Selbstmarketing per Foto

Gelungene Selbstdarstellung statt peinlicher Porträts

Von: Jacqueline Esen
Stand: 30. April 2009 (aktualisiert)
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Über die Autorin: Jacqueline Esen

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Jacqueline Esen ist seit mehr als zehn Jahren als freiberufliche Fotografin tätig und mit den analogen und digitalen Arbeitsweisen vertraut. Ihre Bücher "Rezepte für bessere Fotos" und "Der große Fotokurs" sind Bestseller.

Für akademie.de schreibt sie Beiträge zu Digitalfotografie, zu Bildgestaltung und zum Einsatz von Fotografien auf Webseiten oder im Marketing. Homepage: www.betrachtenswert.com

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Ob in Bewerbungsunterlagen, geschäftlichen Kurzprofilen, auf Ihrer Business-Website oder in Werbetexten - Ihr Foto kann potenzielle Kunden, Arbeits- oder Auftraggeber direkt ansprechen. Sie heben sich dadurch gegenüber Mitbewerbern heraus. Ein Bild kann allerdings auch unvorteilhaft sein - wenn die Bilder wie Automaten-Passfotos aussehen, Pose und Hintergrund unpassend wirken oder wenn das Bild handwerkliche Mängel hat. Wir geben Tipps für eine gelungene fotografische Selbstdarstellung.

Es passiert immer wieder: Aus irgendeinem Grund braucht jemand schnell ein Foto von Ihnen - am besten noch heute. In der Eile greift man entweder in die große Kiste und sucht irgendein Foto heraus, auf dem man sich "gut getroffen" fühlt. Oder man drückt irgendjemanden, der gerade in der Nähe ist, einen Fotoapparat in die Hand: "Mach mal schnell ein Bild von mir".

Für Freizeitzwecke mag das in Ordnung sein. Für die Bewerbungsmappe oder einen geschäftlichen Internet-Auftritt sind solche Fotos jedoch absolut tabu.

Durchdachte Selbstdarstellung

Vor allem sollte ein Porträt zielgruppengerecht sein - schließlich handelt es sich um einen der wichtigsten Aspekte bei Ihrem Selbstmarketing. Wer sich selbst gut verkaufen will, tut gut daran, die Wünsche, Gewohnheiten und Bedürfnisse seiner Kunden zu kennen und auf sie einzugehen. Das gilt auch für die Porträts, mit denen man sich vorstellt - sei es auf der eigenen Webseite, bei einer Bewerbung oder auch in einer Partnerbörse. Noch bevor Sie mit dem punkten können, was Sie an fachlicher Eignung, menschlichen Qualitäten und vorzeigbaren Leistungen zu bieten haben, entscheidet Ihr Bild oft schon in Sekundenschnelle über die grundsätzliche Sympathie oder Ablehnung - es bestimmt wesentlich mit, welchen Eindruck Sie als Mensch hinterlassen.

Bevor es daran geht, ein Foto auszuwählen oder zu knipsen, sollten Sie deshalb zunächst einmal die folgenden Fragen klären:

  • Welchen Eindruck will ich als Person/wollen wir als Team vermitteln?

  • Was erwartet mein Kunde/Wunschpartner?

  • Welche Darstellung erfüllt die Erwartungen des Kunden und bleibt dabei realistisch?

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Die beiden Fotos ("Fehler 1" und "Fehler 2") sind mir 100-mal lieber und sympathischer als die aufgsetzten Fotos, wo sich die Leute ganz "intelektuell" die Hand bzw. die Finger unter das Kinn halten um ganz schlau rüber zu kommen.

Hallo anonym,

na, dass Sie die Hand ans Kinn legen und intellektuell gucken müssen, das steht aber doch nirgends in dem Artikel! Und natürlich können Sie auch jederzeit private Schnappschüsse verwenden, wenn das für Sie passt - wichtig ist, dass Sie so aussehen, wie Sie aussehen wollen. Aber: Es ist halt ein Irrglaube, man könnte eben mal ein Urlaubsbild etwas beschneiden und schon hätte man ein den normalen Erwartungen entsprechendes Business-Porträt oder Bewerbungsfoto.

Simon Hengel
Redaktion akademie.de