Besondere Produkte, besondere Fotos: Worauf Sie bei bestimmten Motiven achten müssen
Praxistipps und Einstellungsfragen
Die beste Perspektive finden
Bevor Sie mit dem Fotografieren anfangen, schauen Sie nach Aufnahmen von Konkurrenzprodukten. Sie können sich die Arbeit erleichtern, indem Sie Ihre Produkte auf die gleiche Weise zeigen wie Ihre Konkurrenz. Versuchen Sie darüber hinaus aber, gleichzeitig eine Ansicht Ihres Produkts zu finden, die anders und gerade deshalb attraktiv ist.
Fotografieren Sie Ihr Motiv von allen Seiten. Nicht nur Menschen, sondern auch Produkte haben ihre Schokoladenseiten. Finden Sie diese, indem Sie nicht nur von vorne, oben und unten fotografieren. Drehen Sie das Produkt in alle Richtungen, fotografieren Sie aus gleicher Höhe, vielleicht auch einmal aus einer leichten Untersicht, also von unten nach oben. Fotografieren Sie mindestens zehn Fotos mehr, als Sie üblicherweise fotografieren würden. Sie können später am PC die besten Bilder aussuchen und den Rest verwerfen. Wenn Sie sich mit Ihrem Motiv wirklich eingehend beschäftigen, finden Sie vielleicht eine ungewöhnlich attraktive Ansicht eines altbekannten Gegenstandes.
An das spätere Layout denken
Fotografieren Sie im Hoch- oder Querformat? Wo und wie sollen Ihre Bilder später präsentiert werden? Ein Wechsel zwischen den Formaten ist bei einer Präsentation möglicherweise störend. Fotografieren Sie komplette Serien: einmal nur im Hoch-, einmal nur im Querformat. Auch die Richtung, in die das Produkt gedreht ist, kann von Bedeutung im Layout sein. Steht das Bild später auf der linken Bildschirmseite, sollte es nach rechts gerichtet sein. Steht es rechts, ist eine Ausrichtung nach links wünschenswert. Die meisten Motive lassen sich nicht spiegeln, weil man es an Beschriftungen oder an Bedien-Elementen merken würde.
Mittige und zentrierte Bilder wirken manchmal langweilig, aber je nach Präsentation kann genau das richtig sein. Fotografieren Sie lieber ein paar Bilder zu viel als eins zu wenig.
Die Hauptsache: Ideen muss man haben!
Ob im Studio oder vor Ort: Ganz oft ist Erfindungsreichtum gefragt. Für die meisten Probleme gibt es natürlich teure, professionelle Lösungen, aber die sind nicht unbedingt nötig, wenn man gute Ideen hat.
So kann man beispielsweise kleine und leichte dreidimensionale Objekte an einem stabilen Draht befestigen, und diesen dann durch den Hintergrundkarton in eine Styroporplatte spießen. So muss man das kleine Objekt nicht von oben nach unten fotografieren, und es liegt nicht direkt auf dem Karton, sondern schwebt frei im Raum, was ihm beim Fotografieren eine ganz andere Tiefe gibt.
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