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Marketing macht den Unterschied – nutzen Sie Ihre Möglichkeiten

Marketing sichert das Überleben Ihres Unternehmens.

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Stand: 14. April 2015 (aktualisiert)

5 Unternehmensformen der Zukunft

Viele Unternehmer verstehen unter "Marketing" professionelle Werbung. Marketing ist aber mehr als das. Marketing heißt vor allem, sich in dem bestehenden Wettbewerb so zu positionieren, dass das Überleben des Unternehmens gesichert wird.

Klar ist: Egal welche Branche – die (Qualitäts-)Unterschiede zwischen einzelnen Unternehmen und Anbietern werden immer geringer. Weil das so ist, werden nur fünf Unternehmensformen den Wettbewerb überleben.

  1. Das Universalunternehmen
    Dieses arbeitet mit mindestens 20 Mitarbeiter/-innen. Der/die Inhaber/-in arbeitet nicht mehr direkt vor Ort mit, sondern konzentriert sich auf die Führung des Unternehmens. Gewinnung und Beratung von Interessenten, Kundenpflege sowie Führung und Motivation der Mitarbeiter sind seine wichtigsten Aufgaben. Qualitätskontrolle, Buchhaltung, Terminplanung etc. sind primär Aufgaben seiner Mitarbeiter. Das gut geführte Unternehmen erwirtschaftet ausreichend Gewinn. Die technische Ausrüstung und die Auswahl der Mitarbeiter sind so ausgelegt, dass möglichst viele unterschiedliche Arbeiten bewältigt werden können.

  2. Das Familienunternehmen
    Diese Unternehmensform ist nicht ausrottbar, da hier betriebswirtschaftliches Denken meistens nicht sehr verbreitet ist und auch nicht immer nicht zwingend angewendet werden muss. Die Familienmitglieder arbeiten nicht nach Tariflohn, sondern "leben" (meistens eher recht als schlecht) von den Erlösen. Die fortlaufende Modernisierung des Unternehmens wird nicht systematisch geplant, sondern ergibt sich je nach Auftragslage und Gewinn. Da Zeit keine Rolle spielt, sondern am Ende immer nur der Rechnungsbetrag gesehen wird, können diese Unternehmen bei Bedarf in fast jeden Preis einsteigen und trotzdem Krisen überstehen.

  3. Der Spezialist
    Spezial- oder Nischenunternehmen wird es immer geben. Dabei spielt es keine Rolle, worin der Schwerpunkt liegt. Entscheidend ist, dass sich das Unternehmen im Bewusstsein der Interessenten/Kunden als Spezialist positioniert hat. Ob das eine Schreinerei als Treppenbaubetrieb oder ein Restaurant für Vegetarier oder ein Einzelhandelsgeschäft für PCs und Laptops ist, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass das Unternehmen sein Angebot überzeugend vermarktet und als Spezialist akzeptiert wird. Entscheidend ist, ob die angestrebte oder besetzte Nische genügend Marktpotenzial bietet. Wenn das der Fall ist und die vorhandenen (besseren) Alternativen deutlich dargestellt werden, ist permanent genügend Nachfrage vorhanden. Unternehmen dieser Art verfügen über den entscheidenden Vorteil, dass der Preis nicht das Argument ist. Wird ein Unternehmen als Spezialist anerkannt, ist der Preis von untergeordneter Bedeutung. Der Kunde will eine besonders qualifizierte Leistung und ist bereit, dafür überdurchschnittlich zu zahlen.

  4. Das Hochpreisunternehmen
    In jedem Marktsegment gibt es mindestens einen Preisführer. Er hat sich den Ruf erworben, besonders gute Arbeit zu leisten oder/und eine ausgezeichnete Beratung oder/und einen perfekten Service zu bieten; Leistungen, die Wettbewerber nicht bieten wollen oder können. Kunden, die diese Unternehmen beauftragen, wissen, dass sie mehr zahlen müssen. Dieser Mehrpreis wird akzeptiert, weil man diese Mehr-Leistung will. Beispiele gibt es in Hülle und Fülle und jeder kennt diese Unternehmen, die Preise realisieren, die man selbst nicht erzielt.

  5. Der Zulieferer
    Zulieferer sind im Allgemeinen hoch spezialisierte und automatisierte Unternehmen, die sich auf wenige Produkte für große Hersteller konzentrieren. Diese Firmen sind dann erfolgreich und kaum austauschbar, wenn sie sich vom Teile-Lieferanten zum System-Lieferanten entwickeln.

Hinzu kommt die immer größer werdende Zahl der Franchiseangebote und Franchiseunternehmen. Hier ist die Situation etwas besser, weil der Franchisegeber den Franchisenehmern die Unternehmensführung in vielen Bereichen erleichtert. Ob aber das Unternehmen an dem gewählten Standort mit dem vorgegebenen Angebot und den vorhandenen Mitarbeitern erfolgreich ist, kann auch der Franchisegeber nicht garantieren.

Wie auch immer: Je eher Sie sich entscheiden, zu welchem Unternehmenstyp Sie gehören wollen, desto größer wird Ihr Vorsprung vor den anderen sein.

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Über den Autor:

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Hans-Jürgen Borchardt ist seit 1967 selbstständiger Marketingberater. Er berät mittelständische Unternehmen, vorwiegend im Handel und Handwerk in Deutschland, Schweiz und den Niederlanden. Seit über ...

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