten im Überblick (sämtliche Angaben verstehen sich inklusive Mehrwertsteuer = Bruttowerte):

  • Personen-Bonitätsauskunft ohne Scorewert-Berechnung: 4,25 Euro,

  • Personen-Bonitätsauskunft mit Scorewert-Berechnung: 4,85 Euro,

  • Adressprüfung von Privatpersonen: ab 2,99 Euro,

  • Firmen-/Unternehmens-Bonitätsauskunft (Kurzauskunft zur Liquiditäts- und Risikoabschätzung): 10,15 Euro,

  • Kombinierte Personen-/Unternehmensauskunft: 12,95 Euro und

  • Firmen-/Unternehmens-Vollauskunft: 29,95 Euro.

Für Auskünfte über österreichische Personen und Unternehmen gelten abweichende Konditionen. In dem Fall liegen die Gebühren zwischen 7 Euro (Privatkunden) und 45 Euro (Firmen-Vollauskunft). Weitere Informationen finden Sie auf der Seite Kosten & Preise.

Die Bezahlung erfolgt per PayPal. Das Online-Zahlverfahren Click&buy von Firstgate wird seit April 2010 nicht mehr unterstützt. Stammkunden können auch auf Lastschrifteinzugsverfahren mit monatlicher Rechnungslegung umstellen.

Kostenlose Mitgliedschaft

Vor der ersten Nutzung von bonitaetfinder.de müssen Sie sich einmalig registrieren. Nach Angabe Ihrer persönlichen Daten erhalten Sie eine E-Mail mit einem Freischalt-Link, über den Sie Ihre kostenlose Mitgliedschaft bestätigen. Innerhalb von 48 Stunden (meist schneller) können Sie dann mit der Freigabe durch den Anbieter rechnen. Sobald die vorliegt, kommen Sie in wenigen Schritten zur gewünschten Bonitätsauskunft.

  1. werden Sie gefragt, in welcher Eigenschaft Sie die Anfrage stellen (Gewerbetreibender, Verkäufer / Vermieter von Immobilien, Privatperson),

  2. geben Sie an, welcher Anfragegrund vorliegt (z. B. Geschäftsanbahnung, Forderung, Kreditanfrage oder Mieterauskunft).

  3. tragen Sie Name und Anschrift der betreffenden Person ein. Bei Firmen muss die Rechtsform angegeben werden, dafür kann der Straßenname entfallen.

    Bild vergrößernEingabemaske der Personenabfrage

Ohne komplette Anschrift sind die Bonitätsauskünfte nicht möglich - weitere Angaben, wie Geburtsdatum und Telefonnummer, sind nicht erforderlich, können die Nachforschungen aber erleichtern.

Wird die gewünschte Person bzw. das gesuchte Unternehmen ermittelt, landen Sie direkt im Paypal-Bezahldialog. Sobald Sie die "Beauskunftung" bezahlt haben, wird das Ergebnis der Bonitätsprüfung direkt am Bildschirm angezeigt.

Praxistipp: Einen ersten Eindruck vom Ablauf eine Online-Auskunft von bonitaetfinder.de bekommen Sie auf der Demo-Seite des Anbieters.

Datenschutz-Voraussetzungen

Bonitätsabfragen sind Ihnen laut Datenschutzgesetz nur dann erlaubt, wenn Sie ein "berechtigtes Interesse" an den Daten haben. Beweisen müssen Sie das normalerweise nicht, es genügt, wenn Sie auf den Eingabemasken des Anbieters bestätigen, dass Sie ...

  • Gewerbetreibender (in der Geschäftsanbahnung),

  • Vermieter oder Verkäufer einer Immobilie oder

  • eine Privatperson sind, die Auskünfte über den Käufer von Waren einholen will.

Und nur in dieser Eigenschaft dürfen Sie die ermittelten Daten auch verwenden. Eine darüber hinausgehenden Nutzung, z. B. für Marketingzwecke, ist nicht erlaubt.

Fazit

Zugegeben: Vertragsrisiken werden durch Online-Bonitätsauskünfte nicht vollständig ausgeräumt. Wer seine "Pappenheimer" besser kennt, kann die Wahrscheinlichkeit von Forderungsfällen jedoch deutlich verringern. Dass diese Möglichkeit auch ohne laufende Kosten zu erschwinglichen Konditionen im Einzelfall auf Abruf besteht, senkt die Nutzungsschwelle und erleichtert auch kleineren Unternehmern und Selbstständigen den Einsatz von Bonitätsprüfungen.

Weiterführende Lektüre

Unter der Überschrift Forderungsmanagement mit Bordmitteln haben wir vor einiger Zeit grundlegende Empfehlungen zum Umgang kleinerer Betriebe mit "offenen Posten" gegeben. Der rechtliche Rahmen des Mahnverfahrens ist unter "Die Mahnung - das unbekannte Wesen" beschrieben.

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Toller PR-Artikel, der aber leider ein wenig an der Realität vorbeigeht !

Bonitaetsfinder.de arbeitet mit click and buy. Hierfür ist eine eigene Registrierung notwendig. Gut und schön,klappt aber leider nicht immer.

Ganz schlimm ist, das Zahlungen per Prepaid-Karten (sog. Debit-Cards) nicht möglich sind, obwohl diese Karten ja gerade von den großen Organisationen wie z.B. VISA für Zahlungen im Internet geschaffen wurden, um das Transaktionsrisiko bzw. den Kreditkarten-Missbrauch einzudämmen. Dumm gelaufen. Dies kann click and buy leider nicht.

Ansonsten ist von der Service-Euphorie von vor ca. 2008 (als ich bonitaetfinder.de das erst Mal nutzte nicht mehr viel geblieben. Miserable Service-Antworten, blockierte Anwendungen, wenn man auf Sicherheitsgründen auf die Freigabe von Cookies oder Javascript verzichtet und ähnliche schlechte Erfahrungen. Mir reicht´s jetzt in 2011. Ich suche mir einen ordentlichen Auskunftdienstleister bzw. gehe zu meinem Steuerberater, der mir dies auch für 10 Euro erledigt.

Guten Tag, und vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Dass der Anbieter die Aktivierung von Cookies und Javascript voraussetzt, halte ich für vertretbar - bedenklich ist eher, dass im Browser auch Java aktiviert sein muss.
Einmal abgesehen von den - im Beitrag bereits erwähnten anspruchsvollen Sysmtvoraussetzungen: Haben Sie tatsächlich negative Erfahrungen bei Zahlungen an diesen Anbieter gemacht? Oder hat sich hier etwas gegenüber 2008 geändert, als sie mit dem Dienst offenbar zufrieden waren? Und: Lassen Sie uns wissen, wenn Sie einen "ordentlichen Auskunftdienstleister" gefunden haben?
Danke und freundliche Grüße
Robert Chromow

Nette Werbung, allerdings wird nicht erwähnt, dass es auch deutlich günstiger geht.
Firmen, die Ihrer Aufforderung nach, regelmäßig Auskünfte einholen, sind bei einem der etablierten Anbieter sicherlich besser aufgehoben. Hervorzuheben ist die Firma Hoppenstedt Kreditinformationen, welche ohne Gebühren und zu weitaus geringeren Preisen, Kontingenttarife anbietet.
Daher betrachte ich die o.g. Möglichkeit als etwas einseitig.

Danke an den anonymen Vorposter. Ich habe seinen Tipp befolgt und mich über Hoppenstedt, die unter www.myhcc.de zu erreichen sind, informiert. Als erstes bin ich natüröich in Darmstadt bei dem Hauptsitz der Firma gelandet, fand dort allerdings über einen Link schnell die richtige Seite. Leider, so stellte ich fest, werden dort nur Auskünfte über Firmen aus Deutschland angeboten. Aber da ich diese zu 80% benötige, habe ich mich dort für einen Test angemeldet, welcher für kleines Geld erhältlich ist. Und die Qualität und die simple Handhabung haben mich überzeugt. Klare strukturierte Berichte mit "OneView"-Index, alles wesentliche im Blick und freundliches Personal, wenn man mal Fragen hat.
Ich werde künftig dort bleiben und effektiv auch noch sparen, da mich das ganze Mitglieds- und Beitragwesen sowieso störte.