Schutz einrichten
Schutz einrichten
Die Technik für den Zugriffsschutz erfolgt mit zwei speziellen Dateien:
.htaccess in jedem zu schützenden Ordner einzeln
.htpasswd mit der zentralen Liste aller Benutzer/Passwörter
Die .htaccess-Datei steht in jedem einzelnen Verzeichnis, welches mit Passwort geschützt werden soll, während .htpasswd lediglich einmal auf der Website enthalten ist.
Unterstützt der Provider diese Technik?
Nicht alle Provider und vor allem nicht die billigen Homepage-Angebote unterstützen diese Technik. Ob Ihr Provider dabei ist, lesen Sie im Beitrag "Top secret: So verpassen Sie Ihrer Website einen Zugriffsschutz per .htaccess".
Datei .htaccess erstellen
Die .htaccess-Datei enthält alle Angaben dazu, wie das Verzeichnis geschützt werden soll, in dem sie sich befindet. Wenn deren Unterverzeichnisse keine eigene .htaccess enthalten, gelten die Angaben dort ebenfalls.
Schreibweise des Dateinamens beachten
Ganz wichtig ist hier, dass die beiden Dateinamen mit einem Punkt beginnen und keine Endung besitzen. Leider verweigert der Windows-Datei-Explorer die Eingabe eines solchen Dateinamens mit Punkt am Anfang. Sie müssen die Datei daher beliebig benennen, auf dem Server umbenennen (da ist das möglich) und anschließend wieder auf die lokale Festplatte zurückkopieren.
Wenn Sie sich mit VBA (Word, Excel, o.ä.) auskennen, lässt sich der schwierige Dateiname ohne Probleme per Prozedur erzeugen:
Sub SchreibeHTAccess()
Open "c:\irgendeinpfad\.htaccess" For Output As #1
End Sub
Damit wird die Explorer-Prüfung auf erlaubte Zeichen umgangen und eine leere Datei mit diesem Namen angelegt. Diese lässt sich dann im Text-Editor bearbeiten.
Die Datei ist eine ganz normale Text-Datei und kann also mit einem beliebigen Editor angelegt werden. Die Anweisungen darin lauten für Alkuin so:
# hier kann Kommentar stehen AuthName "Geschützter Bereich für Alkuin" AuthType Basic AuthUserFile /xyz/hofschuleaachen/geschuetzt/.htpasswd require user Alkuin Schulleitung
Nach dem Doppelkreuz (#) darf ein beliebiger Kommentar stehen. Hinter AuthName folgt in Gänsefüßchen der vom Browser im Dialog anzuzeigende Text:

Ich bezweifle stark, dass diese Lösung mit IIS funktioniert. Die beschriebene Methode arbeitet ausschließlich mit Apache-Webservern. Somit sollte das in dieser Anleitung auch Erwähnung finden. Bevor das jemand ausprobiert, sollte er zunächst herausfinden, welche Software seine Webseite antreibt.
Sie haben Recht, das braucht einen Apache, der aber sowieso hinter den weitaus meisten Websites steckt. Abgesehen davon hatte ich im Artikel darauf hingewiesen, dass selbst das nicht ausreicht. Sie müssen außerdem für Ihren Provider herausfinden, ob er Ihre .htaccess-Datei überhaupt berücksichtigt.
Mit freundlichen Grüßen,
Lorenz Hölscher