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Sponsoren finden: Sponsoring und Fundraising für Vereine

Vereins-Sponsoring - Vom Sinn des Vereins-Sponsorings

Diesen Beitrag gibt es in mehreren zielgruppenspezifischen Varianten. Diese Fassung ist speziell auf die Arbeit von Vereinen abgestimmt. Interessieren Sie sich für die Arbeit von Kultureinrichtungen, künstlerischen Institutionen und Kirchengemeinden, werden Sie im Beitrag "Kultur-Sponsoring" fündig.

Ein Sportler klagt: Für die Fußballjugend wurde uns nur eine halbe Stelle genehmigt. Dafür bekommt man heute aber keinen "ganzen" Trainer mehr. Deshalb müssen wir sammeln gehen, denn sonst gibt es bei uns bald Fußballtraining ohne Trainer - und das wäre für mich nicht vorstellbar!

So sieht es in vielen Vereinen aus: Sammeln müssen - aus purer Not! Aus dieser Not kann man aber auch eine Tugend machen, die auch Spaß macht und Erfüllung bringt - nicht zuletzt auch Erfolg - und das nötige Geld.

Sammeln gehen mit gebeugtem Rücken, mit "Leidens-Bitter-Mine" und Unterwürfigkeit bringt wenig ein und verursacht große Schmerzen, zum Beispiel durch ein beschädigtes Selbstwertgefühl. Deshalb gibt es den neuen Begriff "Fundraising", der neue Chancen eröffnet. Ein "Fund", mit dem man wuchern kann.

In der öffentlichen Diskussion und auch im Fachpublikum werden die Begriffe Sponsoring, Spenden, Fundraising, Stiftung oder Mäzenatentum oft verwechselt und nicht sauber voneinander getrennt. Deshalb soll hier zunächst vom Sponsoring ausgegangen werden, um dann auch die weiteren Formen der gemeinnützigen "Geldbeschaffung" zu beschreiben und konkrete Handlungshilfen für betroffene Vereine anzubieten.

Leider scheitern viele gute Ideen daran, dass vorschnell bei einer guten Idee abgewinkt wird, das ginge nicht oder das habe man schon in der Vergangenheit ohne Erfolg ausprobiert ...

In der Tat ist es oft der Fall, dass viele Spendenaktionen unter den Vorzeichen der Hilfsbereitschaft bei den Angesprochenen ins Leere liefen. Wenn es sich aber um eine Aktion handelt, bei der nicht nur die Spendensammler, sondern auch die Spender selber Vorteile daraus ziehen können, indem sie beispielsweise werbewirksam im Programmheft genannt werden, wird die Aktion plötzlich ein Erfolg, und es fließen namhafte Beträge. Wie man es beispielsweise bei einer Reihe von kulturellen, insbesondere musikalischen Veranstaltungen erleben konnte.

Es ist wahrscheinlich, dass diese Erfahrungen auch auf andere positiv empfundene Events im sportlichen, sozialen oder karitativen Bereich übertragen werden können. Auch hier gibt es zunehmend "Fundraising" (Social-Marketing).

Wenn in Programmheften Namenslisten von Unterstützern und Förderern auftauchen, werden auch größere Beträge überwiesen. Bekannte Beispiele sind das Schleswig-Holstein-Musikfestival oder die Münchner Biennale, aber auch viele kleine regionale Sport- und Kulturveranstaltungen. Hinzu kommen die immer stärker in den Vordergrund rückenden "Stiftungen".

Aber es müssen neue finanzielle und sonstige Ressourcen aufgetan werden, weil es kaum noch möglich ist, sportliche, kulturelle oder auch soziale Projekte nur aus öffentlichen Zuschüssen oder freiwilligen Spenden zu finanzieren. Denn die Menschen spenden nur noch zurückhaltend und viele traditionelle (kommunale) Fördertöpfe sind auf absehbare Zeit leer.

  • Deshalb müssen im Vereins-Sponsoring neue Wege beschritten werden, die zum Teil noch nie ausprobiert worden sind.

  • Deshalb wird auch viel Phantasie, Kreativität und Geduld nötig sein, die hier gemachten Vorschläge in die Praxis umzusetzen.

  • Deshalb sollten die Leserinnen und Leser bereit sein, Grenzzäune zu übersteigen und die "das-geht-nicht"-Brille" absetzen, um die hier schlummernden Chancen auch erkennen und nutzen zu können. Sponsoring fängt im Kopf an - und zwar im Kopf desjenigen, der eine Unterstützung haben will. Er oder sie muss sich dafür öffnen, dass Sponsoring und Fundraising eine Quelle der Freude und des gemeinsamen Vorteils sein können, denn der Spender freut sich genauso über seine Spende wie der Empfänger! (Manchmal sogar mehr!) Stichwort: "Friend-Raising".

Terminologie

Der nachfolgende Text wurde der Einfachheit halber in der männlichen Form geschrieben. Um die besondere Bedeutung der vielen weiblichen Aktiven hervorzuheben, wurde an Stellen, wo es angebracht erschien, die weibliche Form verwendet. In beiden Fällen ist das jeweils andere Geschlecht schlicht mitgemeint!

Fast alle verwendeten Eigennamen in den Beispielen und Praxisfällen sind frei erfunden. Eventuell auftretende Ähnlichkeiten wären daher rein zufällig.

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Über den Autor:

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Dr. phil. Joachim von Hein wurde 1953 in Hamburg-Wandsbek geboren und ist in St. Andreasberg im Oberharz aufgewachsen und zur Schule gegangen.

Nach dem Studium der Politischen Wissenschaften, Volkswi ...

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