Sicherheitsregeln für den eBay-Einkauf
Versandkosten und Bewertungen: Worauf Sie dabei achten sollten
Versandkosten
Es ist gefährlich, wenn Sie als Käufer lediglich auf den Angebotspreis schauen, nicht aber auf die Versandkosten!
In vielen - aber nicht allen - eBay-Kategorien gibt es zwar mittlerweile Versandkostenbeschränkungen, d. h., der Verkäufer darf keine exorbitanten Versandkosten berechnen. Trotzdem müssen Sie beim Preisvergleich immer den Gesamtpreis inkl. Versandkosten betrachten.
Ich habe vor kurzem nach Gartenmöbeln geschaut, weil ich dachte, dass sie im Winter vielleicht günstiger sind. Ich fand auch einen Verkäufer, der günstige Möbel im Angebot hatte. Aber: Er hatte einen sehr viel höheren Versandpreis hinterlegt als andere Verkäufer. Bei ihm hätte ich durch den Versand mehr bezahlt als bei Verkäufern, die zwar einen höheren Verkaufspreis, dafür aber geringere Versandkosten hatten.
Bewertungen
Wichtig ist es auch bei den Bewertungen, dass Sie diese genau lesen.
Negative Positiv-Bewertung bei eBay.
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Negative Bewertungen genau lesen
Dass man genau hinschauen sollte, gilt sowohl für positive als auch mögliche Negativbewertungen. Es passiert beispielsweise bei eBay nicht selten, dass Verkäufer eine negative Bewertung bekommen, weil der Käufer behauptet, nie die Bankdaten erhalten zu haben, obwohl die E-Mail nur im Spam-Ordner des Käufers hängengeblieben ist. Dann trifft zwar den Verkäufer eigentlich keine Schuld - eher hat der Käufer es versäumt, sich selbst um die Bankdaten zu kümmern und den Verkäufer anzuschreiben. Dennoch werden genau aus diesem Grund täglich viele negative Bewertungen von unerfahrenen Käufern verteilt.
Sie sehen: Negative Bewertungen können auch ungerechtfertigt zustandekommen. Von dem Kommentar "hat mir keine Bankdaten geschickt" sollten Sie sich also nicht unbedingt abhalten lassen - im Gegensatz zu Begründungen wie etwa von "Ware war ganz anders als beschrieben und schadhaft, Beschwerde wurde ignoriert".
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Positive Bewertungen genau lesen
Auch bei positiven Bewertungen sollten Sie die Kommentare aufmerksam lesen.
Haben sich beispielsweise in der letzten Zeit bei dem Anbieter Bewertungen der Art "Lange Lieferzeit, aber sonst okay" gehäuft, dann müssen Sie abwägen: Das könnte darauf hindeuten, dass der Verkäufer Lieferschwierigkeiten hat und im schlimmsten Fall irgendwann gar nicht mehr liefern kann. Auch viele Insolvenzfälle kündigen sich vorher schon über einen längeren Zeitraum durch schleppende Abwicklung an. Wenn sich solche Bewertungen häufen, sollten bei Ihnen die Alarmanlagen angehen.
Ganz kritisch unter die Lupe nehmen müssen Sie Bewertungen bei Produkten bzw. Verkäufern mit langen Lieferzeiten sowie bei Gutscheinverkäufern.
Mir persönlich ist es völlig unverständlich, dass viele Käufer einen Verkäufer selbst dann schon positiv bewerten, wenn sie die Ware noch gar nicht erhalten bzw. eingelöst haben. Hat ein Käufer zunächst unmittelbar nach Transaktionsende positiv bewertet und bekommt später seine Ware nicht, kann er nicht mehr negativ bewerten und andere Käufer sind nicht vorgewarnt.
Bewertungen wie "Netter Verkäufer, Ware kann ich noch nicht beurteilen, kommt später" sind bei ebay aber keine Seltenheit! Sie sind natürlich nicht wirklich aussagekräftig, auch wenn das Bewertungsprofil eines Verkäufers dadurch positiv erscheint. Jede vorschnell abgegebene positive Bewertung verbessert den Ruf des Verkäufers und animiert andere zum Kauf. So kann es passieren, dass der Verkäufer eine makellose Bewertungsbilanz hat, auch wenn nicht ein Käufer die Ware tatsächlich in den Händen hält.
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Bewertete Artikel ansehen
Der nächste Punkt, den man bei der Analyse der Bewertungen betrachten sollte, sind die Artikel, für die die Bewertungen abgegeben wurden.
Eine mögliche Masche sieht zum Beispiel so aus: Ein Verkäufer baut mit kleinpreisigen Artikeln im unteren Eurobereich ein Top-Profil auf. Dann stellt er auf sehr hochpreisige Artikel um, die er dann später nicht liefert.
Natürlich muss ein Umstellen der Produkte von billig auf teuer keinesfalls automatisch bedeuten, dass sich ein Betrug anbahnt. Aber ein zweiter und kritischer Blick lohnt sich dann auf jeden Fall - denn auf diese Art werden typischerweise Accounts aufgebaut, die später "havarieren".
Beispiel: Analyse eines konkreten Anbieters
Einen ausführlichen Artikel zu einem Beispiel habe ich hier veröffentlicht:
"Kritische Betrachtung eines Top-Verkäufer Profils bei eBay"
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