Überbringen
Angemessen
Eine schlechte Nachricht braucht eine gute Kommunikation. Finden Sie es richtig, wenn Liebschaften per SMS aufgekündigt werden? Möchten Sie von Ihrer Entlassung aus der Zeitung erfahren?
Das Mindeste, was der Empfänger einer schlechten Nachricht erwarten kann, ist eine möglichst persönliche Benachrichtigung. Gehen Sie selbst dort hin oder laden Sie ihn zu sich ins Büro ein. Wenn das nicht möglich ist, rufen Sie ihn an.
Wenn es geschäftlicher und weniger brisant ist, beispielsweise die Nichtannahme eines Angebots, ist auch ein Brief möglich. Er drückt aus, dass Sie sich Zeit für den Empfänger nehmen.
Zeit ist etwas wert
Vergleichen Sie mal die verschiedenen Arten, eine Bewerbung abzulehnen. Ein schludriges
"Leider haben wir keine Stelle frei. Zu unserer Entlastung senden wir Ihre Unterlagen anbei zurück."
hinterlässt ein ganz anderes Gefühl als
"Wir bedauern, dass wir Ihnen derzeit keine Ihren Wünschen entsprechende Stelle anbieten können. Ihr Einverständnis vorausgesetzt, erlauben wir uns, Ihre Bewerbungsunterlagen zu behalten und zu gegebener Zeit erneut zu berücksichtigen."
Tatsächlich können Sie mit einer positiv formulierten Ablehnung oft mehr Werbung für Ihre Firmenkultur machen als Sie ahnen. Der Mehraufwand an Zeit rentiert sich.
Mehr hierzu im Beitrag: "Bitte recht freundlich!" - Der souveräne Umgang mit Reklamationen und Absagen.
Ganz schlechter Stil ist das Versenden einer E-Mail, SMS, Twitter-Nachricht oder sonstiger liebloser Kurztexte. Sie sind asynchron, das bedeutet, der Empfänger kann Ihnen nicht sofort antworten und Sie selbst verstecken sich hinter der Technik.
Vorwarnen
Wer in Krisenzeiten in das Büro des Chefs gebeten wird, hat sicherlich böse Vorahnungen. Aber auch dann ist es fairer, eine schlechte Nachricht anzukündigen.
Das braucht keine langen Vorreden (oder gar die gnadenlos in die Länge gezogene Nennung der Gewinner bei Casting-Shows, der vermeintlichen Spannung wegen), sondern nur eine Art Vorwarnung, dass es jetzt knüppeldick kommt.
