Ob in Bewerbungsunterlagen, geschäftlichen Kurzprofilen, auf Ihrer Business-Website oder in Werbetexten - Ihr Foto kann potenzielle Kunden, Arbeits- oder Auftraggeber direkt ansprechen. Sie heben sich dadurch gegenüber Mitbewerbern heraus. Ein Bild kann allerdings auch unvorteilhaft sein - wenn die Bilder wie Automaten-Passfotos aussehen, Pose und Hintergrund unpassend wirken oder wenn das Bild handwerkliche Mängel hat. Wir geben Tipps für eine gelungene fotografische Selbstdarstellung.
Es passiert immer wieder: Aus irgendeinem Grund braucht jemand schnell ein Foto von Ihnen - am besten noch heute. In der Eile greift man entweder in die große Kiste und sucht irgendein Foto heraus,g auf dem man sich "gut getroffen" fühlt. Oder man drückt irgendjemanden, der gerade in der Nähe ist, einen Fotoapparat in die Hand: "Mach mal schnell ein Bild von mir".
Für Freizeitzwecke mag das in Ordnung sein. Für die Bewerbungsmappe oder einen geschäftlichen Internet-Auftritt sind solche Fotos jedoch absolut tabu.
Durchdachte Selbstdarstellung
Vor allem sollte ein Porträt zielgruppengerecht sein - schließlich handelt es sich um einen der wichtigsten Aspekte bei Ihrem Selbstmarketing. Wer sich selbst gut verkaufen will, tut gut daran, die Wünsche, Gewohnheiten und Bedürfnisse seiner Kunden zu kennen und auf sie einzugehen. Das gilt auch für die Porträts, mit denen man sich vorstellt - sei es auf der eigenen Webseite, bei einer Bewerbung oder auch in einer Partnerbörse. Noch bevor Sie mit dem punkten können, was Sie an fachlicher Eignung, menschlichen Qualitäten und vorzeigbaren Leistungen zu bieten haben, entscheidet Ihr Bild oft schon in Sekundenschnelle über die grundsätzliche Sympathie oder Ablehnung - es bestimmt wesentlich mit, welchen Eindruck Sie als Mensch hinterlassen.
Bevor es daran geht, ein Foto auszuwählen oder zu knipsen, sollten Sie deshalb zunächst einmal die folgenden Fragen klären:
Welchen Eindruck will ich als Person/wollen wir als Team vermitteln?
Was erwartet mein Kunde/Wunschpartner?
Welche Darstellung erfüllt die Erwartungen des Kunden und bleibt dabei realistisch?
Für ein wirklich gelungenes Porträt reicht es nicht, nur die unten erwähnten Fehler zu vermeiden. Sie müssen sich außerdem über sich, Ihr Angebot und den Zweck des Bildes im Klaren sein. Es hilft herzlich wenig, sich von einem professionellen Team schminken, einkleiden und als dynamische Vorzeige-Frau fotografieren zu lassen, wenn man eigentlich ein Mauerblümchen ist und die erwartete Rolle in der Wirklichkeit gar nicht durchhalten kann. Wer seine Dienste als Animateur oder Bodyguard anbietet, sollte sich anders fotografieren lassen als ein Rechtsanwalt, Unternehmensberater oder Seelsorger.
Ihre Selbstdarstellung sollte im Stil zu Ihren anderen Marketing-Mitteln passen. Es wirkt nicht sehr überzeugend, wenn Sie sich vom Grafiker einen hoch professionellen Web-Auftritt oder Flyer machen lassen, vielleicht auch noch unter Verwendung hochkarätiger Werbefotos - und dann ein Porträt von sich selbst dazustellen, auf dem Sie aussehen wie ein mittelloser Student. Dann bricht Ihre Corporate Identity an dieser Stelle wie ein Kartenhaus zusammen.
Umgekehrt gilt das Gleiche: Sind Ihre Zielgruppe Privatleute, denen es wichtig ist, eine natürliche und authentische Person als Ansprechpartner zu finden? Dann können teure Hochglanzbroschüren und "überkandidelte", prätentiöse Profi-Fotos die Kunden eher abschrecken.
Überlegen Sie sich also vor einem Fototermin, wen Sie für sich interessieren möchten. Fotografieren Sie sich in verschiedenen Variationen. Holen Sie sich dann, bevor Sie mit dem Foto "nach draußen" gehen, verschiedene Meinungen ein: Suchen Sie drei oder vier Favoriten heraus und lassen Sie Freunde oder Kollegen abstimmen.
Fehler Nr. 1: Urlaubs- oder Freizeitfotos ...
... sind häufig unscharf und schlecht ausgeleuchtet. Sehr oft wird aus einem größeren Bild das Gesicht herausgeschnitten. Die Haltung auf dem Bild mag für Sie im Moment der Aufnahme entspannt gewesen sein - fotografisch wird es in den seltensten Fällen etwas "hermachen": Die Bilder wirken meistens flach und haben keine Tiefe.
Negativbeispiel 1
Negativbeispiel 1, große Version
Oft fühlen sich Menschen gerade deshalb so gut getroffen, weil sie nicht besonders gut zu erkennen sind. Schlechte Objektive, schummriges Licht, leichte Verwacklungsunschärfe und dann noch eine Ausschnittvergrößerung - so kaschiert man unbewusst die kleinen, ungeliebten Schönheitsfehler. Aber: Auch wenn man sich selbst gut getroffen fühlt, der Adressat des Bildes muss diese Ansicht keineswegs teilen. Ihm kommt es womöglich auf etwas ganz anderes an. Erfahrene Betrachter sehen sofort, wie Bilder entstanden sind. Selbst bei noch so enger Begrenzung des Bildausschnitts gelingt es häufig, das Umfeld "stimmungsmäßig" zu rekonstruieren - sogar wenn (oder gerade weil) Sie versuchen, alles andere wegzuschneiden und nur das Gesicht übrig bleibt. Üblicherweise sieht man auf einem guten Porträt nicht nur das Gesicht, sondern auch den Hals und einen Teil der Oberbekleidung.
Deshalb: Finger weg von Urlaubsbildern! Ausnahme: Sie bewerben sich beispielsweise als Reiseleiter für Outdoor-, Wander- oder Kanutouren und haben starke, dynamische Bilder, die Sie in voller Aktion zeigen. Das hier gezeigte Beispiel wäre auch dafür kaum geeignet!
Fehler Nr. 2: falscher Hintergrund
Spitzenreiter der Lieblingshintergründe bei Amateurporträts: die 1,80 m hohe Birkenfeige im Büro, der blühende Rosenbusch im Garten oder das dramatisch-abstrakte Gemälde im Chefzimmer. Bitte streichen Sie diese "Locations". Die genannten Hintergründe haben nichts, aber auch gar nichts mit Ihrem Porträt zu tun - es sei denn, Sie sind Gärtner, Rosenzüchter oder Künstler.
Negativbeispiel 2
Es ist richtig, dass man im Fernsehen immer wieder wichtige Menschen sieht, die vor bunten Kunstwerken ein Interview halten. Aber ein Fernsehinterview mit bewegten Bildern, Ton und gesprochenen Inhalten wird völlig anders wahrgenommen als das stumme, unbewegte Konterfei einer Person. Alle genannten Hintergründe haben eines gemeinsam: Sie lenken ab. Vor allem die Birkenfeige und der Rosenbusch sind klassische Hinweise für den laienhaften Umgang mit Bildern.
Suchen Sie sich deshalb einen völlig neutralen Hintergrund - eine einfarbige oder bestenfalls dezent gemusterte (z.B. marmorierte) Wand. Wenn der Hintergrund farbig ist, muss er mit Ihrer Kleidung harmonieren. Keinesfalls sollten auffällige oder große Objekte ins Bild ragen. Sogar kleine Gegenstände oder Farbkleckser können auf dem fertigen Bild extrem störend wirken. In unserer Alltagswahrnehmung blenden wir Details wie weggeworfene Zigarettenkippen oder minimale Farbunterschiede an der Wand komplett aus. Auf dem Bild springen sie dem Betrachter jedoch regelrecht entgegen!
Fehler Nr. 3: falsche Beleuchtung
Eine Grundregel beim Fotografieren lautet: Fotografiere nicht in der Mittagszeit bei Sonnenschein. Viele Amateure gehen zum Fotografieren in die pralle Sonne, "weil es da am hellsten ist". Falsch! Dann droht die Gefahr, dass der Helligkeitskontrast zu groß wird und die Schattenpartien um die Augen und Nase viel zu dunkel geraten. Wenn die Fotos trotzdem in der Sonne gemacht werden sollen, dann schalten Sie zumindest den Blitz ein - trotz Sonne. Der Aufhellblitz sorgt dafür, dass die Schattenpartien heller werden und setzt im Idealfall auch noch einen schönen Lichtreflex ins Auge.
Viel einfacher lassen sich gelungene Porträts jedoch bei bedecktem Himmel fotografieren. Aber auch dann sollten Sie den Aufhellblitz verwenden.
Bei Innenaufnahmen besteht der häufigste Fehler im frontalen Einsatz des Blitzgeräts. Die zu porträtierende Person ist dann zwar komplett ausgeleuchtet, aber das Bild sieht meistens unschön aus:
ist frontales Blitzlicht eine völlig unnatürliche Beleuchtungsart.
führt Blitzlicht dazu, dass fettige Gesichtspartien glänzen und reflektieren - was man vorher nicht sieht.
zeigt sich im Hintergrund ein Schlagschatten.
Abhilfe:
Indirekt blitzen - gegen die Zimmerdecke, wenn Ihr Blitz dies zulässt.
Einen Ort wählen, an dem viel natürliches, diffuses Tageslicht vorhanden ist (idealerweise ein weiß gestrichener Raum mit großen Fenstern auf der Nordseite) und den Blitz nur als Aufhellblitz verwenden; oder einen so genannten Aufheller verwenden, um die dem Fenster abgewandte Seite aufzuhellen.
Puder bereithalten, um die glänzenden Stellen abzudecken.
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Die Person mindestens 1 bis 2 Meter vom Hintergrund entfernt aufstellen und/oder indirekt blitzen.
In den meisten Fällen ist der Einsatz eines Aufhellers anzuraten.
Fehler Nr. 4: falsche oder keine Schminke
Wenn Sie glauben, Schminke wäre nur etwas für die Damen, dann unterliegen Sie einem großen Irrtum. Auch Männer werden für Fotoaufnahmen geschminkt. Das Minimum ist ein matter Puder, der den Glanz von Hautpartien reduziert. Ob und wie viel Schminke erforderlich ist, hängt davon ab, wie stark die Haut glänzt und ob mit Blitzgeräten oder natürlichem Licht gearbeitet wird.
Für die Damenwelt gilt: Natürliches Aussehen ist schön, aber ein Hauch Schminke darf es durchaus sein - und sei es nur um Hautunreinheiten oder fleckige Stellen zu kaschieren. Je nach Verwendungszweck des Bildes kann die Schminke dezent bis kräftig sein. Sie muss farblich auf die Kleidung abgestimmt sein und im Stil zur gewünschten Aussage passen. Für Schwarzweiß-Aufnahmen muss kräftiger geschminkt werden als bei Farbbildern.
Fehler Nr. 5: falsche Kleidung
Die Kleidung sollte - je nach Verwendungszweck des Bildes - einigermaßen aktuell bzw. so neutral sein, dass nicht der Eindruck entsteht, Sie hätten die letzten zwanzig Jahre verpasst.
Tiefe Einsichten ins Dekolletee, Minirock und High Heels sind in Ordnung, wenn Sie sich in einer Partnerbörse gut platzieren wollen. Für Bewerbungen auf seriöse Stellenausschreibungen oder als Consultant im Finanzwesen ist ein dezentes Kostüm oder ein Hosenanzug geeigneter.
Aus fotografischer Sicht sind großblumige Muster und schrille Farben ungünstig. Blusen und Hemden sollten möglichst faltenfrei gebügelt sein, da sich in jeder Falte unschöne Schatten bilden können, die später stören. Grundsätzlich sollte die Kleidung Ihrem Stil entsprechen, gut sitzen und Sie sollten sich darin einigermaßen wohl fühlen. Nehmen Sie gegebenenfalls verschiedene Sakkos/Oberteile oder Krawatten mit zum Fototermin, die Sie rasch wechseln können.
Achten Sie auf die Frisur! Auch den Kamm und ggf. etwas Haarspray mitzunehmen schadet nicht. Wenn das Bild wirklich wichtig ist, gehen Sie ggf. vorher zum Friseur. Frauen, die sich auf Ausschreibungen im Managementbereich bewerben, haben, so eine aktuelle Trendstudie, mehr Erfolgsaussichten, wenn ihr Auftreten eher maskulin wirkt. Das bedeutet: keine offenen Haare und eher strenge, konservative Kleidung.
Fehler Nr. 6: unpassende Accessoires
Auf dem Passfoto ist nur noch das Gesicht zu sehen. Es hat mit dem fotografischen Porträt nichts mehr zu tun. Beim klassischen Gesichtsbild sieht man den Kopf, den Hals und den Schulterbereich. Darüber hinaus kann der Fotograf aber auch andere Bildausschnitte wählen, bis hin zur Ganzkörperaufnahme. Ein Porträt kann ganz gezielt eine bestimmte "Location" , Requisiten und Accessoires beinhalten. Sie entscheiden, ob das für Ihren Zweck geeignet ist. Als Künstler dürfen und sollen Sie beispielsweise mit Ihren Werken posieren. Unpassend sind Requisiten immer dann, wenn sie nichts mit ihnen zu tun haben und einfach nur so ausgewählt wurden, weil es vielleicht fürs Bild gut aussehen könnte. Vermeiden Sie Dinge, die nicht mehr zeitgemäß sind, z.B. opulente Korbstuhl-Konstruktionen aus den siebziger Jahren. Ausnahme: Sie haben sich auf Retro-Trends spezialisiert und platzieren Ihr Angebot mit den dazu passenden Aufnahmen. Dazu muss aber Ihr gesamtes Bildmaterial in Flyern, Broschüren und im Web im gleichen Stil gemacht sein! Lassen Sie sich nicht auf dem gediegenen Oma-Sofa fotografieren, nur weil Sie sich dort besonders wohl fühlen oder weil Ihre Mutter das so toll findet. Anders sieht es aus, wenn dieses Sofa Teil Ihrer Arbeit als Psychoanalytiker ist.
Die Auswahl von Schmuck sollte ebenfalls beachtet werden. Wenn Sie sich bei einer christlichen Sozialberatung bewerben, kann ein dezentes Kreuz durchaus die richtige Botschaft sein. Den Anhänger mit dem Pentagramm und das Augenbrauen-Piercing lassen Sie in diesem Fall besser weg. Während man Halsketten, Ohrringe und Uhren noch problemlos ablegen kann, wird es mit Tattoos und anderem Körperschmuck schon etwas schwieriger. Viele Menschen reagieren nach wie vor ablehnend auf diese Form der Körperverschönerung, obwohl sie mittlerweile sehr verbreitet ist. Ein guter Fotograf kann sie so fotografieren, dass es ästhetisch wirkt. Im Zweifelsfall hilft ein langärmliges Hemd.
Fehler Nr. 7: kreativ verfremdete Fotos
Selbst wenn Sie sich als Art Director bewerben: Bleiben Sie beim klassischen Porträt. Ihre Kreativität können und müssen Sie im Normalfall an anderer Stelle unter Beweis stellen.
Fehler Nr. 8: veraltete Fotos
Verwenden Sie zur Selbstdarstellung möglichst aktuelles Bildmaterial. Selbst wenn Sie zu den wenigen Menschen gehören, die sich über die Jahre hinweg äußerlich nur wenig verändern, die Mode ist immer im Fluss. Es sind oft nur Details: der Haarschnitt, die Breite des Hemdkragen, die Art der Knöpfe am Anzug, das Design der Brille. Wenn Sie in einer Branche tätig sind, in der es wichtig ist, "hip" zu sein, sollten Sie Ihre Selbstdarstellung immer wieder an aktuelle Trends anpassen. Und für alle anderen gilt: Es macht nie einen guten Eindruck, sich mit alten Bildern zu präsentieren. Oft erkennt man das Alter der Bilder auch am Farbstich. Spätestens bei einer persönlichen Begegnung fliegt der Schwindel auf und Sie erleiden einen nicht wieder gut zu machenden Vertrauensverlust. Oder Sie kommen erst gar nicht so weit, weil das altmodisch wirkende Bild einen negativen Eindruck hinterlassen hat.
Vor der Kamera
Nehmen Sie beim Fotografieren unterschiedliche Posen ein. Oft hilft es, einen Gegenstand in die Hand zu nehmen, auch wenn dieser nicht auf dem Bild zu sehen ist. Stocksteifes Geradestehen vor einer Wand wirkt selten natürlich und die frontale Position zur Kamera lässt Sie zudem breiter erscheinen, als Sie in Wirklichkeit sind. Nehmen Sie ein Bein nach vorne und drehen Sie eine Schulter leicht in Richtung Kamera: Das lässt die meisten Menschen vorteilhafter wirken. Jeder Mensch hat eine "Schokoladenseite", wechseln Sie also die Seiten, indem Sie einmal die linke und einmal die rechte Seite der Kamera zuwenden. Stehen Sie dabei aber nicht zu schräg - nur ein klein wenig. Schauen Sie direkt ins Objektiv der Kamera. Sie dürfen lächeln - aber sie müssen nicht, wenn Sie sich dafür verkrampfen müssen.
Ein erfahrener Fotograf wird Ihnen gute Dienste leisten, denn er gibt Ihnen Feedback und genaue Anweisungen. Auch beleuchtungstechnisch hat ein Studiofotograf viele Variationsmöglichkeiten. Gehen sie nicht zu irgendeinem Fotografen, sondern schauen Sie sich vorher seine Arbeiten an!
Schwarzweiß oder Farbe?
Klassische Schwarzweiß-Fotos sind wieder in Mode. Gut gestaltete, professionelle Porträts vermitteln grundsätzlich einen seriösen Eindruck. Durch die Wahl des klassischen Schwarzweiß-Formats lässt er sich noch steigern. Für das Bewerbungsbild sollten Sie aber beim Farbbild bleiben.
Oft wird auch versucht, aus der Not eine Tugend zu machen: Farbstichige Digitalaufnahmen lassen sich retten, wenn man sie entfärbt oder nachträglich tont. Vielleicht hat man zu spät erkannt, dass der blassrosa Hintergrund nicht so gut zum orangefarbenen Kleid passt. Wenn ein Bild durch seine Farbigkeit zu unruhig erscheint, oder der Teint einer Person in Farbe unnatürlich wirkt, kann man durch Entfärben nachbessern. Schwarzweiße Bilder lassen sich auch meist harmonischer in ein bestehendes Webdesign einbauen.
Fazit
Nehmen Sie Ihr Porträt nicht auf die leichte Schulter - es spielt eine wichtige Rolle, wie Sie "ankommen". Richtig gute Porträts entstehen nur selten im Vorbeigehen. Ein professioneller Fotograf mit Studio produziert völlig andere Bilder als ein Amateur mit Digitalknipse und hilft Ihnen auch bei Pose und Ausdruck.
Grundsätzlich gilt:
Der Griff in die Kiste mit den Urlaubsfotos ist tabu.
Machen Sie sich Gedanken über den Zweck Ihrer Fotos und die Zielgruppe.
Nehmen Sie sich unbedingt Zeit für die Aufnahmen. Es reicht nicht, irgendjemandem einen Fotoapparat zu geben und abdrücken zu lassen: Der Laien-Fotograf sollte wenigstens das wissen, was in diesem Artikel steht!
Wählen Sie, wenn Sie die Bilder selbst machen, einen neutralen Hintergrund oder einen zweckmäßigen Ort.
Achten Sie auf passende Kleidung, Frisur und Schminke. Hautunreinheiten und glänzende Hautpartien sollten wenigstens mit Puder abgedeckt werden.
Machen Sie viele bis sehr viele Aufnahmen, möglichst mit unterschiedlicher Kleidung oder verschiedenen Accessoires. Hinterher können Sie sich das beste Bild aussuchen.
Verwenden Sie nur handwerklich perfekte Bilder. Die Fotos müssen richtig belichtet und scharf sein.
Im Zweifelsfall gilt: Überhaupt kein Foto ist besser als ein schlechtes!
Für die "So nicht"-Bilder oben hat sich Autorin Jacqueline Esen quasi selbst als Negativ-Beispiel genommen und dafür ganz tief in der Schachtel mit alten Erinnerungsbildern gekramt. Zur Ehrenrettung und als Beweis dafür, dass sie es auch anders kann, seien noch ein paar Beispiele von Präsentationsfotos von ihr gezeigt, die zu unterschiedlichen Zwecken dienen bzw. dienten und deshalb auch ganz unterschiedlich ausfallen:
Ein Foto mit dem sie sich in einer Fotografen-Community...
... bzw. im Online-Geschäftsforum OpenBC präsentiert.
... aktualisiert drei Jahre später.
Und auf betrachtenswert.com schließlich, einer "Website für Lebenskunst", darf es dann etwas kreativer sein.
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Die beiden Fotos ("Fehler 1" und "Fehler 2") sind mir 100-mal lieber und sympathischer als die aufgsetzten Fotos, wo sich die Leute ganz "intelektuell" die Hand bzw. die Finger unter das Kinn halten um ganz schlau rüber zu kommen.
Hallo anonym,
na, dass Sie die Hand ans Kinn legen und intellektuell gucken müssen, das steht aber doch nirgends in dem Artikel! Und natürlich können Sie auch jederzeit private Schnappschüsse verwenden, wenn das für Sie passt - wichtig ist, dass Sie so aussehen, wie Sie aussehen wollen. Aber: Es ist halt ein Irrglaube, man könnte eben mal ein Urlaubsbild etwas beschneiden und schon hätte man ein den normalen Erwartungen entsprechendes Business-Porträt oder Bewerbungsfoto.
Simon Hengel
Redaktion akademie.de