Steuernummer-Dschungel: Wer braucht welche Steuernummern, IDs und TINs wofür?

Wir lichten das Steuernummern-Dickicht!

Von: Robert Chromow
Stand: 26. August 2009
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Über den Autor: Robert Chromow

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Robert Chromow ist gelernter Industriekaufmann, Betriebswirt und Politologe. Seit über fünfzehn Jahren arbeitet er als freiberuflicher Journalist, Texter und Berater im eigenen Projektbüro. Print- und Online-Medien beziehen dort Fach- und Serviceartikel sowie Lernmaterialien. Außerdem schreibt er Handbücher, Webtexte und Newsletter für Unternehmen.

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Steuer-Identnr. für Privatpersonen

Nicht genug, dass das deutsche Steuerrecht so kompliziert ist: Eine Flut von Steuernummern sorgt für wachsende Irritation. Angefangen bei der privaten und der betrieblichen Steuernummer über die Lohnsteuer-eTIN und die Umsatzsteuer-Identnummer bis hin zu den neuen Steuer- und Wirtschafts-Identifikationsnummern. Und bei der Kfz- und einigen anderen Steuerarten gibt es obendrein ganz eigene Nummerierungen. Kein Wunder, dass viele Menschen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Wir lichten das Steuernummern-Dickicht.

Früher vergaben die Finanzämter bzw. das Bundeszentralamt für Steuern hauptsächlich vier verschiedene Steuernummern:

  • die persönliche Steuernummer, unter der natürliche Personen, Einzelunternehmer und Freiberufler beim örtlichen Finanzamt geführt werden.

  • die betriebliche Steuernummer, unter der juristische Personen (z. B. Kapital- und Personengesellschaften) sowie Einzelunternehmer mit mehreren Unternehmen beim jeweiligen Finanzamt geführt werden. Standortwechsel führen zu einer neuen Steuernummer.

  • das lohnsteuerliche Ordnungsmerkmal "eTIN" ("elektronische Transfer-Identifikations-Nummer") für Arbeitnehmer, das vom Arbeitgeber für die Datenübermittlung bei Lohnsteuerbescheinigungen genutzt wurde.

  • die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, die ursprünglich für grenzüberschreitende Geschäfte von umsatzsteuerpflichtigen Selbstständigen und Unternehmern gedacht war. Auf inländischen Rechnungen dient die UStIdNr. zudem als Ersatz für die persönliche oder betriebliche Steuernummer.

Für bestimmte Steuerarten (z. B. Kfz-Steuer und Grunderwerbsteuer) gibt es darüber hinaus noch separate Steuernummern.

Nachteil der bisherigen persönlichen und betrieblichen Steuernummern: Durch Wohnort- oder Standortwechsel in ein anderes Bundesland (oder nur in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Finanzamts!) änderte sich die Steuernummer. Auf diese Weise wurde in vielen Fällen ein und dieselbe Person (bzw. Betrieb) im Zeitverlauf unter verschiedenen Steuernummern geführt. Schlimmer noch sieht es bei der Lohnsteuer-eTIN aus: Hier konnten unterschiedliche Personen unter derselben Nummer geführt werden.

Neue Identifikationsmerkmale

Bei den neuen Identifikationsmerkmalen handelt es sich dagegen um einmalig zugewiesene, unverwechselbare und unveränderliche bundeseinheitliche Kennziffern. Es gibt die TIN ("Tax identification number" als ...

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