Abschreibungen: Private Gegenstände nicht vergessen!

Denken Sie daran, die betriebliche Nutzung ursprünglich privat gekaufter Gegenstände steuerlich geltend zu machen - es lohnt sich!

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Stand: 11. Januar 2013 (aktualisiert)

Wer sich selbstständig machen will, braucht eine Grundausstattung für Büro, Werkstatt oder Laden. Viele Kleingründungen sind nur deshalb möglich, weil die Unternehmer bzw. Unternehmerinnen Teile des Mobiliars, der Büromaschinen, Werkzeuge und Fahrzeuge bereits privat besitzen. Bei der Preiskalkulation und den jährlichen Abschreibungen werden die ehemaligen Privatgegenstände jedoch allzu oft vergessen.

Vor allem, wenn sich das Büro in der Privatwohnung oder im Einfamilienhaus befindet, werden zum Beispiel ...

  • Computer und die dazu gehörigen Peripherie-Geräte,

  • Schreibtische und Bürostühle,

  • Telefone, Mobilfunk- und Faxgeräte,

  • Regale und Büroschränke, aber auch

  • Teppiche, Lampen und Vorhänge

... wie selbstverständlich als Erst-Ausrüstung genutzt. Das gilt oft auch für Privatfahrzeuge.

Alles andere als selbstverständlich ist hingegen für die meisten Jung-Unternehmer (und sogar für manche alten Hasen!), dass sie die Abnutzung gebrauchter Wirtschaftsgüter aus dem Privatvermögen als betrieblichen Aufwand von ihren Gewinnen abziehen (= "abschreiben") dürfen! Das gilt selbstverständlich nicht nur für die Phase der Betriebsgründung: Privatgegenstände dürfen grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt ins Betriebsvermögen übernommen und abgeschrieben werden.

Abschreibung: (K)ein Buch mit sieben Siegeln!

Wissen Sie nicht (genau), was sich hinter den ominösen Abschreibungen (= "Absetzung für Abnutzung", AfA) verbirgt? Dann lohnt sich ein Blick auf unser Infopaket "Steuer-Abschreibungen sinnvoll nutzen: Was Sie von GWG, AfA und Sonderabschreibung wissen sollten": Dort wird das Prinzip der Verteilung von Anschaffungskosten über die betriebliche Nutzungsdauer ausführlich erklärt.

Erlaubt und sinnvoll

Zurück zur Abschreibung von Privatgegenständen, die ins Betriebsvermögen überführt worden sind: Bei Licht betrachtet ist deren steuerliche Anerkennung nur recht und billig:

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Hallo - das sind ja viele Fragen auf einmal:
1. grundsätzlich unterscheidet § 7 EStG und die dazugehörigen AfA-Tabellen nicht nach neu / gebraucht.
2. Sonderabschreibungen lt. § 7g sind grundsätzlich auch bei gebrauchten Wirtschaftsgütern zulässig.
3. Entscheidend für den Abschreibungsbetrag gebrauchter Wirtschaftsgüter ist eine plausible Schätzung der voraussichtlichen betrieblichen Nutzungsdauer
4. Bei älteren Fahrzeugen akzeptiert das FA i. d. R. klaglos halbierte Nutzungsdauer (im o.g. Fall z. B. 3 Jahre)
5. Bei Fahrzeugen, die älter als 6 Jahre sind, würde ich es der Einfachheit halber mit einer Vollabschreibung versuchen und mich im Zweifel ganz naiv auf den Ablauf der Abschreibungsdauer lt. AfA-Tabelle berufen.
6. Basis der 1-%-Methode ist immer der inländische Bruttolistenpreis - herauszufinden z. B. über den Händler, über http://www.autobudget.de/ (kostenlos) oder http://www.schwacke.de (kostenpflichtig)
Viel Erfolg und freundliche Grüße
Robert Chromow

Hallo,

habe 6/08 einen Gebrauchtwagen EZ 6/03 gekauft, den ich willküren nach der 1% Methode privat Mitbenutzen will. Leider weiss ich nicht, von welcher mutmasslichen Nutzungsdauer ich da noch ausgehen kann (hat nur 32tkm auf dem kilometerzähler), ob ich den Wagen als Freiberufler in dieser Zeit auch noch Sonderabschreiben kann und wie ich bei einem vor 5 Jahren zugelassenen gebraucht-Reimport-Fahrzeug überhaupt an den ehemaligen Listenpreis rankommen soll. Wie ist hier vorzugehen, ist eine Schätzung zulässig, oder muss ich das Finanzamt im Rahmen einer Anfrage festnageln ?

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