Steuernummern: Wer braucht welche IDs und TINs - und wofür?

Wir lichten das Steuernummern-Dickicht!

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Stand: 7. Januar 2013 (aktualisiert)

Durchblick im Nummerndschungel

Nicht genug, dass das deutsche Steuerrecht so kompliziert ist: Eine Flut von Steuernummern sorgt für wachsende Irritation. Angefangen bei der privaten und der betrieblichen Steuernummer über die Lohnsteuer-eTIN und die Umsatzsteuer-Identnummer bis hin zu den neuen Steuer- und Wirtschafts-Identifikationsnummern. Und bei der Kfz- und einigen anderen Steuerarten gibt es obendrein ganz eigene Nummerierungen. Kein Wunder, dass viele Menschen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Wir lichten das Steuernummern-Dickicht.

In der Vergangenheit vergaben die Finanzämter bzw. das Bundeszentralamt für Steuern hauptsächlich vier verschiedene Steuernummern:

  • die persönliche Steuernummer, unter der natürliche Personen, Einzelunternehmer und Freiberufler beim örtlichen Finanzamt geführt werden.

  • die betriebliche Steuernummer, unter der juristische Personen (z. B. Kapital- und Personengesellschaften) sowie Einzelunternehmer mit mehreren Unternehmen beim jeweiligen Finanzamt geführt werden. Standortwechsel führen zu einer neuen Steuernummer.

  • die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, die ursprünglich für grenzüberschreitende Geschäfte von umsatzsteuerpflichtigen Selbstständigen und Unternehmern gedacht war. Auf inländischen Rechnungen dient die UStIdNr. zudem als Ersatz für die persönliche oder betriebliche Steuernummer.

  • Hinzu kam zwischenzeitlich das lohnsteuerliche Ordnungsmerkmal "eTIN" ("elektronische Transfer-Identifikations-Nummer") für Arbeitnehmer, das vom Arbeitgeber bis Ende 2010 für die Datenübermittlung bei Lohnsteuerbescheinigungen genutzt wurde.

Für bestimmte Steuerarten (z. B. Kfz-Steuer und Grunderwerbsteuer) gibt es darüber hinaus noch separate Steuernummern.

Nachteil der klassischen private und geschäftlichen Steuernummern: Durch Wohnort- oder Standortwechsel in ein anderes Bundesland (oder nur den Wechsel in den Zuständigkeitsbereich eines anderen Finanzamts!) änderte sich die Steuernummer. Auf diese Weise wurde in vielen Fällen ein und dieselbe Person (bzw. Betrieb) im Zeitverlauf unter verschiedenen Steuernummern geführt. Schlimmer noch sah es bei der Lohnsteuer-eTIN aus: Hier konnten unterschiedliche Personen unter derselben Nummer geführt werden.

Neue Identifikationsmerkmale

Bei den modernen Identifikationsmerkmalen handelt es sich dagegen um einmalig zugewiesene, unverwechselbare und unveränderliche bundeseinheitliche Kennziffern. Es gibt die sogenannte TIN ("Tax identification number") als ...

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