Steuern sparen mit dem Firmenwagen

4.333335
(3)
Beitrag bewerten
Kommentar schreiben
Stand: 22. April 2015

Pauschale Ermittlung des geldwerten Vorteils (Ein-Prozent-Methode)

Checkliste Ein-Prozent-Regelung: Wann ist welche Methode günstiger?

Ein-Prozent-Regelung: Wann ist welche Methode günstiger?

Welche der beiden Methoden (Ein-Prozent-Methode oder Fahrtenbuch) günstiger ist, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Dies verdeutlichen die beiden folgenden Beispiele.

Annahmen: Pkw-Listenpreis 20.000 Euro; 1 Jahr alter Gebrauchtwagen, Entfernung zwischen Wohnort und Arbeitsstelle 10 Kilometer; Jahresgesamtfahrleistung: 10.000 Kilometer; Zweitwagen vorhanden; nicht berücksichtigt: Werbungskostenabzug.

Fall 1: 1.000 privat gefahrene Kilometer pro Jahr

Ermittlung der lohnsteuerlichen Belastung nach der 1-%-Methode

Ermittlung der lohnsteuerlichen Belastung nach tatsächlichem Aufwand (Fahrtenbuch)

1 % des Listenpreises

200 Euro

AfA

4.000 Euro

Pro Jahr

2.400 Euro

Aufwand für das Fahrzeug:

Fahrten Wohnung/Arbeit

Benzin

1.500 Euro

(0,03 % × Entfernungskilometer)

Versicherung

500 Euro

20.000 Euro × 0,0003 × 10 = monatl.

60 Euro

Wartung

1.500 Euro

Pro Jahr

720 Euro

Summe

7.500 Euro

Summe

3.120 Euro

Privatanteil 10 %

750 Euro

Lohnsteuer (hier 35 %)

1.092 Euro

Lohnsteuer (hier 35 %)

262,50 Euro

Fall 2: 4.500 privat gefahrene Kilometer pro Jahr

Ermittlung der lohnsteuerlichen Belastung nach der 1-%-Methode

Ermittlung der lohnsteuerlichen Belastung nach tatsächlichem Aufwand (Fahrtenbuch)

1 % des Listenpreises

200 Euro

AfA

4.000 Euro

Pro Jahr

2.400 Euro

Aufwand für das Fahrzeug:

Fahrten Wohnung/Arbeit

Benzin

1.500 Euro

(0,03 % × Entfernungskilometer)

Versicherung

500 Euro

20.000 Euro × 0,0003 × 10 = monatl.

60 Euro

Wartung

1.500 Euro

Pro Jahr

720 Euro

Summe

7.500 Euro

Summe

3.120 Euro

Privatanteil 45 %

3.375 Euro

Lohnsteuer (hier 35 %)

1.092 Euro

Lohnsteuer (hier 35 %)

1.181,25 Euro

Ergebnis

In diesem Beispiel ist die Anwendung der Ein-Prozent-Methode bei mehr als 4.500 gefahrenen Kilometern besser und der Mitarbeiter zahlt weniger Lohnsteuer. Mitarbeiter, die ihren Firmenwagen nur in beschränktem Umfang auch privat nutzen (zumal, wenn sie nebenher auch noch einen Privatwagen fahren), sollten in jedem Fall prüfen, ob sich für sie die Aufzeichnungen in einem Fahrtenbuch lohnen.

Als Mitglied können Sie diesen Beitrag weiterlesen!

Werden Sie Mitglied und testen Sie akademie.de 14 Tage lang kostenlos!

In den ersten 14 Tagen haben Sie Zugriff auf alle Inhalte auf akademie.de, außer Downloads. Sie können in dieser Zeit ohne Angabe von Gründen stornieren. Eine E-Mail an service@akademie.de genügt. Nur wenn Sie Mitglied bleiben, wird der Mitgliedsbeitrag nach Ende der 14tägigen Stornofrist abgebucht.

Ich bin bereits Mitglied
Jetzt Mitglied werden und akademie.de 14 Tage kostenlos testen
Ich entscheide mich für folgende Zahlungsweise:
14 Tage Stornorecht:
Ich kann meine Mitgliedschaft in den ersten 14 Tagen jederzeit formlos stornieren, z.B. per E-Mail an service@akademie.de.

Inhalt

Über den Autor:

bild117272

Josef Ellenrieder, Jahrgang 1943, Diplom Betriebswirt FH, lehrt an diversen Fachhochschulen, Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern die Themen: Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft, Rechnungs ...

Newsletter abonnieren