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Verkaufsstarke Produktfotos für eBay und Online-Shops

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Stand: 4. April 2010

Was Produktfotos sind und worauf es ankommt

Der Unterschied zwischen Produktfoto und Werbefotografie

Zwischen Produkt- und Werbefotografie wird häufig nicht klar unterschieden. Vielleicht umschreibt folgender Satz den Unterschied am anschaulichsten: Produktfotos bilden ein Produkt ab, währen auf einem Werbefoto alles Mögliche gezeigt werden kann - unter anderem auch das Produkt.

  • Produktfotos zielen natürlich auch auf Werbung ab, sie wollen die Ware im besten Licht zeigen. Das Produktfoto ist dabei aber eher dokumentarisch-abbildend und erweckt auf den ersten Blick den Anschein von Objektivität. Produktfotos entstehen normalerweise im Fotostudio. Nur wenn das Produkt zu groß ist, z. B. eine große Maschine in einer Fabrikhalle oder eine Immobilie, macht der Fotograf die Aufnahme vor Ort.

  • Das Werbefoto will dagegen vor allem eins: Gefühle wecken. Solche Fotos erzählen Geschichten, sie wecken Assoziationen und lösen beim Betrachter einen Kaufreiz aus (manchmal aber auch völlige Ablehnung).

Einen fließenden Übergang zum Werbefoto stellen Produktfotos dar, die die betreffenden Produkte nicht im Studio, sondern im Gebrauch zeigen. Das sind häufig Bilder, bei denen Menschen zusammen mit dem Produkt gezeigt werden, oder Tiere, als Sympathieträger und Lifestyle-Element. Oder das Produkt wird in einer eindrucksvollen Umgebung (Location) platziert.

Diesen niedlichen Außerirdischen hätte man klassisch im Studio für einen Katalog fotografieren können (Produktfoto). Auf dem freien Feld sieht er aber viel eher aus, als wäre er gerade vom Himmel heruntergefallen (Werbefoto).

Professionelle Produktfotografie und die Möglichkeiten von Do-it-yourself-Aufnahmen

Die professionelle Produktfotografie hat mit dem, was wir im Folgenden tun werden, ungefähr so viel zu tun wie ein Formel-1-Ferrari mit einem Fiat Topolino.

Unsere Aufnahmen für Online-Shops sollen möglichst gut und professionell aussehen - und da lässt sich in den meisten Fällen viel erreichen, auch mit einer einfachen Ausrüstung. Trotzdem gibt es riesige Unterschiede zwischen selbst gemachten und professionell erstellen Bildern. Nicht alle fotografischen Aufgaben sind zum Nulltarif lösbar; sonst hätten Produktfotografen ihre Ausbildung vergeblich gemacht und viel Geld sinnlos investiert.

Vielleicht haben Sie bestimmte Vorstellungen davon, wie Ihr Foto aussehen sollte, und in Ihrem Kopf existiert ein Referenzbild, das in einem Profi-Studio mit einer Mittel- oder Großformatkameraaufgenommen wurde. Wenn Sie selbst, ausgerüstet mit einer 150-Euro-Kamera, in fünf Minuten nachmachen wollen, wofür ein ausgebildeter Fotograf mit teurem Equipement im Studio einen ganzen Tag benötigt, sind Ihre Erwartungen zu hoch gesteckt und die Enttäuschung ist vorprogrammiert.

Gerade was die Abbildungsqualität, die Schärfe und Detailgenauigkeit angeht, sind hochwertige (und damit teure) Kameras klar im Vorteil. In der Studiofotografie kommen fast ausschließlich Mittel- und Großformatkameras zum Einsatz, heutzutage immer mehr digitale. Nicht nur die Auflösung (Anzahl der Megapixel), die eine solche Kamera liefert, macht den Unterschied in der Bildqualität aus, sondern es werden hochwertige Objektive verwendet, die kristallklare und detailreiche Bilder liefern. Zusätzlich verfügen die Fachkameras über besondere Einstell- und Verstellmöglichkeiten, die einen Gegenstand ganz anders abbilden, als es mit normalen Kompakt- oder Spiegelreflexkameras der Fall ist.

Bild vergrößernSo sieht ein aufwändiges Produktfoto vom Profi aus - in dem Fall dem Produktfotografen Maximilian Mutzhas
(Copyright für dieses Foto: M. Mutzhas)

Was den meisten Menschen nicht bewusst ist: Für professionelle Produktfotos wird ein gigantischer Aufwand betrieben, nicht nur im Hinblick auf die Kameratechnik, sondern auch bei der Beleuchtung am "Set". Man achtet auf viele kleine Details, die dem Laien verborgen bleiben, die aber für die Qualität und Wirkung eines Bildes ausschlaggebend sind. Die Produktion eines einzelnen Fotos kann tatsächlich einen ganzen Tag in Anspruch nehmen!

Damit Sie nach diesem Warnhinweis nicht völlig frustriert sind und den Mut verlieren: Für die meisten Zwecke ist dieser gigantische Aufwand nicht nötig.

Worauf es ankommt, damit Ihre Produktfotos gut werden

Das Geheimnis guter - und einfacher - Produktfotografie besteht hauptsächlich darin,

  • die Objekte richtig zu beleuchten,

  • die richtige Perspektive zu finden und

  • auf viele kleine Details zu achten.

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Über die Autorin:

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Jacqueline Esen ist freiberufliche Fotografin und gibt ihr Wissen in Foto-Kursen, Online-Workshops und Fachbüchern weiter. Ihre Bücher "Der große Fotokurs" und "Digitale Fotografie" sind Bestseller ...

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