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Seminare leiten: souverän, erfolgreich, wirksam

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Stand: 5. September 2012

Vorbereitende Maßnahmen

Rahmenbedingungen klären

Damit Sie überhaupt ein sinnvolles Angebot erstellen können, sollten Sie gleich zu Beginn darauf achten, mit Ihrem Kunden die Rahmenbedingungen detailliert abzusprechen. Dafür vereinbaren Sie am besten ein Briefing-Gespräch - denn selbst wenn Sie das Unternehmen schon kennen, wissen Sie nicht, was genau sich Ihr Auftraggeber von einem Training verspricht.

Vermitteln Sie Ihrem Kunden daher, dass es in seinem Interesse ist, wenn Sie sich über die Ziele des gewünschten Trainings austauschen, bevor Sie ein Angebot erstellen. Denn dann gehen beide Seiten von derselben Grundlage aus.

Die erste Frage, die Ihr Kunde Ihnen beim Briefing beantworten muss, lautet daher immer:

Was genau wollen Sie mit dem Training erreichen?

Oder anders gefragt: Was sollen Ihre Mitarbeiter nach dem Training wissen oder können, was sie jetzt noch nicht beherrschen?

Bitten Sie Ihren Kunden ruhig darum, hier konkret zu werden. Aussagen à la "Na, die sollen halt besser mit diesem Programm umgehen können!" helfen da wenig. Fragen Sie im Zweifelsfall nach: Was genau meint Ihr Kunde mit "besser"? Welche Funktionen sollen seine Mitarbeiter verstehen und einsetzen? Welches Ergebnis sollen sie damit erzielen können?

Ein präzises und überprüfbares Ziel könnte beispielsweise lauten:

  • Meine Mitarbeiter können nach dem Training selbstständig kleine Vorlagen für Einladungen mit Programm XY erstellen.

  • Die Mitarbeiter können nach dem Training das Content Management System eigenständig bedienen und Artikel nach definierten Kriterien einpflegen.

Je präziser die Aufgabenbeschreibung ist, umso einfacher wird es für Sie, den notwendigen Zeitaufwand zu kalkulieren - für Ihre Vorbereitung und natürlich auch für die Umsetzung. Schließlich wirkt ein fundiertes und realistisches Angebot einfach professionell.

Neben der inhaltlichen Klärung sollten Sie auch die übrigen Rahmenbedingungen im Vorfeld abklären: Um wie viele Mitarbeiter geht es? Kommen sie alle aus derselben Abteilung, kennen sich also, oder verbringen sie zum ersten Mal Zeit miteinander? Wie sind die Vorkenntnisse einzuschätzen? Sind da alle auf dem gleichen Stand? An welchem Wochentag soll das Training abgehalten werden? Vielleicht ja auch an mehreren Tagen? Inhouse oder auswärts?

All diese Varianten haben Vor- und Nachteile: Bei einem Inhouse-Training kann man zum Beispiel oft leichter auf aktuelle Bedürfnisse der Teilnehmer eingehen - andererseits kommt es zuweilen zu Störungen des Trainings durch den normalen Betriebsprozess. Wenn die Mitarbeiter sich bereits kennen, sind die Rollen oft klar verteilt und es ist zuweilen schwierig, aber dennoch notwendig, alte Zuweisungen aufzubrechen. Überlegen Sie am besten schon vor dem Briefing-Gespräch, was Sie selbst für sinnvoll halten würden und warum.

Sie sehen: Es gibt viel zu bedenken. Damit Sie nichts vergessen, kann eine Briefing-Checkliste nach dem folgenden Muster Sie unterstützen:

Briefing-Checkliste

  • Was genau ist das Ziel des Trainings? Was sollen die Mitarbeiter nach dem Training wissen oder können? (Auf konkrete und messbare Ergebnisse achten!)

  • Erfolgskriterien: Woran merkt der Auftraggeber, dass das Training erfolgreich war? Sammeln Sie ruhig mehrere Parameter.

  • Wie viele Mitarbeiter sollen teilnehmen?

  • Kennen die Mitarbeiter sich?

  • Vorkenntnisse (am besten in Abstufungen vermerken: keine - Grundlagen - Fortgeschrittene - teils-teils)

  • Maximale Trainingsdauer

  • Inhouse oder externer Veranstaltungsort

Wenn Sie zu all diesen Punkten die entsprechenden Informationen erhalten haben, geht es an den nächsten Schritt: die realistische Kalkulation Ihres Honorars.

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Über die Autorin:

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Heide Liebmann ist Expertin für Positionierungs-Coaching und Vordenkerin für authentisches Marketing. Mit ihrem Nasenfaktor-Konzept unterstützt sie Unternehmen und Freiberufler dabei, sich erfolgreic ...

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