Seriöses E-Mail-Marketing
10 - 20 Prozent aller seriösen Newsletter werden zu Unrecht als Spam eingestuft. Und dies spiegelt nur die serverseitig blockierten E-Mails wieder - wie viele Sendungen bei den Empfängern weggefiltert werden, ist hier noch gar nicht eingerechnet. So ist die Zustellproblematik mittlerweile (neben Darstellungsproblemen) eines der Hauptprobleme im E-Mail-Marketing. Wir geben Hinweise, wie Sie die Wahrscheinlichkeit minimieren, dass Ihr Newsletter in Spamfiltern hängen bleibt.
Deutsche Marketing-Experten schätzen, dass bis zu 20 Prozent aller seriösen Newsletter weggefiltert werden. Das "Live Benchmarks Chart" (Abbildung rechts) von "Delivery Watch" - einem Zustellbarkeits-Controlling-Tool des renommierten E-Mail-Marketing-Dienstleisters Emarsys - zeigt das Dilemma: Am 12.02.2009 wurden sieben Prozent der ausgesendeten E-Mails als Spam zurückgewiesen, von weiteren sechs Prozent gibt es keine Rückmeldung - sie wurden vermutlich blockiert.
Die Zustellproblematik ist mittlerweile eines der Hauptprobleme im E-Mail-Marketing.
Die Gründe für die sogenannten "False Positives" - fälschlich als Spam eingestuften E-Mails - lassen sich nachvollziehen. E-Mail-Provider stehen im doppelten Zugzwang: Verbraucher erwarten, vor unerwünschten E-Mails geschützt zu werden. Gleichzeitig bedeuten Spamwellen oft eine bedrohliche Last für die E-Mail-Systeme - um Ausfälle zu vermeiden, müssen Spam-E-Mails erkannt und schon vor dem Eindringen in die E-Mail-Systeme abgewiesen werden. Alle größeren E-Mail-Provider sind daher mit teilweise recht "strengen" Spamfiltern ausgerüstet.
Um dennoch sicherzustellen, dass die (seriösen) Werbemails Ihrer Kunden sicher bei den Empfängern ankommen, stehen E-Mail-Marketing-Agenturen i.d.R. in ständiger Verbindung mit den E-Mail-Providern: Sie lassen sich dort als seriöser Newsletter-Anbieter in sogenannte 'Whitelists' eintragen. Die in diesen Listen genannten Absender (IP-Adressen) werden dann von den E-Mailsystemen 'unbesehen' durchgewunken.
Einzelpersonen aber können sich kaum in eine Whitelist eintragen lassen - allen, die über das eigene Versandsystem E-Mail-Marketing betreiben, bleibt dieser "bequeme" Weg durch die Filter damit verschlossen. Was kann man aber als Einzelperson tun, um mit eigenen seriösen E-Mails oder Newslettern nicht fälschlicherweise in Spamfiltern zu landen?

Schon während der Anmeldung sollte man fragen, ob der Empfänger HTML- oder Text-Mails bekommen möchte. Eine Text-Mail schont nicht nur den Leser; sie senkt auch das Risiko, in Spamfilter zu landen.