Riester-Rente: Wie mies ist die Rendite für Riester-Verträge?

Was kommt beim "Riestern" wirklich raus, kommt man aus dem Riestern wieder raus und wie sinnvoll ist die Riesterrente überhaupt?

Von: Stefan Kuntz
Stand: 2. Dezember 2011
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Über den Autor: Stefan Kuntz

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Stefan Kuntz von der Künstlerberatung www.kuenstlerrat.de ist Unternehmensberater für KünstlerInnen aller Sparten, Theaterwissenschaftler und Seminarleiter für ver.di und andere Organisationen. Als Vorstandsmitglied des Bundesverbandes Freier Theater von 1992 bis 2000 war er Mitglied des Beirates der KSK und des Widerspruchsausschusses Darstellende Kunst. Er ist u.a. Autor des Buches "Survival Kit Freies Theater und Freier Tanz, ", 8. völlig überarbeitete und aktualisierte Auflage, Hannover Mai 2010.

Hilfe und Beratung zum konkreten Einzelfall bietet Stefan Kuntz unter der Telefonnummer 02202/708 870 oder per Mail an info@kuenstlerrat.de. Auf seiner Website finden Sie weitere Tipps zur Sozialversicherung, zu KSK und anderen Themen.

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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat Riester-Sparer mit harscher Kritik an der Vorsorge-Form "Riestern" aufgeschreckt. Macht das überhaupt Sinn? Mit was können Riester-Sparer rechnen? Sollte ein bestehender Riester-Vertrag gekündigt werden? Wir geben einen Überblick über die Sachlage.

Riester-Rente: Harsche neue Kritik und ernüchternde Zahlen

Skeptische Stimmen zur Riester-Rente gibt es schon seit geraumer Zeit. Bereits 2008 wurde durch einen Beitrag des ARD-Magazins "Monitor" (auf Youtube noch zu sehen) aufgedeckt, dass Leistungen aus der Riester-Rente auf eine eventuell notwendige Grundsicherung im Alter angerechnet werden. (Grundsicherung sind Sozialleistungen im Alter, falls die Altersrente nicht die Existenz sichert.) "Obendrauf", also zusätzlich, gibt es die Riester-Rente nur zur normalen Rente ohne Grundsicherungsbedarf. Wer eine sehr geringe Rente bekommt, hat also mit seinen Riesterzahlungen dem Sozialamt einen Teil von dessen Kosten vorfinanziert und selbst kein zusätzliches Geld.

Anders ausgedrückt: Sinn macht das Riestern also nur für Leute, die später eine Altersversorgung über dem Grundsicherungsbedarf erzielen. Kornelia Hagen, Expertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), wurde mit den Worten zitiert: "Menschen, die im Alter auf Grundsicherung angewiesen sein werden, laufen Gefahr, von ihrem angesparten Beiträgen gar nicht zu profitieren. So wird nach jetziger Rechtslage die Riester-Rente mit der Grundsicherung verrechnet. Rentner, die geriestert haben, bekommen den gleichen Grundsicherungssatz wie die, die nicht geriestert haben, und keinen Cent mehr."

Das ist aber nur ein Aspekt, auf den Skeptiker verweisen. Die DIW-Kritik an der Riester-Rente zielte hautpsächlich auf einen anderen Punkt ab: Für viele Riester-Sparer besteht die Gefahr, dass sie die Auszahlung ihres eingezahlten Kapitals und der erhaltenen staatlichen Zulagen überhaupt nicht erleben, weil sie nicht alt genug werden.

Jede Rentenversicherung, egal ob mit einem Riester-Vertrag oder ohne staatliche Förderung, ja sogar die "normale" Einzahlung in die Rentenversicherung, ist immer auch immer ein Spekulieren auf ein langes Leben. Die Einzahlungen rentieren sich um so mehr, je länger man lebt, denn eine Rente wird lebenslang gezahlt.

Das DIW hat nun herausgefunden, dass die Anbieter von Riester-Renten anders rechnen, weil sie höhere Lebenserwartungen annehmen. Die monatliche Rentenzahlung muss nach ihrer Ansicht geringer sein, weil die meisten Rentner länger leben als bisher. Anders als die Deutsche Rentenversicherung (DRV) sind Banken und Versicherungen ja keine Solidargemeinschaft, sie wollen Geld verdienen.

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Ich bin 32 und habe vor 3,5 Jahre eine Riester Rente abgeschlossen. Nun habe ich die Einzahlungen gestoppt. Kann ich mir das eingezahlte Geld ausbezahlen lassen? Was ist das beste um nich allzu viel zu verlieren?

Entweder sie wandeln Ihren Riester-Vertrag jetzt schon in etwas um, was mit der Finanzierung einer Immobilie zu tun hat(und zahlen weiter ein und bekommen weiter Zulagen), oder Sie warten bis Sie 60 sind, und lassen sich den BEtrag dann förderunschädlich als Abfindung einer Kleinbetragsrente auszahlen. Alles Gute Kuntz