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Deadline für Ihre Steuererklärung: 31. Mai 2016

Die Zeit zur Abgabe der Steuererklärung wird knapp? Auf keinen Fall den Kopf in den Sand stecken. Wir sagen, was Sie tun können.

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Stand: 18. April 2016 (aktualisiert)

Schon wieder einmal steht der Stichtag für die Steuererklärung vor der Tür: Bis zum 31. Mai 2016 muss die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2015 beim Finanzamt sein. Wenn Sie keine bösen Überraschungen erleben wollen, dann gehen Sie besser nicht auf Tauchstation. Wir sagen Ihnen, was zu tun ist und wie Sie notfalls Aufschub erhalten.

Kinder, wie die Zeit vergeht: Kaum hat das Jahr 2016 angefangen, schon ist die Zeit bis zur Steuererklärung fast schon wieder um. Am 31. Mai endet die Frist, die der Gesetzgeber den Steuerpflichtigen für die Erstellung von Jahresabschlüssen und Einkommensteuererklärungen einräumt. In § 149 der Abgabenordnung heißt es:

"Soweit die Steuergesetze nichts anderes bestimmen, sind Steuererklärungen, die sich auf ein Kalenderjahr oder einen gesetzlich bestimmten Zeitpunkt beziehen, spätestens fünf Monate danach abzugeben."

Vierjährige Steuer-Kür

Bitte beachten Sie: Die standardmäßige Fünfmonatsfrist gilt nur für Steuerzahler, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Arbeitnehmer, die ihre Einkommensteuererklärung freiwillig abgeben, können sich bis zum Ende der "Festsetzungsfrist" Zeit lassen. Die beträgt laut § 169 Abgabenordnung derzeit vier Jahre. Für das Steuerjahr 2015 endet die Abgabefrist demnach erst am 31.12.2019. Sogar eine Verlängerung dieses bereits recht großzügig bemessenen Zeitraums ist unter bestimmten Umständen möglich.

In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie Ihre freiwillige Steuererklärung aber nicht auf die lange Bank schieben: Schließlich wird es von Jahr zu Jahr schwieriger, sich genau an die einzelnen Sachverhalte zu erinnern und fehlende Belege aufzutreiben. Und die am Ende winkende Steuererstattung ist ja auch nicht zu verachten.

Zurück zur Steuererklärung für 2015 von Selbstständigen und Unternehmern: Sofern Sie Ihren betrieblichen Jahresabschluss und die dazugehörige (persönliche) Steuererklärung noch nicht fertig haben, halten Sie sich am besten eines der nächsten Wochenenden frei. Da heißt es dann wieder

  • Buchungsfehler suchen und korrigieren,

  • private Nutzungsanteile des Geschäftswagens und Bürotelefons ermitteln,

  • Abschreibungen berechnen,

  • Jahresabschluss vornehmen,

  • fleißig Belege für Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Steuerermäßigungen sortieren

und die Ergebnisse dann in die allseits beliebten Mantelbögen und Anlagen eintragen.

Steuernachhilfe und Insider-Tipps

Das deutsche Steuerrecht ist zwar kompliziert, aber keine Geheimwissenschaft. Die Grundzüge sollten Sie auch dann kennen, wenn Sie einen Steuerberater mit der Wahrung Ihrer Interessen betrauen:

Aufschub-Alternativen

Weiter mit der privaten Einkommensteuererklärung: Aufschieben können Sie die wenig geliebte Wochenend-Steuerbeschäftigung nur auf zwei Wegen:

  1. Sie beauftragen kurzfristig noch einen Steuerberater mit der Wahrung Ihrer Interessen. Denn Angehörige der steuerberatenden Berufe haben das Privileg, die Steuererklärungen ihrer Klienten erst am 31. Dezember des Folgejahres einreichen zu können. In begründeten Einzelfällen kann die Abgabefrist für die Steuererklärung für das Jahr 2015 sogar bis Ende Februar 2017 verlängert werden.

  2. Eine Fristverlängerung können Sie aber auch direkt beim Finanzamt erwirken: Dazu genügt ein formloser Antrag unter Angabe Ihrer Steuernummer, in dem Sie beispielsweise auf eine kurzfristig erforderliche Dienstreise, Krankheit oder akute Arbeitsüberlastung hinweisen.

In den meisten Fällen zeigen sich die Finanzverwaltungen – auch angesichts ihrer eigenen Arbeitsüberlastung – durchaus kooperativ und verlängern die Frist problemlos bis zum 30. September 2016.

Wer schweigt, stimmt zu!

Um der Finanzverwaltung Arbeit abzunehmen und sich selbst den Rücken freizuhalten, empfiehlt sich im Fristverlängerungsantrag der abschließende Satz: "Sollte ich von Ihnen bis zum 27. Mai 2016 keine anderslautende Nachricht erhalten, gehe ich davon aus, dass Sie meinem Antrag stattgeben." Fragen Sie trotzdem sicherheitshalber spätestens Anfang der letzten Maiwoche bei Ihrem zuständigen Sachbearbeiter nach, ob Ihr Antrag tatsächlich eingetroffen und akzeptiert worden ist.

Verspätungszuschlag

Wer dagegen "Mut zur Lücke" zeigt und die Frist verstreichen lässt, hat schnell schlechte Karten: Ein Verspätungszuschlag in Höhe von zehn Prozent der Steuerschuld, höchstens jedoch 25.000 Euro, droht demjenigen, der "seiner Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung nicht oder nicht fristgemäß nachkommt". So heißt es in § 152 der Abgabenordnung.

Wenn das unverschuldet geschieht, kann das Finanzamt zwar von der Strafe absehen. Erfahrungsgemäß sollte man die Geduld der beamteten Geldeintreiber aber nicht über Gebühr strapazieren.

Beraterfehler gehen zu Ihren Lasten

Auch Fristversäumnisse von Steuerberatern werden dem Steuerpflichtigen zugerechnet: Falls Sie nicht ohnehin laufend mit Ihrem Berater in Kontakt stehen, sollten Sie also rechtzeitig nachfragen, ob Ihre Unterlagen tatsächlich eingereicht sind oder eine erforderliche Fristverlängerung bereits beantragt ist.

Schätzung droht

Mit der Festsetzung der Steuerschuld sowie der Verhängung des Verspätungszuschlags muss der Fiskus auch keineswegs warten, bis Ihre Unterlagen endlich da sind: Notfalls werden Ihre Einkünfte nämlich geschätzt. Dabei müssen sich die Beamten zwar an Branchen- und anderen Erfahrungswerten orientieren. Zu Ihren Gunsten fallen solche Schätzungen jedoch in den seltensten Fällen aus.

Vorsicht vor der "Tauchstation"

Für Überraschung bei vielen sorglosen und dazu noch kurzfristig zahlungsunfähigen Steuerpflichtigen sorgt obendrein die Sonderbehandlung von Finanzamtsforderungen: Anders als Schulden bei "normalen" Gläubigern sind die beim Finanzamt nämlich sofort vollstreckbar!

Und: Ein Einspruch gegen den Steuerbescheid, so Erfolg versprechend er statistisch gesehen in einer Vielzahl von Fällen ist, setzt die Vollstreckung nicht außer Kraft! Wer sich gegen die drohende Pfändung schützen will, sollte deshalb umgehend mit seinem zuständigen Sachbearbeiter und der Vollstreckungsstelle seines Finanzamts Kontakt aufnehmen und auf eine gütliche Einigung drängen. Falls Sie bislang nicht gerade wiederholt als säumiger Zahler aufgefallen sein sollten, gelingt das normalerweise auch.

Lektüretipp: Im Beitrag "Steuerbescheid: Einspruch beim Finanzamt" werden die wichtigsten Fragen rund um das Widerspruchsverfahren und eine eventuell erforderliche Klage vor dem Finanzgericht beantwortet.

PC-Programme im Test

Moderne Steuerprogramme sind preiswert, durchweg einfach zu bedienen und prognostizieren die zu erwartenden Steuererstattungen oder Nachzahlungen meist recht genau. Die folgenden drei Programme schneiden bei Software-Tests regelmäßig besonders gut ab:

In vielen Fällen reichen aber auch die abgespeckten Versionen derselben Anbieter aus, wie zum Beispiel tax 2016 Standard von Buhl Data (ab 12,95 Euro), Steuer easy 2016 von der Akademischen Arbeitsgemeinschaft Verlagsgesellschaft (ab 14,99 Euro) und QuickSteuer 2016 von Lexware (ab 14,99 Euro).

Wer will, kann seine Steuererklärung inzwischen auch webbasiert erstellen. Software-Downloads und Installationen sind bei Nutzung der folgenden Dienste entbehrlich:

  • Bei "Taxango" von Buhl Data kostet eine Steuererklärung erschwingliche 9,99 Euro. Der Service kann kostenlos ausprobiert werden. Die Gebühr fällt erst an, wenn die Daten ans Finanzamt übermittelt werden sollen.

  • Auch mit dem "SteuerFuchs" der Hartwerk GmbH können Sie Ihre Einkommensteuererklärung im Internet erstellen und an den Finanzamtsserver übermitteln. Kostenpunkt: 14,95 Euro.

Wer seine Steuererklärung ohne kommerzielles Steuerprogramm anfertigt und lediglich seine Steuererklärung eigenhändig über das Internet an das Finanzamt übertragen will, nutzt dafür die kostenlose Finanzamtssoftware "ElsterFormular" oder das Dienstleistungsportal "ElsterOnline".

Wichtig: Selbstständige und Unternehmer sind mittlerweile verpflichtet, auch ihre private Einkommensteuererklärung in elektronisch signierter Form via Internet zu übermitteln! Die dafür erforderliche elektronische Signatur benötigen die meisten Geschäftsleute ohnehin für die laufenden Umsatzsteuervoranmeldungen und die jährliche Umsatzsteuererklärung.

Vorteil: Die bei unsignierten elektronischen Steuererklärungen erforderliche, handschriftlich unterzeichnete Mini-Steuererklärung per Post entfällt. Außerdem können Sie sich in vielen Fällen den Versand von Belegen komplett sparen.

Bitte beachten Sie: Welche Nachweise Sie trotz elektronisch signierter und übermittelter Steuererklärung nach wie vor in Papierform ans Finanzamt schicken müssen, können Sie im ElsterOnline-Merkblatt "Einzureichende Belege zur Einkommensteuererklärung" (PDF, 68 KB) nachlesen.

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Verlängerung der Abgabefrist in NRW bei Nutzung von Elster

Hallo zusammen,

die Deadline rückt näher und es ist klar, dass ich meine allererste Steuererklärung nicht rechtzeitig einreichen kann. Die für NRW nun möglich gewordene Verlängerung der Abgabefrist um zwei Monate bei Nutzung des elektronischen Übermittlung (Elster) ist schon mal eine tolle Sache. Habe mich soeben registrieren wollen und selbstverständlich erfolgt zur Nutzung des Verfahrens eine postalische Zusendung des Zugangscodes(?).
Meine Frage ist, ob eine quasi laufende Registrierung bei Elster ausreicht, um noch in den Genuss einer zweimonatigen Aufschiebung zu kommen oder erfolgt eine "Registrierung" erst mit Eingabe des Zugangscodes, der vielleicht nächste oder übernächste Woche kommt???

Über Antworten freue ich mich sehr

MfG und besten Dank vorab
T

Antwort: Verlängerung der Abgabefrist in NRW bei Nutzung von Els

Hallo T.,
am besten rufen Sie bei Ihrem Finanzamt an und teilen Ihrem Sachbearbeiter mit, dass Sie Ihre Steuererklärung ein paar Wochen später einreichen. Zusammen mit dem Verweis auf die geplante Elster-Steuererklärung wird Ihnen das Finanzamt daraus bestimmt keinen Strick drehen.
Viele Grüße
Robert Chromow

Lohnt es sich noch/überhaupt oder ist es zu spät?

Hallo,

Ich habe folgendes Problem und zwar möchte ich meine Steuererklärung machen (für die letzten 2-3 Jahre) und weiß nicht wie und worauf ich achten muss.

Ich hatte eigentlich gehofft dass sich in meinem Freundes- und Verwandtenkreis jemand dazu findet, aber dadurch sind mir jetzt viele Tage verloren gegangen und weiß es jetzt recht kurzfristig ist.

Dazu kommt dass die letzten Jahre viel passiert ist und ich nicht mal genau weiß ob sich die Steuererklärung in meinem Fall überhaupt lohnt da ich studiert habe (ohne Abschluss) und Befög erhalten hatte und nach nicht erbrachter Leistung seit letzten Jahr vollzeit Arbeiten musste und anfang Mai jetzt auch noch Arbeitslos wurde.

Zu meiner Person, ich bin 29 jahre und habe bereits eine Abgeschlossene Lehre und das Abi auf dem zweiten Bildungsweg nachgeholt.

Ich bin für das Studium zb. von Düsseldorf nach Aachen gezogen und musste 6 Monate lang einen doppelten Haushalt führen weil ich nicht fristgerecht Kündigen konnte. Mein Mentor an der Uni sagte mir dass es durch die Arbeitsaufnahme sehr wahrscheinlich ist dass es sich für mich Lohnen könnte die Kosten für die letzten Jahre in der Steuererklärung abzusetzen.

Aber ich bin sehr verunsichert und weiß nicht was, wie oder wo ich da Anfangen soll. Könnten sie mir vielleicht weiterhelfen? Was kann ich machen oder ist es jetzt schon zu spät?

Antwort: Lohnt es sich noch/überhaupt oder ist es zu spät?

Guten Tag,
Steuererklärungen "für die letzten 2-3 Jahre" können Sie noch abgeben. Mehr zu diesem Thema finden Sie weiter oben im Text unter der Überschrift "Vierjährige Steuer-Kür".

Die vielen anderen von Ihnen angesprochenen Aspekte sprengen leider den Rahmen eines Kommentarfeldes. Am besten wenden Sie sich mit Ihren Fragen an einen Lohnsteuerhilfeverein. Einen Verein in Ihrer Nähe finden Sie bei einer der beiden bundesweiten Dachorganisationen:

Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine e.V.
http://www.bdl-online.de/ und

Neuer Verband der Lohnsteuerhilfevereine e.V.
http://www.nvl.de/

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Ausgaben

Hallo Herr Chromow,
ich bin alleinerziehend, Mutter eines Kindes und eine freiberufliche Heilerin, seit einem Jahr übe ich diese Tätigkeit und müsste nun die Steuererklärung machen. Diese habe ich im April 2016 beim Finanzamt abgegeben. Beim Einkommenssteuer habe ich nur die Einnahmen eingegeben ( diese betrugen für 2015 100 €), das ALG I (diese habe ich im 2015 bekommen für 5 Monate) und bei der Anlage "Kind" habe ich das Kindergeld eingetragen (für 12 Monate im 2016).
Zur Zeit bekomme ich ALG II, die Freiberuflichkeit übe ich als Nebengewerbe.

Ich habe die folgenden Anlagen abgegeben:
- die Einkommenssteuererklärung
- Anlage Kind
- Anlage S

Ich habe mich nie zuvor mit der Steuern beschäftigt und habe nie eine Steuererklärung gemacht.
Aus diesem Grund, freue ich mich, wenn sie mir ein Paar Fragen beantworten könnten :) und zwar:

- Muss ich irgendwo auch die Ausgaben eintragen und wenn ja, welche und wo? (diese sind niedrig gewessen)
- Wenn sie diese Frage mit "ja" beantworten würden, kann ich das bis Ende Mai 2016 noch machen?

Mit vielen Grüßen, R.K.

Antwort: Ausgaben

Hallo R.K.,
danke für Ihre vertrauensvolle Anfrage: Wenn Sie in 2015 tatsächlich nur 100 Euro Einnahmen hatten und ansonsten ALG I bezogen haben, stellt sich die Frage nach den Ausgaben gar nicht: Dann bezahlen Sie nämlich überhaupt keine Steuern.

Abgesehen davon _müssen_ Sie selbstverständlich auch sonst keine Ausgaben eintragen - es ist aber in Ihrem eigenen Interesse, weil dadurch das zu versteuernde Einkommen sinkt. Freiberufler und Kleingewerbetreibende nutzen für die Gewinnermittlung das Steuerformular "Anlage EÜR", auf dem alle Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit und die dazugehörigen Ausgaben eingetragen werden. Ausführlichere Informationen zu diesem Thema finden Sie zum Beispiel im Beitrag
"Anlage EÜR zur Steuererklärung"
https://www.akademie.de/wissen/anlage-euer-2014
Das auf der "Anlage EÜR" ermittelte Ergebnis (den Einnahmenüberschuss/Gewinn) tragen Sie dann in die "Anlage S" ein. (Bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 Euro dürfen Sie die Gewinnermittlung auch formlos machen.) Aber wie gesagt: Für 2015 können Sie sich das vermutlich ohnehin sparen.

Falls sich herausstellt, dass Sie aufgrund anderer Einkünfte wider Erwarten für 2015 doch Steuern zahlen sollen, können Sie gegen den Steuerbescheid Einspruch einlegen und die Ausgabenbelege nachreichen. Das müssen Sie nicht bis Ende Mai erledigen.

Vielleicht hilft Ihnen das ja schon ein wenig weiter!?

Viele Grüße
Robert Chromow

Vielen Dank Herr Chromow, ich

Vielen Dank Herr Chromow, ich weiß jetzt bescheid :) und ich vertraue Ihnen. In der Jungle der Informationen kann ich jetzt ausruhen sozusagen :)

Nur ne Frage noch.. was bedeutet es "die Gewinnermittlung formlos zu machen"?

Danke und viele Grüße auch von mir!

Antwort: formlose Gewinnermittlung

Hallo,
"die Gewinnermittlung formlos zu machen" bedeutet, selbst festzulegen, wie die Betriebseinnahmen und -ausgaben gegliedert sind. Wenn Sie weniger als 17.500 Euro Umsatz pro Jahr machen, brauchen Sie sich nicht an die Struktur der amtlichen "Anlage EÜR" zu halten. Eine sehr einfache Struktur sähe zum Beispiel so aus:

1. Betriebseinnahmen
2. Betriebsausgaben
- Miete
- Telefon / Internet
- Büromaterial
- Reisekosten
- Anschaffungen / Abschreibungen

Viele Grüße
Robert Chromow

Dankeschön!!

Dankeschön!!

Verlängerung 4 Jahresfrist

Hallo,

ich studiere seit 2009 und habe dieses Jahr meinen Master abgeschlossen. Leider kann ich ja für 2009 und 2010 keine Steuererklärung mehr einreichen, dafür aber noch ab 2011. Da ich jetzt noch nicht zu 100% weiss, ob ich das dieses Jahr noch schaffe, wollte ich fragen, wie auf jeden Fall eine Fristverlängerung für 2011 erwirken kann (z.B. liegt bei mir eine chronische Krankheit mit 50% Behinderung vor => sollte ja als Begründung für die Fristverlängerung "verwertbar" sein?)

Haben Sie sonst noch Tipps für Studenten (ich habe z.B. schon eine abgeschlossene Berufsausbildung).

Danke für Ihre Antwort!

Antwort: Verlängerung 4 Jahresfrist

Guten Tag,
eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle nicht möglich. Daher nur ganz allgemein:

Frist-Verlängerungen werden m. W. nur in Ausnahmefällen und vor allem nur aufgrund akuter, unvorhersehbarer Verhinderungen gewährt, die der Steuerpflichtige nicht zu vertreten hat (z. B. Unfälle). Das ist bei einer chronischen Krankheit aus meiner Sicht nicht der Fall.

Das ist jedoch nur meine persönliche Einschätzung. Am besten sprechen Sie mit einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein. Einen Verein in Ihrer Nähe finden Sie zum Beispiel hier:
http://www.vlh.de/
Sie können sich auch direkt ans Finanzamt wenden.

Viel Erfolg und freundliche Grüße
Robert Chromow

Hallo Herr Chromow, besten

Hallo Herr Chromow,

besten Dank für Ihre Rückmeldumg

Ein Steuerberater bzw. ein Lohnsteuerhilfeverein wird für mich wohl das Beste sein.
Die Vereinigte Lohnsteuerholfe e.V. (VLH) hat jedoch nicht gerade den besten Ruf (z.B. werden Mitgliedsbeiträge eingezogen, obwohl man gar kein Mitglied mehr ist, usw.), sodass ich diesen Laden gerne meiden würde.

Gibt es denn ein unabhängiges Portal, dass Lohnsteuerhilfevereine testet bzw. bewertet? Gibt es speziell für Studenten preiswerte Alternativen (in meinem Fall München), da ja die Stuererstattung bzw. Anrechnung für Folgejahre ggü. "normalen Arbeitnehmern" entsprechend gering ist.

Antwort: Lohnsteuerhilfevereine

Hallo,
und vielen Dank für Ihren Hinweis:

Das Online-Verbrauchermagazin "Finanztip" empfiehlt in seinem Beitrag
"GÜNSTIG UND GUT BERATEN ZUR STEUERERKLÄRUNG"
http://www.finanztip.de/lohnsteuerhilfeverein/
... die beiden Dachorganisationen

Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine e.V.
http://www.bdl-online.de/ und

Neuer Verband der Lohnsteuerhilfevereine e.V.
http://www.nvl.de/

Falls Sie mit einem dieser Anbieter Erfahrungen sammeln, freuen wir uns über einen kurzen Erfahrungsbericht!

Viele Grüße
Robert Chromow

Steuererklärung für 4 Jahre mit Tax2015?

Hallo...

Ich möchte meine erste Steuerklärung machen. Im Jahr 2011 habe ich mein Studium begonnen und bin 2014 fertig geworden. 2015 habe ich mein erstes Gehalt verdient. Nun möchte ich eine Steuererklärung für die letzten 4 Jahre machen. Sollte man da lieber zu einem Steuerberater gehen oder kann man auch mit z.B. Tax 2015 solch eine Steuererklätung (2011 bis 2014) machen?

Viele liebe Grüße!

Antwort: Steuererklärung für 4 Jahre mit Tax2015?

Guten Tag,
ob Sie die Steuererklärungen für die vergangenen vier Jahre eigenhändig oder mit Unterstützung eines Steuerberaters erstellen, hängt von Ihren Vorkenntnissen und der Komplexität Ihres Steuerfalls ab.

Was die Steuersoftware betrifft: Mit tax2015 können Sie nur die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2014 machen. Das gilt m. W. auch für alle anderen kommerziellen Steuerprogramme. Um die Steuererklärungen für die Jahre 2011 bis 2013 zu erstellen, benötigen Sie die Softwareversionen der Jahre 2012 bis 2014.

Für das Ausfüllen der Formulare und die Datenübermittlung können Sie selbstverständlich auch die kostenlose Finanzamtssoftware "ElsterFormular"
https://www.elster.de/elfo_home.php
oder das Dienstleistungsportal "ElsterOnline"
https://www.elsteronline.de/eportal/
nutzen.

Alles Gute und herzliche Grüße
Robert Chromow

4-jährige Steuerkür

Eine kleine Bemerkung zu der aus meiner Sicht relativ sinnlosen Aussage "...verlängern Sie mit langem Zaudern ohne Not das zinslose Darlehen..."
Da das Finanzamt ab dem 16. Monat Zinsen in Höhe von 6%/Jahr zahlt, ist es in Anbetracht der Zinslage ziemlicher Blödsinn die freiwillige Steuerklärung früher abzugeben, insofern man sie nicht gänzlich vergisst ;-)
So viel zu ihrer Aussage.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort: 4-jährige Steuerkür

Guten Tag - und vielen Dank für Ihren Hinweis auf den Zins-Anachronismus. Sie haben völlig Recht: Der Satz ergibt angesichts des aktuellen Zinsniveaus keinen Sinn mehr - im Gegenteil.

Eine freiwillige Steuererklärung gleich "gänzlich zu vergessen", würde ich andererseits auch nicht empfehlen: Was nützt die attraktivste Verzinsung, wenn man letztlich nicht in deren Genuss kommt. Das wäre dann erst recht "ziemlicher Blödsinn". :-)

So oder so: Wir werden den Artikel bei nächster Gelegenheit aktualisieren.

Mit freundlichen Grüßen
Robert Chromow

Abgabefrist

Hallo :-)
Herzlichen Dank für diese herrlich verständlichen Erklärungen.
Dankeschön Mit freundlichen Grüßen Michaela ;-)

Verfahren Verlängerung freiwillige Steuererklärung?

Hallo,
die Frist für eine freiwillige Steuererklärung brträgt ja derzeit 4 Jahre. Würde gerne 2008 nachreichen, wissend das ich eine Ablehnung bekomme. Würde dann gerne Einspruch erheben und mich an ein derzeit laufendes Verfahren dranhängen, sollte eines zu diesem Thema laufen, um zumindest einen Fuß in der Tür zu haben. Wissen Sie, ob derzeit vor Gericht ein solches Verfahren läuft, oder hat der BFH diesbezüglich bereits sein Schlußwort gesprochen, sprich lohnt es sich für 2008 evtl oder ist das verlorene Liebesmühe?
Gruß, Sara

Antwort: Verfahren Verlängerung ...

Guten Tag,
meines Wissens hat sich die grundlegende Rechtsprechung in Bezug auf die sogenannte Anlaufhemmung der vierjährigen Festsetzungsfrist bei freiwilliger Veranlagung in den letzten Jahren nichts geändert.

Ob sich in Ihrem Einzelfall trotzdem Ansatzpunkte für einen verzögerten Beginn der Festsetzungsfrist ergeben, besprechen Sie am besten mit einem Steuerberater oder Sie wenden sich an einen Lohnsteuerhilfeverein in Ihrer Nähe.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Hallo Herr / Frau Kunow,
Sie haben völlig recht: Ich habe die Formulierung gleich geändert.
Herzlichen Dank für Ihren Hinweis und freundliche Grüße
Robert Chromow

Der Hinweis auf ElsterOnline ist missverständlich.
Die Einkommensteuererklärung kann man (noch) nicht online bei ElsterOnline erstellen/ausfüllen (so wie etwa die Umsatzsteuer-Voranmeldung). Man kann aber mit einem elektronischen Zertifikat, das man über ElsterOnline erhält, die mit z.B. Elster-Formular erstellte ESt-Erklärung übermitteln.
So steht es in den Hinweisen der Elster-Portale.

Beste Grüße
I. Kunow

Ach was.... zuerst kommt ne Erinnerung ( so im August ) dann kommt ein Hassbrief und dann erst ein Drohbrief. Notfalls gibt man ein leeres Formular mit Adresse und Steuernummer ab. So gehts dann über ein Jahr.

Hallo Beate,
Der offizielle Stichtag ist auch in diesem Jahr der 31. Mai. Weil der diesmal jedoch auf einen Samstag fällt, genügt es, wenn die Steuererklärung 2007 am Mo., 2. Juni 2008 beim Finanzamt eintrifft.
Freundliche Grüße
Robert Chromow

Hallo! Ich habe auf einem "Geld-Blog" gerade gelesen, dass der Termin nicht der 31. Mai ist. Man hat dieses Jahr ein wenig mehr Zeit. Stimmt das, was auf
http://www.geld-kompakt.de/2008/05/23/zutaten-fuer-eine-schnelle-steuere... seht?
viele grüße, beate

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