Internationale Pressearbeit

Hausgemacht oder per Agentur?

Von: Peter Richter
Stand: 29. Mai 2009
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Über den Autor: Peter Richter

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Peter Richter, Jahrgang 1949, arbeitet seit 1985 in der Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2003 betreut er mit seiner PR-Agentur AutoCom Deutschland nationale und internationale Kunden. Die Schwerpunkte liegen neben den genannten Bereichen zusätzlich in der Forst- und Landwirtschaftstechnik. In diesen beiden Branchen schreibt er als freier Autor für verschiedene Fachzeitschriften.

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Agentur oder Adressverlag

Im Zuge der Globalisierung sind mehr und mehr kleine und mittelständische Unternehmen auch im Ausland tätig. Um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern, würden sie durchaus auch in Pressearbeit vor Ort investieren - aber wie? Hindernisse, wie Sprachbarrieren, kulturelle Unterschiede und Unkenntnis der Presselandschaft, türmen sich scheinbar unüberwindlich auf. Doch auch dieses Vorhaben lässt sich meist erfolgreich umsetzen. Ein Beispiel macht deutlich, wie es geht.

Um diesen Beitrag verständlicher zu machen, gehen wir von der Annahme aus, es drehe sich um ein kleineres Unternehmen, das in Deutschland erfolgreich Innenraumfilter für Automobil-Klimaanlagen herstellt und vertreibt. Die Abnehmer sind Hersteller von Klimaanlagen und der Ersatzteilemarkt. Und nehmen wir weiterhin an, der rührige Exportleiter vertreibt die Produkte schon mit einem gewissen Erfolg in England und möchte dort nun stärker ins Geschäft kommen. Daher hat er einen kleinen Messestand auf der Birmingham Motor Show gemietet, um das gesamte Produktprogramm vorzustellen. Parallel dazu will er Pressearbeit in der englischen Fachpresse betreiben: Denn in der deutschen läuft das seit einiger Zeit schon recht zufriedenstellend und hat Anfragen erzeugt.

Ein Kommunikationskonzept ist unverzichtbar

Für ein solches Vorhaben muss man sich aber im Vorfeld genau überlegen, welche Botschaft das Unternehmen mit welchen Mitteln wem nahebringen will. Das gilt im Inland gleichermaßen wie im Ausland. Dahinter muss also ein durchdachtes Konzept stehen, das die Marketingziele unterstützt und eng verzahnt ist mit allen weiteren Maßnahmen des Unternehmens. Da das ein eigenes, umfangreiches Thema ist, kann hier nicht näher darauf eingegangen werden.

Die Ziele und Themen sind also geklärt, auch der oder die Autoren im Unternehmen wurden gefunden. Die Häufigkeit der Aussendungen steht ebenso fest wie die internen Freigabeprozesse der Pressemeldungen und Beiträge. Was jetzt noch fehlt, sind die richtigen Fachzeitschriften in England, denn über diese Medien soll kommuniziert werden.

Häufig sind die ausländischen Fachzeitschriften im Zielland unbekannt und vielfach ist die schiere Menge kaum überschaubar. Allein in Großbritannien sind 155 Fachmedien für die Automobil- und Zweiradbranche im Markt verfügbar und in vielen anderen Ländern sieht es ähnlich aus: In Italien sind es 134 und in der Russischen Föderation bereits 15. Doch sollte man sich von der Titelzahl nicht schrecken lassen, denn viele Zeitschriften sind gar nicht geeignet, weil sie die falsche Zielgruppe ansprechen. Wie aber kommt man an die Adressen und Ansprechpartner?

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