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Spam verhindern: wie Sie digitalem Werbemüll vorbeugen

97,5 Prozent Spam-E-Mails weltweit ...

Im Dezember 2009 und im Januar 2010 waren laut einer Studie von eleven 97,5 Prozent des weltweiten E-Mail-Aufkommens Spam.

Die Top-Spam-Versender waren: USA, Brasilien und - Deutschland. McAfee und ICF International haben errechnet, dass Spam pro Jahr für so viel CO2-Ausstoß verantwortlich ist, wie 3,1 Millionen Autos jährlich verursachen. Zeit, einen Blick auf die Problematik zu werfen. Auf dass Sie zukünftig von weniger Spam belästigt werden.

Drei wesentliche Entwicklungen sind der Grund für die Spam-Flut:

  1. Der Spam-Versand erfolgt über sog. Bot-Netze, die aus gekaperten, fremdgesteuerten PCs normaler Internet-Nutzer bestehen. Darüber können Massen von Spam für die Spammer kostenlos verschickt werden.

  2. Mit immer neuen Tricks wird versucht, die auf Wortfiltern basierenden und nur mit rudimentärer Intelligenz ausgestatteten Spamfilter zu umgehen. Zum Beispiel durch farboptimierte Bilder, gegen die rein textbasierte und einfache bilderkennende Verfahren wirkungslos sind.

  3. Es wird versucht, E-Mail-Adressen zu qualifizieren. Ähnlich den traditionellen Adresshändlern, die höhere Einnahmen für solche Adressen erzielen, sind nachgeprüfte, also qualifizierte, E-Mail-Adressen Gold wert für die E-Mail-Spammer.

Bot-Netze

Ein Bot-Netz ist die Kurzform von "Roboter-Netzwerk". Dabei handelt es sich um fernsteuerbare PCs, die zu einem virtuellen Netzwerk zusammengeschaltet sind. Dieses virtuelle Netz wird von einem so genannten Bot-Master gesteuert. Bekannte Bot-Netze sind zum Beispiel Agobot und Phatbot.

Wie entstehen Bot-Netze? Mit Hilfe von Computerviren und Trojanern werden PCs infiziert, die mit dem Internet verbunden sind. Dazu werden Sicherheitslücken der PCs und der Internet-Browser (insbesondere des Internet Explorers) ausgenutzt. Auf dem infizierten Rechner selbst wird dabei kein Schaden angerichtet - das wäre ja kontraproduktiv für die eigentlichen Einsatzzwecke, hauptsächlich: Spams verschicken und mit geballter Rechenpower so genannte Denial-of-Service-Attaken gegen fremde Rechner auszuführen.

Der normale Nutzer eines ferngesteuerten Rechners bekommt davon in der Regel nichts mit.

Im Wettrüsten mit den Herstellern von Anti-Spam-Software finden die Spammer immer neue, intelligentere Wege, um Spam an Filtern vorbei zu schmuggeln und um neue Rechner für ihre Bot-Netze zu kapern. Deshalb: Vorbeugung ist die beste Medizin. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, wie Sie Ihren Rechner so schützen können, dass Spam auf Dauer minimiert wird und wie Sie Ihre E-Mail-Adresse schützen können.

Auch das Nutzungsverhalten beim Lesen von E-Mails kann angepasst werden. Zum Beispiel können E-Mail-Clients so konfiguriert werden, dass Spammern möglichst wenig Nahrung geboten wird. Das ist unter anderem Thema des dritten Abschnittes.

Und schließlich kann Spam gezielt ausgefiltert werden - quasi die Akutbehandlung. Die unterschiedlichen Einsatzorte für Spamfilter, die einschlägigen Funktionen von Microsoft Outlook und Thunderbird sowie Zusatztools erläutert das letzte Kapitel dieses Kurses.

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Über den Autor:

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Alexander Greisle ist Trainer, Dozent und Berater. Seine Themenschwerpunkte sind die neue Arbeitswelt, Arbeits- und Lernmethoden und die Information Worker Performance. Zu seinen Kunden gehören namha ...

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