Marketing durch Fotografie: Wie Sie mit Fotos verkaufen
Präsentation und Stil
Grundregeln für Serien von Produktfotos
Bei Ihrer Produktpräsentation sollten Sie bei den einzelnen Fotos, die der Kunde nacheinander durchklickt, bestimmte Grundregeln beherzigen.
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Produktfotos sollten einen möglichst umfassenden Eindruck von dem Produkt vermitteln.
Beobachten Sie jemanden, der Schuhe auf dem Flohmarkt kauft: Er wird sich auch die Sohlen und die Absätze anschauen, um zu sehen, wie abgenutzt sie sind. Berücksichtigen Sie das bei Ihren Bildern!
Die Kehrseite dieses Prinzips ist allerdings "die Kunst des Weglassens", wenn es um kleine Schönheitsfehler geht.
Fotografie gibt sich den Anschein, dokumentarisch zu sein, aber wenn wir ehrlich sind, ist sie es nicht. Das Bild zeigt immer nur das, was der Fotograf gesehen hat bzw. zeigen wollte. Jeder Bildausschnitt ist eine subjektive Entscheidung und beinhaltet immer zwei Seiten: Das, was man sieht und das, was weggelassen wurde.
Ein Beispiel: Wenn Sie ein Paar Schuhe zu verkaufen haben, die schon ein etwas älter sind und nicht mehr ganz so frisch aussehen, werden Sie vermutlich vieles tun, um die Treter ins beste Licht zu rücken. Sie werden sie schön putzen, sie vielleicht mit Zeitungspapier ausstopfen und die abgenutzten Absätze in einen Winkel drehen, in dem nicht sofort ins Auge springt, wo die Abnutzung am stärksten ist.
Wenn man Fehler betont, bringt man sich um den Verkaufserfolg. Sie wollen auch niemanden übers Ohr hauen. Sie müssen ein Produkt nicht von der Seite fotografieren, auf der es am hässlichsten aussieht. Aber: Der Kunde wird sich betrogen fühlen, wenn Sie einen tatsächlichen Mangel in Ihrer Bildsprache komplett verschweigen.
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Produktfotos sollten inhaltlich aufeinander aufbauen.
Auf keinen Fall sollten Sie viele Bilder eines Motivs aus einer ähnlichen Perspektive einbauen, bei denen der Betrachter kaum Unterschiede erkennt.
Günstiger ist es, eine Bewegung zu simulieren, also einen Gegenstand erst von vorne, dann schräg, dann seitlich, dann von hinten ... zu zeigen.
Die Reihenfolge ist dabei je nach Produkt oft naheliegend und orientiert sich daran, wie ein Käufer im Geschäft den Gegenstand ansehen würde: von allen Seiten nacheinander oder von der Totalansicht zum Detail.
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Produktfotos sollten formal keine markanten Brüche in der Bildreihe aufweisen.
Es ist ungünstig, einen Teil der Fotos im Freien und einen anderen Teil der Bilder bei Kunstlicht zu machen oder einmal mit Blitzlicht zu fotografieren und dann wieder ohne. Achten Sie auf eine gleichbleibende Lichtsituation und Farbstimmung.
Nur das Titelbild darf deutlich aus der Reihe fallen (natürlich möglichst in positiver Hinsicht). Wenn diese Art von Einheitlichkeit nicht möglich ist, muss man sehen, ob man die Not zur Tugend machen und eine Reihe höchst unterschiedlicher Bilder aneinanderhängen kann.
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Produktfotos müssen zur Website oder dem Rahmen passen.
Wenn Sie eigene Internetseiten (oder Flyer oder andere Werbemittel) haben, über die Sie Ihre Produkte vertreiben, müssen die Bilder nicht nur untereinander zusammenpassen. Auch der Stil der Seite und der Stil Ihrer Bilder müssen harmonieren.
In einem klassisch gehaltenen Design sehen flippige Bilder fremd aus und umgekehrt. In einem professionellen Seitendesign werden schwache, amateurhafte Fotos den hochwertigen Eindruck in Sekundenschnelle vernichten. Auf einer selbst gebastelten Seite wiederum können extrem gestylte Bilder abstoßend wirken.
Auch hier kommt es sehr darauf an, was der Seitenbesucher bzw. der Kunde erwartet. Es gibt sehr viele hausgemachte Seiten mit hausgemachten Fotos, die hervorragend funktionieren: Der Anbieter liebt sein Design, es trifft völlig den Kern seines Wesens, es repräsentiert sein Angebot authentisch und die Kunden sind auf der gleichen Wellenlänge - perfekt!
Die meisten Seitenbesucher spüren intuitiv, ob etwas stimmig ist oder nicht. Es wäre in so einem Fall verkehrt, das ganze Konzept umzustülpen und die "Hausmacherseite" in eine Hochglanz-Seite zu verwandeln. Das würde die Hausmacher-Kunden völlig irritieren und den Eindruck erwecken, dass sich der nette, sympathische, leicht chaotische Herr Leberwurst von nebenan in einen geschniegelten Herrn Feinkost verwandelt hat, dessen Produkten man nicht mehr vertrauen kann - weil er jetzt ja etwas Besseres is(s)t?
Wenn Sie den Stil Ihres Auftritts verändern, machen Sie es behutsam, um Ihre Stammkunden nicht zu verunsichern.
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