Public Relations: Selbst machen oder mit PR-Agentur?

Make or Buy?

Von: Peter Richter
Stand: 23. November 2009
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Über den Autor: Peter Richter

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Peter Richter, Jahrgang 1949, arbeitet seit 1985 in der Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2003 betreut er mit seiner PR-Agentur AutoCom Deutschland nationale und internationale Kunden. Die Schwerpunkte liegen neben den genannten Bereichen zusätzlich in der Forst- und Landwirtschaftstechnik. In diesen beiden Branchen schreibt er als freier Autor für verschiedene Fachzeitschriften.

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Vertrag, Kosten

Vertrag

Die Zusammenarbeit mit einer Agentur sollte per Vertrag, der die Rechte und Pflichten beider Vertragspartner exakt festlegt, fixiert werden.

PR-Agenturen sind nicht zuletzt auch Dienstleistungsunternehmen und möchten möglichst viele Zusatzarbeiten rund um den eigentlichen Auftrag herum ausführen. Das können beispielsweise mehr oder minder aufwändige Redaktionsbesuche, Hintergrundgespräche mit Journalisten, Fototermine oder das Erstellen von Infomaterial sein. Diese Aufgaben werden jedoch zusätzlich zum eigentlichen Auftrag abgerechnet. Der Vertrag sollte daher eine Klausel enthalten, wonach solche Extra-Tätigkeiten vom Auftraggeber schriftlich zu genehmigen sind. Sie ersparen sich so unliebsame und kostenträchtige Überraschungen.

Bei komplexeren Aufgabenstellungen kann es auch sinnvoll sein, im Vertrag festzuschreiben, welcher Hierarchieebene innerhalb der Agentur der Kundenberater angehören muss. Dadurch lässt sich beispielsweise ein Juniorberater von vornherein als Haupt-Ansprechpartner ausschließen.

Welche Kosten entstehen?

Die Entscheidung, ob ein Unternehmen mit oder ohne externe Unterstützung Public Relations betreibt, ist eng mit der Kostenfrage verknüpft. Gerade Kleinunternehmer werden sich reiflich überlegen, ob sie in diesen Extraposten investieren wollen und können.

Ist kein PR-Sachverstand im Hause vorhanden (und lässt sich auch nicht zügig erwerben), sollte unbedingt der externe Weg gewählt werden. Es muss sich ja dabei gar nicht um eine gestandene PR-Agentur mit horrenden Konditionen handeln: Je nach Aufgabenstellung wird auch ein einzelner PR-Berater erfolgreich sein. Möchten Sie beispielsweise nur viermal im Jahr an die Öffentlichkeit gehen oder einmal jährlich den "Tag der offenen Tür" feiern, so lässt sich das auch mit einer Projektarbeit abdecken. Aber Achtung: Soll die PR kontinuierlich sein, stößt eine Ein-Mann-Agentur allerdings schnell an ihre Grenzen. Eine kontinuierliche Pressearbeit erfordert mindestens zwei, besser noch vier bis fünf Arbeitstage.

Erfolgsabhängige Komponenten lösen Stundenhonorare ab

Die Deutsche Public Relations Gesellschaft (DPGR) führt regelmäßig Honorar-Umfragen unter PR-Agenturen durch. Einige Beispiele von Durchschnitts-Honoraren aus dem Jahr 2008 ermöglichen eine erste Einschätzung der zu erwartenden Größenordnung:

  • So fallen für die Chefberatung pro Stunde 101 Euro an, ein Berater kommt auf 76, und für die Organisation werden 66 Euro verlangt.

  • Eine kleine Konzeption schlägt mit 1.368 Euro zu Buche, eine große mit 3.500 Euro.

  • Die durchgehende Betreuung kostet monatlich ab 1.000 bis 3.500 Euro. Das sind Werte, die von selbständigen PR-Beratern ohne Angestellte gefordert werden.

Klar ist, dass mit der Größe der Agentur auch die Stunden- oder Pauschalpreise steigen.

Der Trend geht aber weg von der Stundenbezahlung zu so genannten Scoring-Modellen, die die Vollständigkeit der Agenturleistungen messen und gewichten und so eine Basis finden, die eine für beide Seiten faire Vergütung ermöglicht. Erfolgsabhängige Komponenten finden dadurch immer mehr Eingang in die neueren Geschäftsbeziehungen zwischen Kunde und Agentur.

Fazit

Ob die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens ausschließlich durch Sie selbst, eigene Mitarbeiter oder mit professioneller Unterstützung durchgeführt werden soll, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

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