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Selbstständig als Trainer und Dozent

Was Sie mitbringen bzw. im Vorfeld klären müssen

Bild vergrößernWas einen guten Trainer/Dozenten ausmacht

Wenn Sie sich - neben dem Job oder hauptberuflich - als Trainer/Dozent etablieren wollen, dann ist der erste Schritt sich die eigenen Kompetenzen klar zu machen. Ganz grundsätzlich sollten Sie vor allem das unterrichten, für das Sie selbst eine Leidenschaft hegen, denn damit können Sie dann auch andere begeistern!

Wichtige Voraussetzungen sind:

  • praktische Erfahrung auf dem Gebiet (um die Theorie mit "Geschichten aus dem Alltag" zu bereichern und auf - fast - alle Fragen eine Antwort zu haben)

  • die Theorie weitestgehend zu beherrschen und sich die Wissenslücken durch Fachliteratur erarbeiten zu können

  • ein guter Trainer/Dozent/Ausbilder sein wollen und können - dazu gehört auch pädagogisches Geschick

Die praktische Erfahrung muss nicht zwingend aus dem Berufsleben stammen, auch viele Jahre Praxis auf hohem Freizeitniveau sind eine gute Basis!

Auch über seine Zielgruppe sollte man sich im Klaren werden:

  • Der Nachhilfemarkt für Kinder und Jugendliche bietet viele nebenberufliche Möglichkeiten, nur sind z.B. Teenager als Zielgruppe eventuell nicht jedermanns Sache ...

  • Junge Erwachsene in Aus- und Weiterbildung sind oft ein sehr interessiertes, aber auch anspruchsvolles Publikum.

  • Der Weiterbildungsmarkt für Arbeitnehmer und Arbeitssuchende ab Anfang 30 ist schon aufgrund des großen Bedarfs an Trainern und Dozenten sehr interessant, bedarf aber wegen des professionellen Anspruchs einiges an Vorbereitungszeit für die jeweilige Schulung.

  • Rentner und Senioren sind nicht nur eine ständig wachsende Zielgruppe für Weiterbildung, sondern ihnen steht auch ein vergleichsweise hohes Budget für Kultur & Bildung zur Verfügung! Diese Zielgruppe erfordert allerdings manchmal auch etwas mehr Einfühlungsvermögen und Geduld.

  • Gemischte Gruppen, d.h. aus mindestens zwei Altersgruppen zusammengewürfelt, geeint durch das gemeinsame Interesse am Unterrichtsthema, machen Ihre Dozententätigkeit sehr spannend. Aber Sie müssen dabei auch auf alle Bedürfnisse gleichzeitig eingehen können!

Die Zielgruppe ergibt sich oft ganz automatisch durch den Weiterbildungsträger, für den Sie als Dozent arbeiten: Volkshochschulen haben ein anderes Publikum als Nachhilfezentren oder Sprachschulen. Dazu mehr im Abschnitt "Gute Chancen bei Weiterbildungsträgern und als (Privat)Lehrer".

Machen Sie sich klar, dass Sie nur dann als Trainer/Dozent arbeiten können, wenn Sie wirklich etwas Fundiertes mitzuteilen haben und gerne mit Menschen arbeiten. Es gibt jede Menge schlechte Trainer, die sind für Ihr Publikum keine Bereicherung sind und i. d. R. auch selbst dauerhaft wenig Spaß an ihrer Arbeit haben. Auch wenn Sie nur nebenberuflich unterrichten, ist didaktisches Geschick eine wichtige Voraussetzung!

Und was bedeutet Didaktik?! Didaktik bedeutet,

  • vor allem die Kursgruppe zu leiten und dabei die Voraussetzungen der einzelnen Teilnehmer immer im Blick zu haben.

  • das Lernziel nie aus den Augen zu verlieren.

  • verschiedene Unterrichts-Methoden zu kennen und anwenden zu können.

  • für ein positives Lernklima zu sorgen.

Einige Hilfestellungen zur didaktischen Umsetzung Ihres (ersten) Kursthemas finden Sie im vorletzten Kapitel, "Kleine Toolbox für nebenberufliche Trainer".

Die mögliche Themenauswahl für Ihre allererste Schulung ist wirklich groß: Sprachen, EDV, Kommunikation, betriebswirtschaftliche Themen wie Rechnungswesen oder Marketing, Kunst und Kultur, Gesellschaft, Politik, Gesundheit oder Umwelt geben viele Möglichkeiten zu einer nebenberuflichen Tätigkeit. - Wo liegen Ihre Stärken?

Es ist für den Anfang ratsam, sich zunächst auf einen kleineren Bereich zu konzentrieren, in dem man besonders viele Vorkenntnisse hat. Mit ein wenig Erfahrung als Dozent und Trainer kann man die Bandbreite des Schulungsangebotes dann auch ausweiten.

Sie haben Ihre Wahl für das Thema Ihrer ersten Schulung getroffen und sich Gedanken über Ihre Zielgruppe gemacht? Prima, dann möchten Sie jetzt wahrscheinlich auch wissen, wie viel Geld Sie damit nebenberuflich verdienen können!

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Über die Autorin:

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Andrea Winckler ist Informatikerin und arbeitet freiberuflich als Dozentin im Bereich IT, Projektmanagement, Business Englisch und Bewerbungsmanagement. Außerdem betreut sie mit Begeisterung IT-Proje ...

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