Wann macht die private Krankenversicherung Sinn für Selbstständige?

Es lohnt sich, die Krankenkassenwahl gut zu überlegen - Fehlentscheidungen können später teuer werden

Von: Stefan Kuntz
Stand: 10. September 2008
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Über den Autor: Stefan Kuntz

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Stefan Kuntz von der Künstlerberatung www.kuenstlerrat.de ist Unternehmensberater für KünstlerInnen aller Sparten, Theaterwissenschaftler und Seminarleiter für ver.di und andere Organisationen. Als Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Freier Theater von 1992 bis 2000 war er Mitglied des Beirates der KSK und des Widerspruchsausschusses Darstellende Kunst. Er ist u.a. Autor des Buches "Survival Kit Freies Theater und Freier Tanz, ", 8. völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Hannover Mai 2010.

Hilfe und Beratung zum konkreten Einzelfall bietet Stefan Kuntz unter der Telefonnummer 02202/708 870 oder per Mail an info@kuenstlerrat.de. Auf seiner Website finden Sie weitere Tipps zur Sozialversicherung, zu KSK und anderen Themen.

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Es kann durchaus sinnvoll sein, als Selbstständiger der privaten Krankenkasse den Vorzug zu geben - aber nur bei bestimmten Voraussetzungen.

Private oder gesetzliche Krankenversicherung?

Private Krankenversicherung:

Die privaten Krankenkassen (PKV) berechnen ihre Beiträge anders als die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) nicht nach Ein­kommen, sondern nach Risiko. Ihr Alter beim Eintritt, Ihr gesundheitlicher Zustand und übrigens auch Ihr Geschlecht bestimmen die Höhe der Beiträge. Beim Eintritt werden Sie nach Ihren Vorerkrankungen gefragt.

Ledige, junge Männer zahlen, zumindest wenn sie viel verdienen, meist weniger als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Fami­lien und ältere Frauen zahlen eher mehr.

Wenn eine private Krankenkasse von einem jungen, männlichen, gesunden Freiberufler monatlich 195 EUR nimmt, bedeu­tet das: Dieser junge Mann bezahlt dann in der privaten Kasse weni­ger Beitrag als in der gesetzlichen, wenn er mindestens ca. 1.388 EUR verdient - ab da kann sich der Wechsel also lohnen.

Ein Teil der Beiträge, die Sie an eine private Krankenversicherung zahlen, wird als sogenannte Altersrückstellung angespart. Damit soll ausgeglichen werden, dass Sie mit zunehmender Versicherungsdauer bzw. zunehmendem Alter zumindest statistisch gesehen größere Behandlungskosten verursachen. Diese Altersrückstellungen können beim Wechsel von einer privaten Krankenversicherung zur anderen seit kurzem mitgenommen werden.

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