Pflichten festlegen
Software-Dienstleister, wie Programmierer und Webdesigner, sollten einem Auftragsangebot eine detaillierte Beschreibung ("Pflichtenheft") folgen lassen. In diesem Pflichtenheft wird schriftlich festgehalten, was die jeweilige Leistung beinhaltet und wer für was wann konkret zuständig ist. Der große Vorteil einer solchen Detailbeschreibung: Sie vermeiden zähe Streitigkeiten mit dem Auftraggeber.
Am schönsten wäre es, wenn Sie vom Kunden einen Auftrag erhielten, direkt losprogrammieren könnten und am Ende dem glücklichen Auftraggeber pünktlich ein fehlerfreies Stück Software übergäben. Viele mussten aus diesem schönen Traum schon frustriert aufwachen, um festzustellen, dass sie sich seit Wochen mit dem Kunden immer wieder um banale Kleinigkeiten streiten.
Dabei stellt sich oft heraus, dass der Kunde offenbar nicht wusste, worauf er sich eingelassen hat oder nicht detailliert darüber informiert wurde, was die jeweilige Leistung beinhaltet oder eben nicht. Sie können von Glück reden, wenn Sie es denn im Angebot genau beschrieben haben.
Vor dem Pflichtenheft steht das Angebot
Wenn Sie bspw. für eine einfache Datenbank schon ein detailliertes Angebot von zehn Seiten abgeben, haben Sie nicht nur unverhältnismäßigen Arbeitsaufwand, sondern meistens auch den potentiellen Leser schon abgeschreckt. Ihr Kunde möchte zu diesem Zeitpunkt eine Version, in der die versprochene Leistung im Überblick, aber nicht akribisch notiert wird. Vor allem beschäftigen sich mit dem Text wahrscheinlich auch die finanziell Verantwortlichen, die von technischen Details ohnehin nichts verstehen und wissen wollen.
Letzten Endes möchte auch ein Kunde im Grunde nichts von Details oder gar Problemen wissen, sondern ein Sorglos-Paket, mit dem er sich nicht beschäftigen muss. So weit sind Sie sich mit ihm einig.
Ihr Interesse besteht im Angebot aber darin, auf jetzt schon absehbare Schwierigkeiten oder notwendige Entscheidung rechtzeitig hinzuweisen, ohne das Gefühl zu vermitteln, dass es unlösbar wäre.
