Was steht drin?
Was steht drin?
Das Pflichtenheft umfasst im Wesentlichen drei Bereiche, die zu klären sind:
Ausgangssituation
angestrebtes Ziel
notwendige Änderungen
Die Ausgangssituation dient vor allem dazu, dass Sie informiert werden, denn Ihr Kunde ist vermutlich seit Jahren mit dem Problem vertraut. Indem Sie erfahren und aufschreiben, worin das bisherige Problem bestand, legt sich der Kunde auf eine einheitliche Sichtweise fest. (Sonst behauptet die IT-Abteilung später, sie hätten nur gewollt, dass alle Dokument-Vorlagen an einer zentralen Stelle installiert werden, aber im Marketing ging es vor allem um die unterschiedlichen Schriften. Und Sie wiederum haben neue Dokument-Vorlagen geliefert, in denen das uralte WordBasic durch modernes VBA ersetzt worden war.)
Ebenso wie die Ausgangssituation ist auch das angestrebte Ziel in groben Zügen schon im Angebot genannt worden, daher können Sie vermutlich weite Teile davon übernehmen. Die notwendigen Änderungen sind der wesentliche Punkt, um den sich das Pflichtenheft kümmert.
Wer macht das Pflichtenheft?
Vor dem Pflichtenheft steht noch die wichtige Frage: Wer macht's? Spaß hat vermutlich keiner daran, es scheint eine öde Pflichtübung zu sein. Für Ihren Kunden ist es aber noch schlimmer, denn er hat nicht nur keine Lust, sondern meistens technisch auch keine Ahnung. Bieten Sie ihm auf jeden Fall an, dass Sie das Pflichtenheft erstellen (oder wenigstens daran mitarbeiten).
Dann sind Sie schon mal sicher, dass darin nicht Unmögliches festgelegt oder Wichtiges vergessen wird. Auf jeden Fall behalten Sie so das Heft (im wörtlichen und im übertragenen Sinne) in der Hand. Sie müssen das Projekt ja sowieso planen und haben das hoffentlich für das Angebot schon recht genau gemacht. So ein Pflichtenheft zwingt Sie dazu, die Planung konkret aufzuschreiben. Dabei fallen immer noch ein paar Ungereimtheiten auf, was die ersten Fehler in der Software vermeidet.
