P-Konto und Kontenpfändungsschutz

Infos und praktische Tipps für Schuldner

Von: Renate Fluchs-Wullenkord
Stand: 14. Mai 2010
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Über die Autorin:

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Renate Fluchs-Wullenkord ist über 25 Jahre im kaufmännischen Bereich tätig. Seit 2004 leitet sie die Abteilung Forderungsmanagement eines Energie- und Wasser-Versorgungsunternehmens. Sie ist insbesond ...

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Pfändungsschutz

Um Schuldnern zu ermöglichen, am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen, und um zu verhindern, dass insbesondere selbstständige Schuldner nach einer Kontopfändung in ihrer Handlungsfähigkeit stark eingeschränkt werden, hat der Gesetzgeber den Kontenpfändungsschutz ab 1. Juli 2010 beträchtlich erweitert. Die Reformen sollen einen einheitlichen Kontenpfändungsschutz bewirken, der nicht mehr von der Art der Einkünfte abhängig ist.

Wie kann ich mich ab Juli 2010 gegen eine Kontenpfändung wehren?

In einer Übergangszeit vom 01.07.2010 bis zum 31.12.2011 können Sie beim Vollstreckungsgericht beantragen, dass

  • entweder die Pfändung des Guthabens aufgehoben wird oder

  • die Pfändung für eine Dauer von bis zu zwölf Monaten ruht.

Ab 1. Januar 2012 dann können Sie nur noch das Ruhen der Pfändung beantragen.

Damit Ihrem Antrag Erfolg beschieden ist, müssen Sie nachweisen, dass auf dem Konto in den letzten sechs Monaten vor Antragstellung hauptsächlich unpfändbare Beträge eingegangen sind (dazu weiter unten mehr). Und Sie müssen glaubhaft machen, dass sich dies auch innerhalb der nächsten zwölf Monate nicht ändern wird.

Achtung: Das Gericht kann Ihren Antrag ablehnen, wenn diesem sog. "überwiegende Belange des Gläubigers" entgegenstehen (auch dazu weiter unten mehr). Der Kontoschutz kann außerdem aufgehoben werden, wenn die Voraussetzungen nicht mehr vorliegen.

Was muss ich tun, wenn ich die Aufhebung der Kontenpfändung beantragen möchte?

Zunächst müssen Sie nachweisen, dass Ihrem Konto in den letzten sechs Monaten ausschließlich unpfändbare Beträge gutgeschrieben wurden. Unpfändbare Beträge sind bspw.

  • Sozialleistungen (z. B. ALG II, Kindergeld, Elterngeld, Wohngeld etc.) sowie

  • unpfändbares Arbeitseinkommen (also Einkommen innerhalb der Pfändungsfreigrenze).

All das müssen Sie beweisen, indem Sie Ihrem Antrag die Kontoauszüge der letzten sechs Monate beifügen.

Bleiben Sie bei der Wahrheit! Der Gläubiger kann beantragen, dass die Kontoauszüge vollständig eingereicht werden. Falls Sie also vor fünf Monaten einen größeren Betrag - z. B. aus einer Steuererstattung oder einer Überzahlung von Stromabschlägen - erhalten haben, sollten Sie den betreffenden Kontoauszug nicht unterschlagen! Warten Sie mit Ihrem Antrag besser noch einen Monat, denn dann ist dieser Zahlungseingang nicht mehr relevant.

Weiterhin müssen Sie schlüssig darlegen, dass sich Ihre finanzielle Situation in den nächsten 12 Monaten nicht verbessern wird. Die Anforderungen an eine solche Prognose dürfen weder zu hoch noch zu gering sein, sondern müssen die tatsächlichen Aussichten berücksichtigen.

Was heißt das im Klartext? - Ein Gläubiger darf seine Forderungen an Sie nicht überziehen. Wenn Sie bspw. seit langem arbeitslos sind und überdies keine qualifizierte Berufsausbildung haben, kann der Gläubiger nicht von Ihnen erwarten, dass Sie innerhalb weniger Monate einen gut bezahlten Job finden.

Anders verhält es sich in folgendem Fall: Sie sind gut ausgebildet sind und "erst" seit sechs Monaten arbeitslos. In diesem Fall müssen Sie schon bedeutsame Gründe dafür finden, weshalb Sie der Meinung sind, auch noch die nächsten 12 Monate arbeitslos zu sein. Solche Gründe könnten etwa in einer Umschulung liegen oder aus einer Krankheitssituation heraus resultieren. Aber: Bleiben Sie auch hier bei der Wahrheit! Wenn Sie angeben, aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten zu können, müssen Sie damit rechnen, dass der Gläubiger bei Gericht beantragt, Sie vom Amtsarzt untersuchen zu lassen!

Wenn Sie arbeitslos sind, sollten Sie sich bei Jobangeboten des Arbeitsamtes ernsthaft um diese Stelle bemühen. Weisen Sie auch auf andere Weise nach, dass Sie ernsthaft an der Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit interessiert sind. Schreiben Sie Bewerbungen, reagieren Sie auf Stellenausschreibungen im Internet, in Zeitungen etc. Dokumentieren Sie, wenn Sie sich telefonisch nach einer Stelle erkundigen: Schreiben Sie auf, wann genau Sie bei welcher Firma angerufen und mit wem Sie gesprochen haben.

Fragen Sie beim Arbeitsamt nach, an welchen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen Sie teilnehmen können. Welche Angebote gibt es im Bereich eines professionellen Bewerbungstrainings?

Beachten Sie: Falls ein Gläubiger Ihre Bemühungen um Rückkehr ins Arbeitsleben begründet bezweifelt, kann er beantragen, dass Nachweise (z. B. von Bewerbungen) angefordert werden! Wenn Sie dann nichts vorweisen können, haben Sie schlechte Karten.

Gem. § 833a ZPO haben Sie als Schuldner glaubhaft zu machen, dass innerhalb der nächsten 12 Monate nach Antragstellung nur ganz überwiegend nicht pfändbare Beträge zu erwarten sind. Somimt würde es nicht ausreichen, einfach zu behaupten, krank zu sein oder längerfristig keinen Job zu finden.

Sie müssen diese Behauptung begründen und damit rechnen, dass der engagierte Gläubiger sich diese Begründungen ganz genau ansieht. Wenn der Gläubiger begründete Zweifel an dem Wahrheitsgehalt der Behauptungen hat, kann er bei Gericht beantragen, dass die entsprechenden Nachweise (z.B. Bewerbungen oder die Vorlage eines amtsärztlichen Attestes) beigebracht werden. Selbstverständlich ist dies aber "nur" ein Antrag; es bleibt abzuwarten, ob das Gericht diesem Antrag folgen wird oder nicht.

Beispiel 1: Der Schuldner ist seit über sechs Monaten arbeitslos und hat (ohne Nachweise) angegeben, auch weiterhin keinen Job finden zu können. Der Gläubiger unterhält Kontakte zu dessen privatem Umkreis (Verein, Chor, ...) und erhält von dort die Information, dass der Schuldner mit seiner Arbeitslosigkeit ganz zufrieden ist und gar nicht daran denkt, ins Arbeitsleben zurückzukehren. Mit dieser Information kann sich der Gläubiger an das Vollstreckungsgericht wenden und beantragen, dass der Schuldner seine Behauptung, keine Arbeit zu finden, mit entsprechenden Bewerbungen um Arbeitsaufnahme nachweist.

Beispiel 2: Der Schuldner bezieht ALG II (Hartz IV) und hat angegeben, wegen einer schweren Herzschwäche auch in Zukunft nicht erwerbstätig sein zu können. Der Gläubiger hat aber in Erfahrung gebracht, dass der Schuldner sein Einkommen durch temporäre Arbeiten bei Privatpersonen (Renovierung von Häusern, Raumpflege, Privat-Friseurin ...) aufbessert. Aufgrund dieser genauen Angaben kann der Gläubiger beim Vollstreckungsgericht den Nachweis der dauernden gesundheitlichen Arbeitsunfähigkeit beantragen (ganz abgesehen davon, dass sich der Schuldner bei diesem Beispiel strafbar macht).

Allerdings: Da der verbesserte Kontopfändungsschutz (inkl. Pfändungsschutzkonto) ganz neu ist, liegen noch keine Erfahrungswerte vor, wie Gerichte in den o.a. Fällen tatsächlich handeln werden. Ein interessierter Gläubiger wird solche Anträge allerdings stellen, unabhängig davon, wie hoch die Erfolgsquote ist.

Sie sind also derzeit keinesfalls verpflichtet, Bewerbungen vorzulegen oder ein amtsärzliches Gutachten beizubringen. Es besteht jedoch die Gefahr, dass der Gläubiger solches beantragen kann.

Als letzte Hürde in Ihrem Aufhebungsantrag steht jetzt noch die Interessensabwägung zwischen Ihren und den Interessen Ihres Gläubigers.

Kann der Gläubiger nachweisen, dass seine Interessen die Ihren überwiegen, wird Ihr Antrag auf Aufhebung der Kontenpfändung sehr wahrscheinlich abgelehnt. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn

  • seine Forderung aus einer unerlaubten Handlung Ihrerseits resultiert.

    Beispiele:
    Claudia Mietnomadin weiß bereits bei Abschluss des Mietvertrages, dass sie die Mieten für die luxuriöse 150m²-Wohnung nicht wird bezahlen können. Sie nimmt die Schädigung des Vermieters daher bereits bei Vertragsabschluss billigend in Kauf.
    Hugo Abzocker kann die Hypothekenraten für sein heruntergekommenes Häuschen nicht mehr bezahlen; es ist nur noch eine Frage der Zeit, bevor das Zwangsversteigerungsverfahren eingeleitet wird. Bevor das Gutachten für die Festsetzung des Immobilienwertes angefertigt wird, beauftragt er eine Dachdeckerei, das Dach neu zu decken, wohl wissend, dass er auch diese Rechnung nicht wird bezahlen können. Er nimmt daher die Schädigung der Dachdeckerei billigend in Kauf.

  • Sie als Schuldner Unterhaltsverpflichtungen nachkommen müssen (bei Kindern oder nach einer Scheidung etc.).

  • es um Renten wegen Verletzung des Körpers/der Gesundheit (Schmerzensgeldrente nach einer Verletzung mit dauerhafter Schädigung) geht.

Übrigens: Für die überwiegenden Interessen des Gläubigers dürfte auch sprechen, wenn dieser nachweisen kann, dass Sie sich andauernd seinen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen entzogen haben.

Basieren Ihre Schulden auf einem der oben genannten Gründe, sollten Sie sich mit Ihrem Gläubiger in Verbindung setzen. Schildern Sie Ihre finanzielle Situation und suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Gläubiger nach einer Lösung. Bieten Sie ggf. auch an, Raten aus Ihrem unpfändbaren Einkommen zahlen. Wichtig ist es, eine Vereinbarung mit dem Gläubiger zu treffen, damit dieser Ihrem Aufhebungsantrag nicht entgegenwirkt!

Versuchen Sie, außerordentliche Einkünfte zu erzielen, die Sie an Ihren Gläubiger abtreten. Er wird Ihnen bei Ihrem Aufhebungsantrag sicherlich nicht im Wege stehen, wenn Sie z. B. Brötchen ausfahren, Zeitungen austragen oder an der Tankstelle aushelfen und diesen Verdienst direkt an ihn weiterleiten.

Falls ein Gläubiger mit seinem Gegenantrag trotz allem erfolgreich sein sollte, bleibt Ihnen nur noch die Möglichkeit, wegen besonderer Härten einen Antrag nach § 765a ZPO zu stellen. Allerdings müssen Sie dann schlüssig vortragen und nachweisen, dass die Kontenpfändung für Sie eine größere Härte darstellt als die Aufhebung der Pfändung für Ihren Gläubiger.

Beachten Sie: Ein Gläubiger kann jederzeit (!) einen Antrag auf Aufhebung des Pfändungsschutzes stellen, wenn er nachweisen kann, dass die von Ihnen vorgetragenen Umstände nicht mehr gegeben sind oder nie wirklich gegeben waren. Aus diesem Grunde sollten Ihre Angaben stets wahrheitsgemäß und aktuell sein. Geben Sie von selbst bei Gericht an, falls sich z. B. die Zahl der unterhaltspflichtigen Personen verringert. Informieren Sie das Gericht, wenn Ihr Kind eine Ausbildung aufnimmt und eine Ausbildungsvergütung erhält. Seien Sie Ihrem Gläubiger immer einen Schritt voraus!

Was ändert sich sonst noch an den Kontenpfändungsschutzbestimmungen?

Das Guthaben auf dem gepfändeten Konto darf nicht bereits nach zwei Wochen, sondern erst vier Wochen nach Zustellung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses an den Gläubiger ausgezahlt werden.

Wenn ein Gläubiger weiß, dass Ihr Konto zwar normalerweise kaum pfändbare Beträge aufweist, aber z. B. in einem Monat eine Steuererstattung zu erwarten ist, kann er das zukünftige Guthaben pfänden lassen. Hier können Sie bei Gericht beantragen, dass auch diese zukünftige Gutschrift erst vier Wochen nach Eingang an den Gläubiger geleistet werden darf.

Nicht wiederkehrende Gutschriften (z. B. Steuererstattungen, Zahlungseingänge von Versicherungen nach einem Schadensfall, Teilerstattungen Ihrer Krankenkasse für die Zahnarztrechnung) werden erst vier Wochen nach Zustellung des Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses an den Gläubiger ausgekehrt.

Bei künftigen Tagesguthaben können Sie beim Vollstreckungsgericht beantragen, dass eine Auszahlungsfrist zu beachten ist, damit die Gutschriften, die zu diesem Tagesguthaben (= Saldo auf Ihrem Konto) führten, nicht gepfändet werden, auch wenn Sie dieses Geld nicht sofort abrufen.

Was kann einen solchen Antrag begründen?

Sie müssen ein berechtigtes Interesse darlegen und nachweisen, dass die erwartete Gutschrift nicht der Pfändung unterliegt. Gute Argumente dürften eine bevorstehende Heirat oder Geburt liefern, aber auch die Existenz einer weiteren unterhaltsberechtigten Person.

Beispiele:
Sie möchten heiraten. Sie freuen sich über die Ankündigung Ihres Patenonkels, der Ihnen 300 Euro überweisen möchte, damit Sie Trauringe kaufen können.
Sie erwarten Familienzuwachs. Logisch, dass sich erst nach der Geburt die Zahl Ihrer unterhaltspflichtigen Personen erhöhen wird. Allerdings können Sie dem Gericht schlüssig nachweisen, welcher Betrag für die Baby-Erstausstattung von Ihnen benötigt wird.

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trotz p-kontos und hartz 4 gepfändet?

Hallo!

Ich bin seit knapp 1 Jahr Hartz 4 Empfänger! Leider hatte ich bevor ich Arbeitslos wurde noch offene Schulden, die ich vor meiner Arbeitslosigkeit in monatlichen Raten abbezahlt habe. Seit Hartz 4 ist mir das aber nicht mehr möglich. Daher haben 2 Gläubiger von mir, vor 4-5 Monaten mein Konto Pfänden lassen. Der Gerichtsvollzieher hatte mich schon auf das neue P-Konto hingewiesen und ich habe mich dann auch sofort mit meiner Bank (Postbank) in Verbindung gesetzt und mein Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen. Jetzt am 29. September hatte ich noch 154,00 Euro aufm Konto, was mir die Postbank aber nicht mehr auszahlen lassen wollte und es für die Pfändung zurückhält. Da ich aber Hartz 4 Empfänger bin und der Freibetrag auch nicht überschritten wurde, dürfen die da doch eigentlich gar nicht dran. Ich habe seit dem schon mehrfach probiert die Pfändungsstelle der Postbank zu erreichen. Allerdings wird man dort nach wenigen Minuten automatisch aus der Leitung geworfen. Wie bekomme ich jetzt mein Geld zurück? Was kann ich tun?

Danke im vorraus!

Freigabe vom Schalter aus

ich würde zur Filiale gehen und die da so lange belatschen, bis die die Pfändungsstelle anrufen und die Freigabe erreichen und wenn sie sich weigern, dann gleich drauf hinweisen dass Du dich an den Ombudsmann wenden wirst http://bankenverband.de/service/beschwerdestelle

Allerdings kannst du im Lauf eines Monats immer nur den pfändugnsfreien Betrag abheben, vielleicht ist der Rest dann eine Nachzahlung oder sowas?

P-Kto. Freibetrag

Der hier aufgeführte Freibetrag pro Monat sollte aktualisiert werden.

Aktuell liegt er bei € 1.o45,o4

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Jehnes
ehrenamtlicher Schuldnerberater bei CARITAS Gummersbach

P-Konto

Hallo! ich habe eine Frage: Ich liege jeden Monat unter dem pfändungsfreibetrag außer wenn ich im dezemeber eine sondervergütung bekomme. ich habe zu den gesetztlichen Pfändungsfreibetrag von 1028,89 Euro ja noch 2 kinder und meine lebensgefährtin bekommt nur landeserziehungsgeld.Muß ich für sie auch mit sorgen? Wie hoch wäre dann mein pfandfreier monatlicher Sockelbetrag wenn ich das alles mit einrechne? Ich komme auf verschiiedene ergebnisse, die bank hat einen anderen Betrag als ich errechnet. Bitte helfen sie mir! Danke

Dein Anliegen

Lieber Gleichgesinnter, ich habe mit grosser Verbitterung feststellen müssen, dass in diesem, unserem Staate leider mit 2-erlei Mass gemessen wird! Unternehmen haben Geld für die besseren Anwälte und wir müssen vor Gericht betteln, um einen Beistand zu bekommen. Soll heissen: jedes Gesetz kann - mit dem richtigen "Rechtsverdreher" gezogen werden wie ein Meter heisser Asphalt. Meine Erfahrung: NERVEN bis zum geht nicht mehr! Laut Gesetz darf man Dir die Existenzgrundlage nicht entziehen! Unser Grundgesetz sagt, dass JEDER ein Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit hat. In diesem Falle wird dieses Gesetz missachtet oder sogar untergraben. Weiterhin berufe Dich auf das AGG (allgemeine Gleichbehandlungsgesetz), welches Diskriminierung verbietet (gleiches Recht für alle). Setze Dich weiterhin mit Deiner Bank in Verbindung und brülle da ruhig mal. Hätte noch mehr Tipps. Mail.:guyaneguido@gmail.com Tel.:0160-5029769

erneute Pfändung auf P-Konto

hallo,
auf meinem als p-konto geführten girokonto sind mehrere pfändungen eingegangen. bei den ersten habe ich durch beschluss vom ag den freibetrag erhöhen können. durch die verzögerung der beschlüsse hat sich auf dem konto ein wenig geld angesammelt. nun ist erneut eine pfändung eingegangen.
wird nun von dem angesammelten geld nur der neue gläubiger bedient, oder geht das der reihe nach, obwohl für die ersten beschlüsse vorliegen?
danke

P-Konto

Hallo, mir ist nicht so ganz klar, was Sie wissen möchten. Wenn Sie ein P-Konto haben, können Sie jeden Monat über den Freibetrag verfügen - also über den Basispfändungsschutz plus der Summe, um den Sie diesen erhöht haben. Wenn Sie in einem Monat nicht das gesamte Geld abheben, können Sie es im nächsten Monat noch abheben. Aber im übernächsten Monat ist es wieder der Pfändung unterworfen - wie im obigen Artikel beschrieben. Was über den Basispfändungsschutz hinausgeht, erhalten die Gläubiger, in der Reihenfolge, in der sie ihre Ansprüche angemeldet haben. D. h., der Gläubiger, der zuerst einen Pfändungsbeschluss erwirkt hat, erhält den gesamten pfändbaren Betrag, die anderen müssen sich in der Reihenfolge der erfolgten Pfändungen hinten anstellen.

Hallo, ich habe 3 Kinder, vom

Hallo,

ich habe 3 Kinder, vom Vater leben wir getrennt.

Er war bis Dezember 2011 selbstständig, seine Firma hatte ein sehr gutes Standbein.

Sein Gewinn im Jahr 2011 waren ca. 50.000 €.

Wir haben seit September 2011 einen Beschluss, das der Kindsvater für jedes Kind 110 % zahlen muss.

Darauf hat sich der Vater ab Februar 2012 arbeits gemldet und bekommt ca. 680,00 € Arbeitslosengeld monatlich.

Er hat sich arbeitslos gemeldet, um objektiv nicht mehr zahlungsfähig zu sein.

Wir haben den Gerichtsvollzieher hin geschickt, ohne Erfolg. Vater musste auch eid. Versicherung abgeben, auch ohne Erfolg. Er hat nicht wahrheitsgemäße Angaben gemacht, nur leider fehlen mir die Beweise dafür!

Jetzt haben wir seine Kontos pfänden lassen.

Hat er auch Anrecht auf ein P-Konto? Die Kontos sind gepfändet, weil er einfach den Unterhalt der Kinder nicht zahlt.

Liebe Grüße

Habe es auch versucht

Liebe Geschädigte, ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich einmal den selben Weg versucht habe (bin männlich) und kläglich gescheitert bin. Heute bereue ich das zutiefst (nicht des Geldes wegen, sondern wegen meines Sohnes), dass ich mich um diese Sache nicht gekümmert habe (mit Sache ist nicht mein Kind gemeint). Du bekommst ja Dein Geld von sozialen Diensten (welche auch immer) und sein Schuldenberg wächst und wächst (das geht bis zum Knast). Nun zu Deiner Frage: ja, er hat das Recht auf ein P-Konto. Allerdings wird er angehalten sich Arbeit zu suchen um seinen Verpflichtungen nachkommen zu können. Entschuldigt wird das nur wegen Krankheit oder sonstigen Härtefällen. Keine Angst - der wird gejagt (wie ich es auch wurde und meine Fehler einsah). Da kommt er nicht raus! Ich wünsche alles Gute!!!

Privatinsolvenz Treuhänder will Konto nicht freigeben

Folgender Fall

Meine Freudin war bei der Diakonie und hat sich da beraten lassen, dieser hat die Privatinsolvenz aufgenommen. Er hat meiner Freundin gesagt sie braucht kein P-Konto da sie unter der Grenze liegt für eine Pfändung. Gestern wurde das Konto gesperrt davor ging das Geld von 1300 Euro für den Mutterschutz (sie ist Schwanger im 8ten Monat) für die nächsten 6 Wochen ein. Gestern hat sie kontakt zum Treuhandverwalter aufgenommen. Und dieser hat erklärt das sie ein P-Konto braucht. Dies hat sie auch gestern dann umgeändert. Nun beruft sich der Treuhändler das er das Konto nicht freigeben kann da es bei der Insolvenz kein P-Konto war. Nun hab ich hier gelesen das dieses P-Konto auch im nachhinein noch ein P-Konto rückwirkend wirkt! Der Treuhändler sagt er versucht es auf dem Gericht eine Ausnahme zu erwirken aber es seid nicht Gesetz, meine frage es kommt nun 6 Wochen keine Einnahmen von was soll meine schwangere Freundin leben? Sie hat noch ein 5 jährigen Sohn. Kann man eine freigabe des Geldes erzwingen ?

ich würde über jede hilfreiche Antwort freuen

Wenn der Basispfändungsschutz nicht ausreicht ...

Hallöchen

der Basispfändungsschutz wurde ja schon erhöht, nur die Bank will uns dennoch einen Betrag von 240 Euro erst am nächsten Monatsanfang Auszahlen.

Eine Begründung wieso und warum erhilten wir bis heute nicht, die Bank weiß das ich Kinder zu versorgen haben, allerdings Interessiert es die nicht.

Ich weiß leider nicht was ich noch tun kann und wo ich mich hinwenden kann. An meine Bank brauche ich mich nicht wenden da bin ich kläglich gescheitert.

P Konto

Hallo

ich hätte da mal eine frage, wir haben seit anfang des Jahres ein P Konto und jeden monat kann ich mit neuen Schikaniereien rechnen, nun ging es los das ich erst einen Tag später an mein Geld ran komme obwohl es schon drauf ist, ok das ist soweit noch einigermaßen vertretbar, aber heute wollte ich 200 Euro abheben, 500 waren noch drauf, da sagten die mir am Schalter das sie mir nur 185 € auszahlen dürfte, warum wisse sie nicht, als sie dann auf der Hauptstelle nachfragte hieß es dann das der Rest als Sicherheit bis anfang nächsten Monat gesperrt sei ???
das wäre jetzt Gesetzlich verankert, ich habe bisher nicht einmal etwas schriftliches darüber erhalten. Was kann ich tun das ich trotzallem an mein Geld komme?? Ich liege mit meinem Lohn unterhalb der Pfändungsgrenze und habe Kinder zu versorgen ich kann ja nicht warten bis der Monat rum ist.

Danke schon mal im voraus

Wenn der Basispfändungsschutz nicht ausreicht ...

Haben Sie denn schon mal versucht, den Basispfändungsschutz zu erhöhen?
Im Artikel finden Sie dazu folgende Informationen:

"Sobald Sie Ihr Konto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt haben, gilt automatisch ein Basispfändungsschutz in Höhe von 1.028,89 Euro.

Falls Sie einen höheren Pfändungsschutz benötigen, weil z. B. von den eingehenden Einkünften auch der Lebensunterhalt für Ihre Kinder bestritten werden muss, können Sie beim Vollstreckungsgericht einen entsprechenden Antrag auf erweiterten Basisschutz stellen.

Wichtig: Alternativ genügt es auch, der Bank Nachweise vorzulegen, aus denen hervorgeht, dass der Basispfändungsschutz erhöht werden muss. Das Gesetz schreibt bislang keine besondere Form für diese Nachweise vor.

Ab dem 1. Juli 2010 können solche Nachweise oder entsprechende Bescheinigungen von öffentlichen Stellen (z. B. Sozialämtern, Arbeitsämtern), von Arbeitgebern oder von anderen geeigneten Personen (z. B. Schuldnerberatungsstellen) ausgestellt werden."

hallo , ich idiot habe keinen P konto erstellt.....und zwar folgendes, ich beziehe hartz 4 und hatte schulden bei alice hansenet....die meldeten sich lange zeit nicht und nun summierte sich das auf ca 700!!! euro!!!....jetzt kommt der hammer : auf meinem konto wurden am 28.12 700 euro von alice abgebucht einfach so per lasstschrift verfahren !ich war heute erst bei der bank um zu schauen, mich traf der schlag!so hatte bescheid gesagt das das schnellstmöglichst rückgebucht werden soll! jetzt lese ich das erst mit dem P KONTO zum ersten mal grade..... also im klartext heisst das dann ja, das ich am 2.1.2012 ohne einen cent da stehe weil alice das geld behalten kann da ich dieses konto nicht besitze richtig? oder muss mein konto sich in einerpfändung befinden???die benutzten lasstschrift! ich finde das ist von alice so eine grosse sauerei, das sind richtig gemeine unfreundliche geldgeier!! ich hab dann am montag kein geld für 2 monate da ich hartz 4 besitze! und dann is mein papa noch verstorben.....geht sowas, dürfen die das!

lieben dank fürs lesen

gruss svenjoe

An vom 22.12.2011:
Nein, wenn das Insolvenzverfahren eröffnet ist, können die Gläubiger nicht mehr pfänden. Der Treuhänder muss allerdings Ihr Konto freigeben. Die Bank sperrt das normalerweise, sobald sie von der Eröffnung des Insolvenzverfahrens erfährt.

Hallo,
wenn ich mich gerade in Privat-Insolvenz befinde, können Gläubiger überhaupt noch zusätzlich von meinem Konto pfänden?

Wenn man einen Dispo hat,streicht eine Bank dann den Dispo bei einem P Konto´?

Hallo, ja das machen die und

Hallo,
ja das machen die und solange man bei der Bank im Minus ( Dispo ) ist, bekommt man auch ganz sicher nicht einen einzigen Cent. Ich habe es selber erlebt.

Hallo
Wir haben unsere Pfändungsschutzgrenze verbraucht,nun ist aber das Kindergeld aufs P-Konto eingegangen und die Bank ,möchte wegen des bereits verbrauchten Basispfändungsschutz /Freibetrages das Kindergeld nicht auszahlen und ich brauche es diesen Monat...blödes Weihnachten..doch recht dringend.Was kann ich da tun? Zum Gericht laufen und um Erhöhung bitten? Nein,das dauert doch zu lange. Oder muß das Kindergeld,das eine Soziallleistung ist,trotz ereichtem Freibetrag ausbezahlt werden,weil das Kindergeld nicht zum Basispfändungsschutz dazu gerechnet wird ? Oder wie ode was? Man,da raucht einem der Kopf. Leider kann ich im WWW nichts dergleichen finden,daher stelle ich mal hier die Frage,in der Hoffnung,jemand kann mir diese beantworten. Vielen Dank schonmal im voraus;

Guten Tag,

für die Höhe der Kontoführungsgebühren gibt es in der Tat keine gesetzliche Grundlage, wohl aber einen Passus in der Bundestags-Drucksache 16/12714, der besagt, dass die allgemein übliche Preisgestaltung nicht überschritten werden darf.

Im Übrigen gibt es inzwischen einschlägige Gerichtsurteile, bspw. http://www.infodienst-schuldnerberatung.de/fileadmin/user_upload/Rubrike....

Mit besten Grüßen,
Redaktion akademie.de

Forderungsmanagement eines Energie- und Wasserversorgungsunternehmens? Na dann sind wir ja "gut" beraten... *lach*

"Die Kontoführungsgebühren dürfen nicht höher sein als bei normalen Konten." ist schlichtweg falsch, denn dazu gibt es bis Dato keinerlei Gesetzliche Grundlage!

Hallo

wir (Eheleute) beziehen beide Altersrente. Ich (Frau) ist Kontoinhaber und die Rente von Ehemann geht auch auf dieses Konto (Postbank).
Da Pfändungen möglich sind, möchte ich dieses in ein P-Konto umwandeln- geht das???

kann man ein P-Konto zurück wandeln in ein normales konto?

Guten Tag,

die Kontoführungsgebühren bei einem P-Konto dürfen nicht höher sein als bei normalen Konten. Ob 5 Euro im Rahmen liegen, hängt von Ihrer Bank ab.

Mit besten Grüßen,
Redaktion akademie.de

darf eine bank eine monatliche Gebühr in höhe von 5,0 €
für ein P - konto verlangen ?

Hallo, ich habe zur Zeit noch kein P-Konto gemacht weil ich mein Lohn bar ausgezahlt bekomme . Ich bekomme 660 Brutto und von der Arge etwas unter 40 Euro ( Scheck). Miete wird direkt an dem Vermieter gezahlt .Auf mein noch bestehendes Konto ist eine Pfändung und ich bin mir noch nicht schlüssig ob ich dieses Konto umwandeln soll. Wenn ich es nicht tue kann man meinen Lohn beim Arbeitgeber pfänden ? Ich bin ja noch unter der Pfändungsgrenze !

Hallo, ich möchte mein Konto in ein P -Konto umwandeln, bekomme aber Unterhaltsvorschuß, ist es zulässig, dass ich diesen auf das Girokonto meiner Tochter überweisen lasse? Da ich den U.Vorschuss nicht als Freibetrag schützen kann, also ist dieser Pfändbar.

Ich bin schon in Privatinsolvenz und ein Teil meines Einkommens (Rente) wird an den Insolvenzverwalter abgeführt. Muß ich auch ein P-Konto einrichten?

sehr geehrte dam,en und herren,
ich hoffe sie können mir weiter helfen habe ein riesiges problem
habe eine konto pfändung ein p konto und habe jetzt
das kindergeld von april an für meine neu geborene tochter überwiesen bekommen
doch die sparkasse will das geld nicht auszahlen was ich sehr dringend benötige
was kann ich da unternehmen?
zum amtsgericht??
bitte antworten sie schnellst möglich
mit freundlichen gruß s.reiter
steffireiter@rocketmail.com

muß ich in der wvp mein girokonto in ein p- konto
umwandeln
gruß h.

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