Serienbriefe mit Outlook und Word

Die einzelnen Schritte zum Serienbrief am Beispiel von MS Office 2003

Von: Robert Chromow
Stand: 16. Januar 2008 (aktualisiert)
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Über den Autor: Robert Chromow

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Robert Chromow ist gelernter Industriekaufmann, Betriebswirt und Politologe. Seit über fünfzehn Jahren arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Texter und Berater im eigenen Projektbüro. Print- und Online-Medien beziehen dort Fach- und Serviceartikel sowie Lernmaterialien. Außerdem schreibt er Handbücher, Webtexte und Newsletter für Unternehmen.

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Ausgangspunkt Word

Die Übernahme von Personen- und Adressdaten aus den Outlook-"Kontakten" in Word-Geschäftsbriefe war lange Zeit ein mühsames Unterfangen. Wir erläutern am Beispiel von Serienbriefen die beiden Grundvarianten der Verknüpfung von Outlook und Word.

Dass viele Nutzer der Microsoft Office-Pakete die Personen- und Adressdaten aus den Outlook-Kontakten nicht in ihre Geschäftskorrespondenz übernehmen (können), liegt an einem Geburtsfehler des "persönlichen Informationsmanagers": Denn obwohl das eigentlich mit zu dessen Kernaufgaben gehören sollte, klappte die Anbindung von Outlook an die Microsoft-"Schreibmaschine" Word lange Zeit nur sehr unvollkommen.

Viele Anwender haben das Kapitel deshalb für sich frustriert abgeschlossen und andere (Um-)Wege gefunden, wie sie die Outlook-Datenbestände zumindest für die Erstellung von Serienbriefen nutzen können. Mittlerweile ist zum Glück manches besser geworden: "Im Prinzip" klappt die Verknüpfung jetzt mit wenigen Mausklicks. In der Praxis verlieren unerfahrene Anwender jedoch schnell den Überblick im "Felder"-Dickicht. Außerdem müssen sie erst einmal mit einer unkonventionellen, Office-untypischen Vorlagen-Technik sowie einigen überraschenden Stolperfallen leben lernen.

Doch eine kurze Übungs- und Testphase lohnt sich: Denn anschließend stehen Ihnen Ihre Outlook-Daten nicht nur schnell für das Verfassen von normalen Geschäfts- und Serienbriefen zur Verfügung: Auch personalisierte E-Mailings lassen sich mit der Outlook-Word-Connection gut erstellen. Im ersten Teil des Tipps beschreiben wir die einzelnen Schritte zum Serienbrief am Beispiel der Office-Version 2003.

Variante 1: Ausgangpunkt "Word"

Es gibt zwei verschiedene Herangehensweisen: Entweder Sie starten mit der Adressaten-Auswahl in Outlook oder Sie beginnen mit einem Word-Dokument. Einfacher ist der Einstieg mithilfe der sechs Schritte im Seriendruck-Assistenten von Word:

Bild vergrößernStart mit dem Serienbrief-Assistenten

Serienbrief-Assistent in Word 2003

Der tritt Ihnen in Form einer eigenen Steuerungs-Leiste am rechten Fensterrand entgegen lässt Ihnen im ersten Schritt die Wahl zwischen unterschiedlichen Ausgabeformaten, darunter

  • Briefen

  • E-Mails

  • Umschläge und Etiketten sowie

  • Adress-Listen ("Verzeichnisse")

Wählen Sie dort zunächst "Briefe".

Im zweiten Schritt können Sie auf vorhandene Serienbrief-Dokumente bzw. Dokument-Vorlagen zurückgreifen oder mit einer leeren Datei beginnen.

Ausgangspunkt einfacher Geschäftsbrief

Widerstehen Sie jedoch der Versuchung, eine der fertigen Serienbrief-Dokumentvorlagen des Office-Pakets zu nutzen: Die dort eingefügten Adress-Blöcke (das sind vordefinierte Zusammenstellungen mehrerer Datenbankfelder) stiften nämlich selbst bei erfahrenen Anwendern mehr Verwirrung, als dass sie der Arbeitserleichterung dienen. Am sinnvollsten ist es normalerweise, wenn Sie ein Dokument auf Basis Ihrer üblichen Geschäftsbrief-Vorlage verwenden. Der Vorteil: Sie können die Namens- und Adress-Felder dann gleich an der richtigen Position einfügen.

Entscheiden Sie sich deshalb unter "Startdokument wählen" für die Option "Mit Vorlage beginnen" und wählen Sie anschließend Ihre persönliche Briefvorlage aus.

Im dritten Schritt geht es darum, die gewünschten Empfänger auszuwählen: Aktivieren Sie die Option "Von Outlook-Kontakten wählen" und selektieren Sie dann den Kontakte-Ordner, in dem sich die gesuchten Empfänger befinden:

Bild vergrößernDie Auswahl der Empfänger

Hier können Sie auf recht komfortable Weise entscheiden, wer in den Genuss eines Anschreibens kommen soll und wer nicht. "Alle löschen" bedeutet an dieser Stelle natürlich nur "Markierung aufheben" - gelöscht wird zum Glück gar nichts.

Hier fügen Sie die einzelnen Felder einIn Schritt 4 geht es - abgesehen vom Erstellen des eigentlichen Schreibens - um das Einfügen der richtigen Namens- und Adressfelder aus den Outlook-Datenbeständen. Ignorieren Sie auch hier die vermeintlichen Arbeitserleichterungen in Form vordefinierter "Adressblöcke": Ergebnis sind in der Regel nämlich unvollständige Anschriften (z. B. fehlende Postleitzahl) oder auch die Übernahme unpassender Felder (z. B. das Bundesland).

Nutzen Sie daher statt des "Adressblocks" oder der "Grußzeile..." den Befehl "Weitere Elemente" um die Seriendruckfelder (Auswahl: "Datenbankfelder") einzeln einzufügen. An dieser Stelle ist Word nicht besonders eng mit Outlook verwoben: Die Feldzuordnungen sind uneindeutig und die Bezeichnungen weichen leider von denen in Outlook ab.

Bild vergrößernDie wichtigsten Serienfeld-Bezeichnungen im Word-Assistenten

Im Klartext sieht das dann später so aus:

Bild vergrößern... und nachher im Klartext

Im Schritt 5 erhalten Sie eine Vorschau auf Ihre Briefe. An dieser Stelle können Sie die Empfängerliste nachbearbeiten.

Persönliche Serienbrief-Vorlage erstellen

Das im fünften Schritt fertiggestellte Dokument können Sie übrigens für spätere Wiederverwertung als Dokument-Vorlage abspeichern: Wählen sie dafür unter "Datei" - "Speichern unter" den Dateityp "Dokument-Vorlage (*.dot)" und legen Sie dieses Muster neben Ihren übrigen "Templates" ab.

Per Mausklick auf "Weiter: Seriendruck beenden" landen Sie beim sechsten und letzten Schritt. Mit dessen Hilfe sorgen Sie für den eigentlichen Mischvorgang, das Zusammenführen des Seriendruck-Masterdokuments mit den ausgewählten Datenbeständen. Klicken Sie hier jedoch nicht übereilt auf "Drucken", sondern nutzen Sie den Auswahlpunkt "Individuelle Briefe bearbeiten". Der Befehl sorgt dafür, dass sämtliche Schreiben hintereinander weg am Bildschirm angezeigt werden. Jeder einzelne Brief beginnt dabei selbstverständlich auf einer neuen Seite. Die können Sie dann bei Bedarf von Hand nachbearbeiten, um individuelle Anmerkungen ergänzen und zu guter Letzt dann ausdrucken.

Zwischen-Fazit

Die Einbindung von Outlook-Datenbeständen in Mailings über den Seriendruck-Assistenten von Word hat durchaus seine Vorteile - birgt aber auch manche Probleme: So lassen sich nicht alle Outlook-Felder eindeutig ansprechen, außerdem werden sie mit anderen Bezeichnungen versehen als in Outlook üblich. Deshalb spricht manches für den umgekehrten Weg:

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Anerkennung! Ein sehr fundierter und leicht nachvollziehbarer Beitrag.
Da ich es seit Office 2000 nicht mehr probiert habe, hier noch eine etwas neben dem Thema liegende Frage: Funktioniert die Serienbrieffunktion inzwischen auch, wenn die Dateien im Netz/auf einem Server liegen? Daran hatte ich mir vor Jahren mal die Zähne ausgebissen, bis ich dahinter kam, dass Word 2000 (und auch die Versionen davor) das nicht unterstützt. Professionelle Programme wie Word Perfect konnten so etwas allerdings schon immer. Und deshalb hatte ich damals mit so etwas nicht gerechnet, auch keine brauchbare Fehlermeldung erhalten. Bitte nicht extra ausprobieren, ich brauche das nicht akut. Aber wenn jemand es weiß, interessieren tut es mich schon.
Für das optimale Zusammenarbeiten von Textverarbeitung und Datenbank habe ich früher übrigens egs immer heiß und innig geliebt.

Danke für die nette Rückmeldung und vor allem dafür, dass ich das
> nicht extra ausprobieren
muss. :-)) Bei nächster Gelegenheit kommen wir darauf zurück...
Herzliche Grüße
Robert Chromow

Hallo Herr Chronow,
Ihre akademie.de-Beiträge waren bisher noch immer fundiert und in der notwendigen Tiefe. Überhaupt ist das Niveau der Beiträge bei akademie.de recht hoch. Allerdings nicht immer, vor allem wenn es um Online-Recht geht. Und glauben Sie mir: Nach 15 Jahren IT-Lektorat kann ich das beurteilen.
Mit Genuss habe ich übrigens auch die GEZ-Beitragsreihe gelesen. Und warten tue ich noch immer auf gute Beträge zum Umgang mit notorischen Schuldnern. Aber das ist eine andere Baustelle.
Herzliche Grüße zurück

Vielen Dank für die freundliche Rückmeldung. Was das Thema
"Umgang mit notorischen Schuldnern" angeht: Kennen Sie die Inhalte unserer Rubrik "Forderungsmanagement"
http://www.akademie.de/direkt?pid=41923 ?
Ich finde, diese "Baustelle" ist schon recht weit fortgeschritten... :-)
Danke für Ihr Interesse und herzliche Grüße
Robert Chromow

Danke für die coole Erklärung, ich benutze sie schon viele Jahre.

Grimm Silvia

Voll der Mist das funktioniert nicht.

Ne das ist echt nicht gut.

Gute seite!