Steuerliche Freigrenzen, Freibeträge, Pauschbeträge, Höchstbeträge von A-Z

Damit Sie den Überblick nicht verlieren, haben wir die wichtigsten steuerlichen Freigrenzen/-beträge für Sie zusammengestellt

Von: Josef Ellenrieder
Stand: 14. September 2011
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Josef Ellenrieder, Jahrgang 1943, Diplom Betriebswirt FH, lehrt an diversen Fachhochschulen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern die Themen: Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungs ...

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Freibetrag, Freigrenze, Pauschbetrag - das Steuerrecht verfügt über einen eigenen Wortschatz. Damit Sie den Überblick nicht verlieren, haben wir die wichtigsten steuerlichen Freigrenzen/-beträge für Sie zusammengestellt.

Freigrenze und Freibetrag - wo ist der Unterschied?

Eine Freigrenze ist ein Betrag, der bei der Besteuerung nicht angesetzt wird, solange der Betrag nicht überschritten wird. Liegt der Betrag über der Freigrenze, so wird der Betrag allerdings voll angesetzt, nicht etwa anteilig. Eine Freigrenze ist im Gesetzeswortlaut an dem Wort "wenn" zu erkennen.

Beispiel: Laut Gesetz bleiben Gewinne aus Veräußerungsgeschäften steuerfrei, wenn sie weniger als 600 Euro im Kalenderjahr betragen.

Angenommen, Ihr Veräußerungsgewinn beträgt im Fall a) 400 Euro und im Fall b) 1.500 Euro.

Im Fall a) liegen die 400 Euro unter der Freigrenze, der Betrag wird also nicht angesetzt, er ist also steuerfrei. Im Fall b) dagegen liegen die 1.500 Euro über der Freigrenze, der Betrag wird voll angesetzt, er muss komplett versteuert werden.

Ein Freibetrag ist ein Betrag, der bei der Besteuerung immer frei bleibt; es liegt insoweit eine sachliche Steuerbefreiung vor. Ein Freibetrag ist im Gesetzeswortlaut u.a. an dem Wort "soweit" zu erkennen.

Steuerfreigrenzen, Freibeträge, Pauschbeträge, Höchstbeträge von A-Z

Abfindungen: ersatzlose Streichung des § 3 Nr. 9 EStG, Steuerfreiheit seit 2006 abgeschafft (mehr ...).

Alleinerziehende, siehe Entlastungsbetrag für Alleinerziehende.

Altersentlastungsbetrag (§ 24a EStG): Der Altersentlastungsbetrag beträgt im Kalenderjahr 2012 28,8 % (2013 27,2 %) des Arbeitslohns und der positiven Summe der Einkünfte, höchstens jedoch einen Betrag von 1.368 Euro (2013: 1.292 Euro). Der maßgebende Altersentlastungsbetrag ist abhängig von dem Kalenderjahr, das auf die Vollendung des 64. Lebensjahres folgt. Bis zum Kalenderjahr 2040 wird der Altersentlastungsbetrag auf 0 Euro abgeschmolzen.

Altersheim, siehe Heim- bzw. Pflegeaufwendungen.

Altersvorsorgeaufwendungen (siehe Steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge): seit 2008 2.100 Euro.

Altersvorsorgezulage nach §§ 83 ff. EStG: Steuerliche Förderung der privaten Altersvorsorge ("Riesterrente").

Ansparrücklage. Nach § 7g Abs. 3 Satz 5 EStG a.F. durften die am Bilanzstichtag insgesamt gebildeten Rücklagen je Betrieb des Steuerpflichtigen den Betrag von 154.000 Euro nicht übersteigen. Bei einem Existenzgründer beträgt der Höchstbetrag 307.000 Euro (§ 7g Abs. 7 Nr. 2 EStG a.F.). Die Rücklage darf 40 Prozent der Anschaffungs- oder Herstellungskosten des begünstigten Wirtschaftsgutes nicht überschreiten (§ 7g Abs. 3 Satz 2 EStG a.F.). Die Ansparabschreibung wurde durch den neuen Investitionsabzugsbetrag ersetzt (mehr ...)

Anteilveräußerung (Beteiligungsveräußerung). Die Beteiligungsgrenze des § 17 Abs. 1 EStG beträgt 1% innerhalb der letzten fünf Jahre. Der Freibetrag nach § 17 Abs. 3 EStG beträgt 9.060 Euro; die Abschmelzungsgrenze beträgt 36.100 Euro.

Arbeitgeberdarlehen (Mitarbeiterdarlehen, Personalkredit): Der BFH entschied 2006 (VI R 28/05, BStBl II 2006, 781), dass der Arbeitnehmer keinen lohnsteuerlich zu erfassenden Vorteil erlangt, wenn der Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer ein Darlehen zu einem marktüblichen Zinssatz gewährt.

Arbeitnehmer-Pauschbetrag (§ 9a Nr. 1 Buchst. a EStG) i.H.v. 1.000 Euro, bei Versorgungsbezügen 102 Euro

Arbeitnehmer-Sparzulage für vermögenswirksame Leistungen: 20 % von maximal 400 Euro bzw. bei Bausparverträgen 9 % von maximal 470 Euro (mehr ...).

Arbeitsessen sind bis zu einem Betrag von 40 Euro inkl. MwSt. kein Arbeitslohn.

Arbeitszimmer, häusliches: ein häusliches Arbeitszimmer wird nur dann steuerlich anerkannt, wenn es den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit bildet (mehr dazu hier).

Aufmerksamkeiten sind bis zu einem Betrag von 40 Euro kein Arbeitslohn (mehr ...).

Ausbildungsfreibetrag nach § 33a Abs. 2 EStG = 924 Euro.

Ausbildungskosten nach § 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG bis zu 4.000 Euro.

Bauabzugsteuer: Der Steuerabzug muss nicht vorgenommen werden, wenn die Gegenleistung bei Leistungsempfängern, die ausschließlich steuerfreie Umsätze nach § 4 Nr. 12 Satz 1 UStG ausführen, 15.000 Euro im Kalenderjahr, in den übrigen Fällen 5.000 Euro nicht übersteigt (§ 48 Abs. 2 Nr. 1 und 2 EStG).

Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen, die zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden (§ 10f EStG). Die jeweiligen Aufwendungen können zehn Jahre lang bis zu 9 Prozent wie Sonderausgaben abgezogen werden.

Begrenztes Realsplitting, siehe unter Ehescheidung.

Behinderten-Pauschbeträge nach § 33b Abs. 1 bis 3 EStG zwischen 310 Euro und 3.700 Euro.

Beiträge des Arbeitgebers zu Pensionskassen, Pensionsfonds und Direktversicherungen sind nach § 3 Nr. 63 EStG bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung steuerfrei; zusätzlich wird ein Höchstbetrag bis zu 1.800 Euro gewährt.

Betreuungsfreibetrag seit 2010 = 1.320 Euro.

Betriebsausgabenpauschale: Bei hauptberuflicher selbstständiger schriftstellerischer oder journalistischer Tätigkeit können 30 % der Betriebseinnahmen, höchstens 2.455 Euro jährlich als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Bei wissenschaftlicher, künstlerischer oder schriftstellerischer Nebentätigkeit (auch Vortrags-, Lehr- und Prüfungstätigkeit), die nicht unter § 3 Nr. 26 EStG fällt, können 25 % der Betriebseinnahmen, höchstens 614 Euro jährlich als Betriebsausgaben abgesetzt werden.

Betriebsveranstaltungen: Die Bruttoaufwendungen je Arbeitnehmer sind bis insgesamt 110 Euro (Freigrenze) je Veranstaltung kein Arbeitslohn (mehr ...).

Betriebsveräußerung: Der Freibetrag beträgt 45.000 Euro. Voraussetzung ist, der Steuerpflichtige hat das 55. Lebensjahr vollendet oder ist dauernd berufsunfähig im sozialversicherungsrechtlichen Sinn. Die Abschmelzungsgrenze beträgt 136.000 Euro.

Bewirtungskosten: Der abzugsfähige Teil beträgt 70 % (mehr ...).

Diensteinführung, Verabschiedung usw. Freigrenze für Sachleistungen je teilnehmender Person einschließlich USt von 110 Euro.

Ehescheidung: Unterhaltsleistungen können bis maximal 13.805 Euro als Sonderausgaben abgezogen werden. Der Höchstbetrag erhöht sich um den Betrag der im jeweiligen Veranlagungszeitraum nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 für die Absicherung des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Ehegatten aufgewandten Beiträge.

Einkommensteuer-Vorauszahlungen: Einkommensteuervorauszahlungen sind nur festzusetzen, wenn sie mindestens 200 Euro im Kalenderjahr und mindestens 50 Euro für einen Vorauszahlungszeitpunkt betragen (§ 37 Abs. 5 EStG). Eine nachträgliche Erhöhung von Vorauszahlungen für einen bereits abgelaufenen Vorauszahlungszeitraum muss mindestens 2.500 Euro betragen. Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen werden nur berücksichtigt, wenn sie 600 Euro übersteigen. Durch das JStG 2009 vom 19.12.2008 werden die Beträge ab dem Jahr 2009 verdoppelt.

Einkunftsgrenze für Kinder seit 2010 bei 8.004 Euro.

Entfernungspauschale: Die Entfernungspauschale beträgt 0,30 Euro/Entfernungskilometer.

Entlastungsbetrag für Alleinerziehende: gem. § 24b EStG i.H.v. 1.308 Euro.

Erholungsbeihilfen: Nach § 40 Abs. 2 Nr. 3 EStG kann die Lohnsteuer mit 25 % pauschal erhoben werden, wenn die Erholungsbeihilfen 156 Euro für den Arbeitnehmer, 104 Euro für dessen Ehegatten und 52 Euro für jedes Kind nicht übersteigen.

Fehlgeldentschädigungen gehören bis zu 16 Euro im Monat nicht zum Arbeitslohn.

Geringfügige Beschäftigung: Der Arbeitslohn darf 450 Euro im Monat durchschnittlich nicht übersteigen (siehe Geringfügig Beschäftigte). Siehe auch Kurzfristige Beschäftigung (und hier ....

Geringwertige Wirtschaftsgüter: Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, dürfen für das einzelne Wirtschaftsgut 150 Euro nicht übersteigen (§ 6 Abs. 2 EStG). Für den Werbungskostenabzug beträgt die GWG-Regelung 410 Euro statt 150 Euro (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7 Satz 2 EStG). Für Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten 150 Euro aber nicht 1.000 Euro übersteigen, ist ein jährlicher Sammelposten zu bilden (§ 6 Abs. 2a EStG) und im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindern aufzulösen (mehr ...).

- Durch das Wachstumsbeschleunigungsgesetz vom 22.12.2009 werden die Regelungen zur Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter geändert. Für Wirtschaftsgüter, die nach dem 31.12.2009 angeschafft, hergestellt oder in das Betriebsvermögen eingelegt werden, hat der Steuerpflichtige mit Gewinneinkünften das Wahlrecht, einen Sofortabzug bei selbstständig nutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens vorzunehmen, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten jeweils 410 Euro nicht übersteigen.

- Alternativ zu der Sofortabschreibung nach § 6 Abs. 2 Satz 1 EStG kann der Steuerpflichtige mit Gewinneinkünften bewegliche abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 150 Euro bis zu 1.000 Euro in einen jahresbezogenen Sammelposten einstellen.

Geschenke; die Freigrenze pro Empfänger im Wirtschaftsjahr beträgt 35 Euro (mehr ...).

Geschenke von geringem Wert sind als Wertabgaben nicht steuerbar, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der dem Empfänger im Kalenderjahr zugewendeten Gegenstände insgesamt 35 Euro (ohne USt) nicht übersteigen.

Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften bleiben gem. § 23 Abs. 3 EStG steuerfrei, wenn sie weniger als 600 Euro (Freigrenze) im Kalenderjahr betragen.

Grundfreibetrag § 32a EStG: Grundfreibetrag ab 2009 auf 7.834 Euro und ab 2010 8.004 Euro und ab 2013 8.130 Euro (§ 52 Abs. 41 EStG).

Haushaltsersparnis: Wird bei einer Heimunterbringung wegen Pflegebedürftigkeit der private Haushalt aufgelöst, ist die Haushaltsersparnis mit dem in § 33a Abs. 1 Satz 1 EStG genannten Höchstbetrag (7.680 Euro) der abziehbaren Aufwendungen anzusetzen. Höchstbetrag ab dem Veranlagungszeitraum 2010 bei 8.004 Euro.

Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse gem. § 35a Abs. 1 Nr. 1 und 2 EStG: Die Steuerermäßigung beträgt

- bei geringfügig Beschäftigten 10 % der Aufwendungen, höchstens 510 Euro,

- bei anderen haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen 20 % der Aufwendungen, höchstens 4.000 Euro.

Haushaltsnahe Dienstleistungen nach § 35a Abs. 2 EStG: Die Steuerermäßigung beträgt 20 % der Aufwendungen, höchstens 1.200 Euro. Unter bestimmten Voraussetzungen erhöht sich der Betrag für die Inanspruchnahme von Pflegeleistungen von 600 Euro auf 1.200 Euro (mehr ...).

Durch das FamLeistG vom 22.12.2008 werden die nicht geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse und die haushaltsnahen Dienstleistungen, einschließlich Pflege- und Betreuungsleistungen zusammengefasst. Die Förderung beträgt insgesamt 20 % der Aufwendungen, maximal 4.000 Euro.

Handwerkerleistungen: Für die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen beträgt die Steuerermäßigung 20 % der Aufwendungen, höchstens 1.200 Euro.

Hinterbliebenen-Pauschbetrag nach § 33b Abs. 4 EStG 370 Euro.

Kilometerpauschale bei Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit und Fahrtätigkeit. Die Pauschale beträgt bei einem

- Kraftwagen 0,30 Euro je Fahrtkilometer,

- Motorrad oder einem Motorroller 0,13 Euro je Fahrtkilometer,

- Moped oder Mofa 0,08 Euro je Fahrtkilometer,

- Fahrrad 0,05 Euro je Fahrtkilometer.

- Für jede Person, die aus beruflichen Gründen mitgenommen wird, erhöht sich der Kilometersatz bei Kfz um 0,02 Euro und der bei Motorrädern um 0,01 Euro.

Kinderbetreuungskosten nach § 33c EStG, soweit sie je Kind 1.548 Euro übersteigen. Demnach sind als Kinderbetreuungskosten zwei Drittel der Aufwendungen höchstens jedoch 4.000 Euro zu berücksichtigen. Näheres siehe unter Kinderbetreuungskosten (mehr ...).

Kinderfreibetrag: 2.184 Euro, Betreuungsfreibetrag 1.320 Euro (mehr ...).

Kindergeld:

- für das erste und zweite Kind jeweils 184 Euro/Monat,

- für das dritte Kind 190 Euro/Monat und

- für das vierte und jedes weitere Kind 215 Euro/Monat.

Kurzfristige Beschäftigung: Nach § 40a Abs. 1 EStG kann die Lohnsteuer mit einem Pauschsteuersatz von 25 % erhoben werden. Die Dauer der Beschäftigung darf 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigen und der Arbeitslohn darf während der Beschäftigungsdauer 62 Euro durchschnittlich nicht übersteigen (mehr ....

Mitgliedsbeiträge und Spenden an politische Parteien (§ 34g EStG): 50 % der Ausgaben, höchstens jeweils 825 Euro, bei Zusammenveranlagung 1 650 Euro sind als echte Steuerermäßigung zu berücksichtigen. Der übersteigende Betrag ist gem. § 10b Abs. 2 EStG bis zu 1.650 Euro bzw. 3.300 Euro zu berücksichtigen.

Nebenberufliche Tätigkeiten siehe Übungsleiterpauschale mehr ...).

Pflegepauschbetrag gem. § 33b Abs. 6 EStG: 924 Euro.

Rabattfreibetrag nach § 8 Abs. 3 EStG i.H.v. 1.080 Euro.

Sachbezugsfreigrenze i.S.d. § 8 Abs. 2 EStG von monatlich 44 Euro.

Sachprämien von Dritten gem. § 3 Nr. 38 EStG i.H.v. 1.080 Euro.

Schuldzinsenabzug nach § 4 Abs. 4a EStG bis mindestens 2.050 Euro.

Sonderausgabenpauschbetrag (§ 10c Abs. 1 EStG) 36 Euro/72 Euro bei Zusammenveranlagung und Ermittlung der tariflichen Einkommensteuer.

Sonstige Einkünfte i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG: Die Freigrenze beträgt 256 Euro im Kalenderjahr.

Sparerfreibetrag: Sparerfreibetrag (§ 20 Abs. 4 EStG) seit 2007 750 Euro bei Alleinstehenden und 1.500 Euro bei zusammenveranlagten Ehegatten.

Sparer-Pauschbetrag ab 2009 gem. § 20 Abs. 9 EStG i.H.v. 801 Euro. Für Ehegatten wird der gemeinsame Sparer-Pauschbetrag auf 1.602 Euro verdoppelt.

Telekommunikationsaufwendungen: Beruflich veranlasste Aufwendungen können aus Vereinfachungsgründen ohne Einzelnachweis bis zu 20 % des Rechnungsbetrages, jedoch höchstens 20 Euro monatlich als Werbungskosten oder Betriebsausgaben anerkannt werden.

Übernachtungskostenkürzung: Seit 2008 sind die Übernachtungskosten wie folgt zu kürzen:

- für Frühstück um 20 %,

- für Mittag- und Abendessen um jeweils 40 % des für den Unterkunftsort maßgebenden Pauschbetrags für Verpflegungsmehraufwendungen bei einer Auswärtstätigkeit mit einer Abwesenheitsdauer von mindestens 24 Stunden.

Übernachtungskostenpauschale für Arbeitgeber-Erstattungen an Arbeitnehmer für Übernachtungen im Inland i.H.v. 20 Euro.

Übungsleiterpauschale: Pauschbetrag 2.400 Euro. Einnahmen für nebenberufliche Tätigkeiten bis 720 Euro steuerfrei. Diese Steuerbefreiung ist allerdings ausgeschlossen, wenn für die Einnahmen eine Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 12 oder 26 EStG gewährt wird (mehr ...).

Unterhaltsaufwendungen gem. § 33a Abs. 1 EStG, seit 2010 8.004 Euro. Der Höchstbetrag erhöht sich um den Betrag der im jeweiligen Veranlagungszeitraum nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG für die Absicherung der unterhaltsberechtigten Person aufgewandten Beträge; dies gilt nicht für Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die bereits nach § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG anzusetzen sind. Die unschädlichen Einkünfte und Bezüge der unterstützten Person dürfen 624 Euro im Kalenderjahr nicht übersteigen.

Unterhaltsleistungen gem. § 10 Abs. 1 Nr. 1 EStG bis zu 13.805 Euro. Ab dem Kalenderjahr 2010 erhöht sich der Höchstbetrag um den Betrag der im jeweiligen Veranlagungszeitraum für die Absicherung des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden unbeschränkt einkommensteuerpflichtigen Ehegatten aufgewandten Beiträge.

Versorgungs-Freibetrag gem. § 19 Abs. 2 EStG. Bei einem Versorgungsbeginn im Jahr 2009 beträgt der Versorgungs-Freibetrag 33,6 % der Versorgungsbezüge, maximal 2.520 Euro. Zusätzlich wird ein Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag i.H.v. 756 Euro im Kalenderjahr 2009 gewährt. Für einen Versorgungsbeginn im Kalenderjahr 2010 beträgt der Versorgungsfreibetrag 32 % der Versorgungsbezüge, maximal 2.400 Euro; der Zuschlag beträgt dann 720 Euro. Ab dem Kalenderjahr 2040 entfällt der Versorgungs-Freibetrag.

Vorsorgeaufwendungen § 10 EStG unterscheidet zwischen Altersvorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG) und sonstigen Vorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 3 EStG). Der Höchstbetrag der Altersvorsorgeaufwendungen (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 EStG) beträgt 20.000 Euro (bei zusammenveranlagten Ehegatten: 40.000 Euro). Ausgangspunkt für die Berechnung des Höchstbetrags sind bei Arbeitnehmern die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, zuzüglich des steuerfreien Arbeitgeber-Anteiles (§ 3 Nr. 62 EStG). Die Summe ergibt die Altersvorsorgeaufwendungen. Überschreiten sie den Höchstbetrag von 20.000 Euro (Ehegatten: 40.000 Euro), ist dieser anzusetzen. Von dem niedrigeren Betrag sind in 2005 60 % anzusetzen. Der Prozentsatz erhöht sich jährlich um 2 % (2008: 66 %, 2009: 68 %, 2010: 70 %, 2011 72 %), so dass im Jahr 2025 der vollständige Abzug der Sonderausgaben erreicht ist. Dieser Betrag ist um den steuerfreien Arbeitgeber-Anteil zu kürzen.

Bei selbstständig Tätigen erfolgt die Berücksichtigung für den Aufbau einer Altersversorgung nach § 10 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b EStG. Es gelten auch hier der Höchstbetrag von 20.000 Euro (40.000 Euro) oder der Ansatz der niedrigeren nachgewiesenen Aufwendungen, die mit den in § 10 Abs. 3 EStG genannten Prozentsätzen angesetzt werden.

Sonstige Vorsorgeaufwendungen: Durch das Bürgerentlastungsgesetz Krankenversicherung vom 16.7.2009 sind die sonstigen Vorsorgeaufwendungen ab 2010 zu unterteilen in

Basisvorsorgeaufwendungen für die Kranken- und Pflegeversicherung i.S.d. § 10 Abs. 1 Nr. 3 Buchst. a und b EStG sowie weitere Versicherungsbeiträge i.S.d. § 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG: Nach der Höchstbetragsberechnung des § 10 Abs. 4 EStG sind die Basis- und sonstigen Vorsorgeaufwendungen bis max. 2.800 Euro, bzw. max. 1.900 Euro zu berücksichtigen. Übersteigen die Basisvorsorgeaufwendungen den Betrag von 2.800 Euro bzw. 1.900 Euro, so ist auch der höhere Betrag zu berücksichtigen. Ein Abzug der sonstigen Vorsorgeaufwendungen scheidet dann aus.

Werbungskostenpauschbeträge (§ 9a EStG): Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 920 Euro; Pauschbetrag bei Versorgungsbezügen von 102 Euro;

Zwangsgeld: Nach § 329 AO darf das einzelne Zwangsgeld 25.000 Euro nicht übersteigen.

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Kapitalertragssteuer / Günstigerprüfung

Sehr geehrter Herr Ellenrieder,
wie wird die Günstigerprüfung bei der Kapitalerträgen angewendet?
Wird bei der Günstigerprüfung "hochgerechnet" oder bleibt der Freibetrag unbeachtet / unberührt?
Ein Beispiel zu Veranschaulichung meiner Frage: der Freibetrag i.H.v. € 800,00 ist ausgeschöpft. Im weiteren wurden € 500,00 Kapitalertragssteuer einbehalten.
Wie wird jetzt "günstiger" berechnet: Werden € 800,00 (25%)+ 2.400,00 (75%) + € 500,00 (25%) + € 1.500 (75%)= € 5.200,00 als zu versteuerndes Einkommen (plus sonstige Einkommen)gewertet? Oder wird nur die versteuerte Summe von € 2.000,00 als zu vertsuerndes Einkommen (plus sonstige Einkommen) betrachtet?
Vielen Dank vorab für die Anwort!
Mit freundlichen Grüßen S. Starck.

Sparer-Pauschbetrag fließt nicht in die Günstigerprüfung ein

Der Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro (1602 Euro bei gemeinsamer Veranlagung) muss bei der Günstigerprüfung - die Sie in der Anlage KAP beantragen müssen - natürlich unberücksichtigt bleiben, denn auf diese 801 Euro zahlen Sie ja keine Steuern, weder pauschale Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % noch alternativ Ihren persönlichen Grenzsteuersatz. Als Freibetrag bleibt dieser Sockelbetrag grundsätzlich außen vor.

Wenn Sie keinen Freistellungsauftrag gestellt haben, wurde die Abgeltungsteuer bereits auf die vollen Kapitalerträge ohne Abzug des Freibetrags vom Finanzinstitut abgeführt. Sie können das dann aber ja nun in der Einkommensteuererklärung korrigieren, denn jetzt muss bei Angabe Ihrer Kapitaleinkünfte das Finanzamt den Freibetrag abziehen.

Gesetzliche Grundlage ist § 20 Abs. 9 EStG:
"Bei der Ermittlung der Einkünfte aus Kapitalvermögen ist als Werbungskosten ein Betrag von 801 Euro abzuziehen (Sparer-Pauschbetrag);" im Volltext einzusehen unter der Adresse
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__20.html

Guten Tag,

eine Steuerberatung ist an dieser Stelle nicht möglich.

Mit besten Grüßen,
Redaktion akademie.de

Wir haben eine NV-Bescheinung bis 2012. unsere Frage welche Summe dürfen wir als Einmalzahlung erhalten, ohne in eine Steuerzahlung zu Kommen.Mein Mann ist Altersrentner mit 100% GdB, ich bin EU- Rentner mit 50% Gdb. Erhalten seit 1999 beide unsere Rente.
köönen Sie uns diese Frage konkret beantworten Vielen Dank Heide u. Wilfried

Hallo, Herr Ellenrieder,
2008 konnte ich noch ohne Probleme wegen Schwerbehinderung (50%)
den Freibetrag für eine Haushaltshilfe in Höhe von 924€ geltend machen. 2009 wurde dieser vom Finanzamt gestrichen mit dem Hinweis, dass diese Hilfe als Minijob hätte beantragt werden müssen. Gibt es den Freibetrag nicht mehr, ohne dass ich im Gegenzug dafür Steuern für die Haushaltshilfe zahlen muss?

Klasse Artikel, es könnte der Einzige seiner Art im Internet sein. Von daher wäre es in meinen Augen ungeheuer wichtig, diesen Artikel bei Änderungen ständig aktuell zu halten.
Das ist hier leider nicht der Fall, z. B. die GWG-Regelung, Stichwort Wahlrecht, ist hier nicht mehr auf dem aktuellsten Stand (bin selber Steuerfachangestellter).

hallo herr ellenrieder,
noch für 2008 hatte ich zinseinnahmen mit dem vermerk härteausgleich nach §46 abs. 3 und 5 estg in höhe von 350,- nicht versteuern müssen. für 2009 sagt mein steuerprogramm aber zinsen 550,- eur und davon 25% abgeltungssteuer. ist die freigrenze von 410,- komplett weggefallen?

danke und gruß
paul

@anonym vom 5.5. - Ich bin nicht sicher, ob ich Ihre Frage richtig verstehe, aber einen generellen Steuerfreibetrag auf Einkünfte aus nebenberuflich selbstständiger Tätigkeit gibt es leider nicht.

beste Grüße

Simon

wie hoch ist der jährliche freibetrag bei zusätzlichen einkommen aus selbstständiger tätigkeit (freie berufe und gewerblich)neben dem Haupteinkommen oder wird wie bei Einkommen aus Mieteinnahmen der erste EUR steuerpflichtig?

Freibetrag

für 2013 gibt es 2300 € Freibetrag als übungleiter

Antwort: Freibetrag

Guten Tag,
genau genommen sind es 2.400 Euro. :-) Weitere Informationen zum Übungsleiterfreibetrag finden Sie in folgendem Beitrag:
http://www.akademie.de/wissen/uebungsleiterpauschale-steuerfreibetrag

Freundliche Grüße
Robert Chromow

Tolle Seite sehr gut und verständlich erklärt :)

Guten Tag,

eine Nichtveranlagungsbescheinigung lässt sich für alle Einkünfte, insbesondere für Einkünfte aus Kapitalvermögen beim Finanzamt beantragen, wenn die gesamten zu versteuernden Einkünfte, einschl. Rente den Grundfreibetrag nicht überschreiten.

Grundfreibetrag: für Ledige 7.664 € pro Jahr
Für Verheiratete 15.329 €.

Die Bescheinigung wird für drei Jahre ausgestellt!

Bei einer NV-Bescheinigung ( Nichtveranlagungs-Bescheinigung) gem. § 44 a Abs.2 für einen Bezieher von Alterseinkünften ( Renten ) wie hoch ist der Höchstbetrag der Renten , damit er diese Bescheinigung erhält ?

Sehr geehrter Herr Kuntz,

Sie haben natürlich völlig recht, da ist uns der alte Wert dazwischengerutscht - dafür bitte ich um Entschuldigung. Und danke für den Hinweis, jetzt ist es korrigiert.

Simon Hengel
Redaktion akademie.de

viel Arbeit, danke, aber ...
der übungsleiterfreibetrag beträgt jetzt 2100 €
Stefan Kuntz www.kuenstlerrat.de

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