Rechtsformen für Existenzgründer

Von: Sandra Bonnemeier
Stand: 14. Juni 2009
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Die Rechtsform steht fest - und nun? Die nächsten Schritte

Wenn also die Entscheidung für eine bestimmte Rechtsform gefallen ist oder zumindest klar ist, welche Rechtsformen in die engere Wahl kommen, sollte sich jeder Existenzgründer eingehender mit den Details zu dieser/n Rechtsform/en befassen. Das kann durch eine persönliche Beratung geschehen, mit Hilfe des Internets und/oder durch einschlägige Literatur - am besten ist eine Kombination aus Selbststudium und persönlicher Beratung.

Sofern ein Einzelunternehmen (gewerblich oder freiberuflich) gegründet werden soll, genügt eine Anmeldung bei dem zuständigen Gewerbeamt bzw. für Freiberufler eine Anzeige bei dem jeweiligen Finanzamt. Das gleiche gilt für die Gründung einer GbR. Allerdings muss hier vorab noch ein Gesellschaftsvertrag geschlossen werden. Das ist sehr unbürokratisch auch mündlich möglich, aber nicht zu empfehlen. Es ist immer besser, die wichtigsten Dinge möglichst eindeutig und rechtssicher schriftlich zu regeln, um im Falle eines Rechtsstreits beweisen zu können, was vereinbart worden ist.

Gute Dienste können hier rechtssichere Musterverträge leisten. Diese sind natürlich nur dann rechtssicher, wenn sie nicht ohne nähere Kenntnisse der rechtlichen Lage individuell abgeändert werden. Sie haben aber den großen Vorteil, dass sie deutlich preiswerter zu bekommen sind als ein individuell erstellter und rechtlich geprüfter Gesellschaftsvertrag. Gleiches gilt auch für andere Verträge, wie z. B. GmbH-Gesellschaftsvertrag, Geschäftsführervertrag etc.

Entsprechende Musterverträge und vieles mehr bietet z. B. die Janolaw AG an.

Bei den Rechtsformen, bei denen eine Handelsregistereintragung erforderlich ist, muss zusätzlich zur Gewerbeanmeldung ein Notar eingeschaltet werden. Auch für die Eintragung einer Partnerschaftsgesellschaft (nur für Freiberufler) in das Partnerschaftsregister ist ein Notar erforderlich.

Die obigen Informationen können und sollen nicht alle Aspekte zum Thema "Rechtsformen" abdecken. Sie dienen dem raschen Überblick und sollen die Entscheidungsfindung erleichtern. Eine tiefergehende Beschäftigung mit der ausgewählten Rechtsform ist unbedingt zu empfehlen.

Weitere Informationen - auch zu nicht so häufigen und darum oben nicht genannten Rechtsformen - finden Sie bei akademie.de, aber auch bei existenzgruender.de sowie foerderland.de.

Literatur zu allen und/oder ausgewählten Rechtsformen gibt es ebenfalls reichlich - mal mehr mal weniger praxisnah und verständlich. Bevor Sie Geld für mitunter teure Fachliteratur ausgeben, sehen Sie sich in der örtlichen Bücherei nach aktuellen (!) Büchern um oder blättern Sie in einer gut sortierten Buchhandlung in entsprechenden Werken. Ansonsten kann es passieren, dass Inhalt und Schreibstil nicht Ihren Bedürfnissen entsprechen und Sie nur wenig von Ihrer Fachliteratur profitieren können. Zusätzlich empfiehlt sich eine persönliche Beratung z.B. bei dem zuständigen Wirtschaftsförderungsamt der Gemeinde, wo man Ihnen in der Regel gern auch, aber nicht nur, bei Fragen zum Thema Rechtsform behilflich sein wird.

Fazit

Vieles hängt von der Rechtsform ab: Haftungsfragen, Steuerbelastung, Image, Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten, Buchführungspflichten usw. Daher ist die vernünftige Wahl der Rechtsform nicht alles, aber für jeden Existenzgründer eine entscheidende, mitunter sogar existenziell wichtige Aufgabe, die aber mit vertretbarem Aufwand zu lösen ist.

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