SEPA-Pflicht ab 2014: Was sich bei der Lastschrift ändert

SEPA-Zahlungsvorschriften gelten ab Februar 2014 auch im Inland

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Stand: 12. Juni 2013

Ab Februar 2014 gelten die SEPA-Vorschriften auch im innerdeutschen Zahlungsverkehr. Mit der Umstellung von Bankleitzahlen und Kontonummern auf das internationale IBAN-BIC-Format ist es dabei längst nicht getan: Die Lastschriftvorschriften ändern sich gründlich. So verschwindet unter anderem die gute, alte Einzugsermächtigung. Wir erläutern, was auf Sie zukommt und wie Sie sich rechtzeitig auf die Umstellung vorbereiten.

SEPA („Single Euro Payments Area“) steht für „Vereinheitlichungen im Euro-Zahlungsverkehrsraum“. Für Geschäftsleute bedeutet SEPA dagegen vor allem eines: viel Arbeit in den nächsten Monaten.

Die meisten Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmen glaubten, das Thema SEPA sei mit der vergleichsweise schmerzlosen Umstellung von Bankleitzahlen und Kontonummern auf das internationale IBAN-Format bereits abgehakt. Der Unterschied zu den bisher üblichen Kontoangaben hält sich in Grenzen; die Vorteile liegen auf der Hand: Wenn man wirklich einmal eine Rechnung aus dem europäischen Ausland bekommt oder selbst eine schreibt, erfolgen die dazugehörigen Überweisungen und Gutschriften bereits jetzt schneller und zuverlässiger.

Die eigentliche SEPA-Umstellung kommt aber erst noch.

SEPA für inländische Überweisungen und Lastschriften

Im nächsten Jahr werden die bislang nebeneinander existierenden nationalen Zahlungsverkehrs-Systeme endgültig außer Kraft gesetzt. Ab Februar 2014 gelten auch in Deutschland nur noch die Vorschriften des Euro-Zahlungsverkehrsraum - und zwar auch für innerdeutsche Transaktionen!

SEPA ist mehr als der Euro-Raum

Der einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum erstreckt sich nicht nur auf den Euro-Raum. Dem SEPA-Verbund gehören zurzeit 32 Mitgliedsländer an: Neben sämtlichen 27 EU-Mitgliedsländern sind das Island, Liechtenstein, Monaco, Norwegen und die Schweiz. Die Nicht-Euroländer können sich mit der Umstellung auf die SEPA-Vorschriften allerdings noch bis zum 1. Oktober 2016 Zeit lassen.

Sofern das bislang noch nicht geschehen ist, benötigen Sie in Zukunft auch von Ihren inländischen Kunden und Lieferanten Kontonummer und Bankleitzahl im internationalen IBAN/BIC-Format. Falls Ihre Kontoverbindungsdaten auf Ihren Geschäftspapieren auftauchen, empfiehlt sich bei nächster Gelegenheit ein Neudruck. Außerdem sollten Sie möglichst bald prüfen, ob die von Ihnen eingesetzten Computerprogramme SEPA-tauglich sind!

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