öffentlich
Redaktion Druckversion

Realistischer Stundensatz als Dienstleister: Honorar-Kalkulation mit Stundensatz-Rechner für Excel

Schluss mit Angestelltenperspektive: Berechnen Sie Stundensätze, die Ihre Selbstständigkeit tragen - mut unserem Excel-Stundensatz-Rechner

4.666665
(93)
Beitrag bewerten
Kommentar schreiben
Stand: 18. März 2013 (aktualisiert)

Ohne realistisch kalkulierte Honorare laufen Selbstständige Gefahr, am Jahresende böse Überraschungen zu erleben. Wir erläutern den bemerkenswerten Unterschied zwischen dem Gehalt von Angestellten und Honoraren von Selbstständigen und helfen bei der Marktpreisanalyse. Außerdem stellen wir Ihnen ein Excel-Kalkulationsblatt zur Verfügung.

Der irreführende Angestellten-Blickwinkel verführt selbstständige Dienstleister anfänglich oft dazu, unrealistisch niedrige Angebotspreise zu machen. Erst wenn dann - oft mit großer zeitlicher Verzögerung - die ersten Umsatz- und Einkommensteuerbescheide auf dem Tisch liegen, reibt sich mancher erstaunt die Augen. Oft können Jungunternehmer dann nämlich froh sein, wenn sie unterm Strich wenigstens noch mit schwarzen Zahlen und einem blauen Auge davonkommen.

Die Angestellten-Perspektive

Der durchschnittliche Brutto-Monatsverdienst von Angestellten im Bereich Information und Kommunikation betrug zuletzt rund 4.400 Euro (ohne Sonderzahlungen, Stand: 2013). Weil davon auf dem Girokonto eines Ledigen nach Abzug von Lohnsteuer und Sozialversicherungsabgaben gerade einmal 2.500 Euro landen, ergibt sich bei einer durchschnittlichen 38-Stunden-Woche ein Verdienst von umgerechnet etwas über 15 Euro pro Arbeitsstunde.

Kein Wunder also, dass man sich da über die Rechnung eines IT-Dienstleisters ärgert, der 50 oder 60 Euro pro Stunde veranschlagt. Vom "unverschämten" Beraterhonoraren von 100 Euro und mehr ganz zu schweigen ...

Die Selbstständigen-Perspektive

Die entsprechende Berechnung aus Sicht eines Selbstständigen liefert ein anderes Bild: Will der nämlich angesichts der bei abhängig Beschäftigten üblichen 13 Monatsgehälter aufs Jahr gesehen zu den gleichen Einnahmen wie sein angestellter Kollege kommen, muss er zum Jahresgehalt von (13 x 4.400 Euro =) 57.200 Euro zunächst den Arbeitgeber-Anteil zur Sozialversicherung von rund 20 Prozent (hier: 11.440 Euro) hinzurechnen. Schließlich sind Freiberufler und Unternehmer gezwungen, die vollständige Sozialversicherung selbst erwirtschaften. Zwischensumme: rund 68.500 Euro.

Weitere betriebliche Zuwendungen, wie vermögenswirksame Leistungen, Verpflegungs- und Fahrtkostenzuschüsse oder gar Betriebsrenten, sind darin wohlgemerkt ebenso wenig berücksichtigt wie krankheitsbedingte Fehlzeiten.

Vom Jahreseinkommen zum Stundensatz

Umgelegt auf die Zahl der Arbeitstage heißt das: Ausgehend von 365 Kalendertagen abzüglich Wochenenden (104 Tage), Feiertagen (8 Tage) und dem üblichen Tarifurlaub des Angestellten (30 Tage), bleiben gerade einmal 223 produktive Tage. Vorausgesetzt, er ist nie krank, dann verteilen sich die gewünschten Brutto-Einnahmen folgendermaßen auf den einzelnen Arbeitstag: 68.500 : 223 = 307 Euro.

Wenn man diesen Betrag auf einen achtstündigen Normal-Arbeitstag umlegt, ergibt sich bereits ein Stundensatz von gut 40 Euro - vernachlässigt aber auch dann noch zwei weitere wichtige Faktoren:

  1. Nicht jede Stunde eines Selbstständigen ist eine "fakturierbare" Stunde, also eine, die einem Kunden in Rechnung gestellt werden kann. Selbst wenn die Auftragslage im Allgemeinen gut ist und längere saisonbedingte Flaute-Zeiten im Laufe des Jahres nicht auftreten, ist ein Auslastungsgrad von 75 Prozent gewiss nicht als zu ungünstig zu betrachten. Im Gegenteil: Für die meisten Selbstständigen dürfte das schon eine Traumquote sein. Außerdem müssen neue Aufträge an Land gezogen, Angebote oder Rechnungen geschrieben und die Bücher geführt werden. Das hebt den zu erwirtschaftenden Stundensatz schon auf über 51 Euro.

  2. Außer der eigenen Arbeitskraft setzen Selbstständige weitere Mittel ein: So gilt es, die Kosten für Räume, Büroausstattung, Computer, Verbrauchsmaterial, Geschäftswagen, eventuelle Aushilfen, betriebliche Versicherungen, Telekommunikation, Weiterbildung, Reisen und so weiter zu erwirtschaften. Wie hoch die Kosten im Einzelfall sind, ist natürlich abhängig von der jeweiligen Dienstleistung und der dafür erforderlichen Ausstattung. Selbst wenn die anteiligen Betriebsausgaben zurückhaltend mit 15 Prozent kalkuliert werden, liegt der Stundensatz bereits bei knapp 59 Euro!

  3. Verschärfend hinzu kommt, dass Selbstständige, die sich an Endverbraucher richten, zu allem Überfluss auch noch die Umsatzsteuer einbeziehen müssen: Schließlich können sich diese Kunden ihre "Vorsteuern" ja nicht vom Finanzamt zurückholen. Auf diese Weise ergibt sich unterm Strich ein Stundensatz von über 70 Euro!

Zusammengefasst: Um auch "nur" auf das Gehalt eines durchschnittlich qualifizierten Angestellten in der IT-Branche zu kommen, muss ein selbstständiger Dienstleister zurückhaltend kalkuliert rund 70 Euro in Rechnung stellen! Dabei ist von einem Unternehmer-Gewinn, mit dem zum Beispiel das höhere Risiko abgegolten wird, ebenso wenig die Rede wie von der Verzinsung des eingesetzten Eigenkapitals.

Und was bringt die Erbsenzählerei?

Vergleicht man die Ergebnisse dieser Betrachtungen mit den Preiskonditionen auf manchen Märkten, dann treibt das vielen Freiberuflern und anderen Selbstständigen die Tränen in die Augen: Denn was hilft es, den an sich angemessenen Stundensatz zu kennen, wenn man ihn bei der Kundschaft nicht durchsetzen kann?

Eine ganze Menge:

  1. Wer seine betrieblichen Kosten und den tatsächlichen Zeitaufwand übers Jahr betrachtet kennt und sie den Ist-Erträgen gegenüberstellt, weiß den Wert der eigenen Leistungen oft erst richtig zu schätzen.

  2. Wer die richtigen Bezugsgrößen kennt, tritt seinen Geschäftspartnern selbstbewusster gegenüber als der "billige Jakob wider Willen", der sich wegen seiner verzerrten Angestellten-Perspektive dauernd über den Tisch ziehen lässt.

  3. Wer als Profi-Anbieter gegenüber kalkulationserfahrenen Geschäftskunden auftritt, wird mit realistischen Preisangeboten vielfach eher überzeugen als mit Studenten-Tarifen. Schließlich ist der Preis nicht das einzige Kriterium für die Auftragsvergabe. Dagegen spricht auch nicht, am Ende von Verhandlungen notfalls preisliche Zugeständnisse zu machen.

Außerdem: Wer seine Buchhaltung nicht nur notgedrungen macht, um den Auflagen des Finanzamts zu gehorchen, sondern sie auch konsequent zu kalkulatorischen Zwecken nutzt, dem geht der langweilige Verwaltungskram viel leichter von der Hand. Hinzu kommt, dass man die Wirtschaftlichkeit auch auf der Einnahmeseite verbessern kann: Schließlich entpuppen sich viele laufende Ausgaben erst in der rückblickenden Zusammenstellung als hässliche Kostentreiber.

Zeitaufwand notieren

Anders als die meisten materiellen Aufwendungen finden sich in der Buchhaltung normalerweise keine Aufzeichnungen über den zeitlichen Aufwand des Unternehmers. Da der jedoch für eine realistische Einschätzung des Werts der eigenen Dienstleistung unverzichtbar ist, sollten Sie in regelmäßigen Abständen einen typischen Monat lang, besser über ein Jahr, Ihre investierte Arbeitszeit festhalten. Dafür genügen oft schon kurze tägliche Notizen. Die so ermittelten Durchschnittswerte stellen einen weiteren wertvollen Anhaltspunkt für Ihre "Soll-Preis-Überlegungen" dar.

Excel-Stundensatz-Rechner: Unser Honorarrechner für Selbstständige

Damit Sie sich einen schnellen Eindruck davon verschaffen können, wie hoch Ihre Stunden- oder Tageshonorare durchschnittlich sein müssen, damit Sie als Selbstständiger mit Ihrem Einkommen auskommen, stellen wir Ihnen das folgende Excel-Rechenblatt zum Download bereit: Honorar-Rechner für Selbstständige (Excel-Datei, 56 kB): Screenshot: Stundensatz-Rechner für Selbstständige mit Excel.Bild vergrößernStundensatz-Rechner für Selbstständige: Einfaches Excel-Kalkulationsblatt

Mit dessen Hilfe kalkulieren Sie im Handumdrehen realistische Honorar-Sätze. Sie brauchen dafür die folgenden Informationen:

  • Angestrebtes Netto-Jahreseinkommen (12 x private monatliche Kosten plus sämtliche übers Jahr verteilte Ausgaben für Urlaub, Auto, Versicherungen, Reparaturen, Anschaffungen etc.) plus ...

  • Aufwendungen für die Sozialversicherung (insbesondere private Kranken- und Rentenversicherung).

Zum Weiterlesen: Gewinnziel ermitteln: Wunschnetto-Rechner

Damit Sie schnell und unkompliziert überschlagen können, welchen Jahresgewinn Sie erzielen müssen, um nach Steuern ein bestimmtes "Wunschnetto" zu behalten, haben wir unseren Wunsch-Netto-Rechner (Gewinnzielrechner) ins Netz gestellt.

Das Tool rechnet rückwärts und beantwortet dabei die Frage: Welchen Gewinn muss ich erzielen, damit nach Abzug von Einkommensteuer und Solidaritäts-Zuschlag noch das gewünschte steuerliche Netto-Einkommen übrig bleibt - inklusive Sozialversicherungsbeiträge, wohlgemerkt: Um die müssen Freiberufler und Unternehmer sich ja selbst kümmern.

Und gleich noch ein Tipp hinterher: Wie Sie die verschiedenen "Brutto"- und "Netto"-Anteile bei der Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Sozialversicherung auseinanderhalten, erfahren Sie im Beitrag "Richtig vom Brutto zum Netto und zurück rechnen"

Falls Sie unseren Rechner nicht nutzen wollen, gibt Ihnen die folgende Tabelle einen schnellen Anhaltspunkt, welchen Gewinn vor (Einkommen)Steuern Sie in etwa erzielen müssen, um unterm Strich versteuerte (Netto-)Einkünfte zwischen 20.000 und 50.000 Euro zu haben:

Einkommen

Gewinn

Gewinn

nach Steuern

vor Steuern (ledig)

vor Steuern (verheiratet)

20.000

24.000

21.000

25.000

31.000

28.000

30.000

40.000

34.500

35.000

47.000

41.000

40.000

56.000

48.000

45.000

65.000

56.000

50.000

73.000

62.000

Gewinn auf Gehaltsbasis ermitteln

Es geht auch noch etwas einfacher: Wenn Sie zunächst "nur" Ihr bisheriges Angestelltengehalt verdienen wollen, können Sie als Gewinn-Ziel auch Ihr bisheriges Jahres-Bruttogehalt nehmen und (mindestens!) mit 1,25 (besser: 1,5) multiplizieren.

Hintergrund: Als Selbstständiger müssen Sie den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung selbst erwirtschaften und zudem Vorsorge für den Fall der Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit treffen. Außerdem tragen Sie allein das wirtschaftliche Risiko und bringen privates Kapital in Ihren Betrieb ein. Zum Beispiel Anschaffung oder Übernahme von Büroausstattung, Computern, Geschäftswagen, für das Sie anderenfalls Zinsen bei der Bank bekämen.

Wie auch immer Sie Ihr Gewinn-Ziel ermittelt haben: Um zu Ihren Honorarsätzen zu kommen, tragen Sie zudem noch Ihre betrieblichen Aufwendungen in die Excel-Datei ein und ermitteln schließlich die produktiven jährlichen Arbeitsstunden.

Zum Weiterlesen: Lebenshaltungskosten ermitteln

Der Beitrag "Lebenshaltungskosten ermitteln: So ermitteln Sie Ihren privaten Finanzbedarf" hilft Ihnen, Ihre privaten Kosten exakt festzustellen. Dort finden Sie auch ein Excel-Rechenblatt, das Ihnen bei der genauen Aufstellung hilft.

Auf dem Boden der Realität

Mehr Klarheit über den Wert der eigenen Leistung hin, größeres Selbstbewusstsein bei der Angebots-Abgabe her: Marktpreise sind Marktpreise. Wer seine Dienstleistungen an den Mann bringen will, tut gut daran, sie auch wirklich zu kennen.

Da aber gerade die Konditionen für Business-Kunden nicht im Anzeigenteil des Wochenblatts (und schon gar nicht in dessen Klein-Anzeigenteil) zu finden sind, sollten Sie jede Gelegenheit nutzen, um mit Kollegen, Geschäftspartnern und unter Umständen sogar Kunden darüber zu sprechen. Spätestens, wenn ein Kunde oder Interessent Ihr Angebot mit einem "zu teuer" quittiert, sollten Sie nachfragen. Und das nicht nur, weil Sie damit im Gespräch bleiben.

Für die schnelle Orientierung hat aber auch das Internet eine ganze Menge nützlicher Quellen zu bieten - wie diese hier:

  • Basis-Informationen zu Preisgestaltung und Kostenrechnung für Dienstleister, Handwerker und Händler liefert die Gründerzeiten-Ausgabe 25 des Bundeswirtschaftsministeriums.

  • Eine Konkurrenzanalyse ermöglichen die Marktbeobachtungen vieler Branchen- und Berufsverbände. Seriöse Anhaltspunkte bieten außerdem oft die Industrie- und Handelskammern oder Handwerksorganisationen. Eine selten genutzte Quelle stellt darüber hinaus die Richtsatzsammlung des Bundesfinanzministeriums dar. Die geben differenziert Auskunft über die Durchschnittsgewinne in zahlreichen Branchen. Allerdings vermisst man dort noch die neuen Branchen der Informations- und Kommunikationstechnik.

  • Dienstleister aus dieser Branche haben die Möglichkeit, Angebotspreise mit dem qualifikationsorientierten Stundensatz-Kalkulator der Freelancer-Projektbörse GULP zu berechnen. Die bietet auch eine regelmäßige Stundensatz-Auswertung.

  • Der Hightext-Verlag veröffentlicht regelmäßig den kostenpflichtigen Gehalts- und Karrierevergleich Digitale Wirtschaft für die Multimedia- und Online-Zunft (39,80 Euro). "Freie" Produzenten von Texten und Bildern finden Honorar-Anhaltspunkte bei der gewerkschaftlichen Beratung für Selbstständige aus Medienberufen Mediafon.

Zum Weiterlesen: So lösen Sie die Erfolgsbremse!

Fazit

Sicher: Pingelige Kalkulation allein bringt keinen einzigen lukrativen Auftrag. Klarheit über die eigenen Honorar-Erwartungen und Umsatz-Erfordernisse schafft aber die Voraussetzung, um sich künftig teurer und überzeugender verkaufen zu können. Außerdem hilft mehr Transparenz dabei, die richtigen Prioritäten zu setzen, bestimmte Aufträge erst gar nicht anzunehmen und lieber in Ruhe nach zahlungskräftiger Kundschaft zu suchen. Oder einfach einmal die viel gepriesene höhere Selbstbestimmung der Selbstständigkeit zu nutzen - und sich ein wenig mehr Freizeit zu gönnen.

Hinzu kommt: Nicht in jedem Fall sind zu niedrige Erlöse das Problem: Oft stellt sich bei genauerer Untersuchung der Arbeitsabläufe heraus, dass der Verkauf der eigenen hoch qualifizierten und begehrten Arbeitskraft unnötigerweise an zeitliche Grenzen stößt. In solchen erfreulichen Fällen hilft die Beschaffung geeigneter Mitarbeiter oder externer Dienstleister, um sich von Routine-Tätigkeiten zu entlasten und so mehr produktive Zeit für die zahlende Kundschaft zu erübrigen.

Ratgeber Freie / Ratgeber Selbstständige

Umfassende Tipps zu Fragen der Angebotskalkulation, aber auch zu vielen anderen praktischen Aspekten des Selbstständigen-Daseins, gibt Goetz Buchholz im mediafon-Ratgeber Selbstständige.

Zum Weiterlesen: Preiskalkulation

Wie Händler ihre Preise Schritt für Schritt kalkulieren, erfahren Sie im Beitrag "Preise kalkulieren: Einführung in die Handelskalkulation".

Was Sie tun können, wenn Sie sich zeitlich wie finanziell verschätzt haben, weiß Lorenz Hölscher: "Verkalkuliert? Was Sie tun können, wenn am Ende des Honorars noch so viel Auftrag übrig ist".

Beitrag bewerten

Ihre Wertung:

 

Aktualisierung Excel-Tabellenblatt

Hallo Herr Chromow,

zunächst: Danke für einen sehr hilfreichen Beitrag zum Thema realistischer Stundensatz, zuletzt aktualisiert am 18. März 2013.

Unter dem Stichwort Aktualität fände ich es jedoch gut, wenn auch das Beispiel Excel-Tabellenblatt "aktualsiert" würde. Denn innerhalb der "Auswertung" ist - immer noch - der (ur)alte Umsatzsteuersatz mit 16% berücksichtigt. Das irritiert ...

Vielleicht können Sie dies einmal kurz ändern bzw. auch aktualisieren. Vielen Dank vorab.

Antwort: Aktualisierung Excel-Tabellenblatt

Hallo,
vielen Dank für Ihre Nachricht. Inhaltlich kann ich Ihnen leider (bzw.: zum Glück :-)) nicht folgen: In der Excel-Tabelle "Honorar-Rechner für Selbstständige"
http://www.akademie.de/file/119967/download
... gibt es genau 2 Zellen mit Umsatzsteuer-Bezügen. Beide rechnen mit dem aktuellen Regelsteuersatz von 19 %. Alles andere hätte mich auch sehr gewundert. Denn der Beitrag ist viel jünger als die letzte Umsatzsteuererhöhung. :-)

Vielleicht schau'n Sie noch einmal nach: Beziehen Sie sich womöglich auf eine andere Tabelle?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und herzliche Grüße
Robert Chromow

Absolut zutreffender Bericht

Mir hat der Bericht viel Spaß gemacht zum lesen. Zwar haben wir gerade selbst einen geschrieben. http://www.taiber-unternehmensberatung.de/stundensatz-berechnen-freiberu...
Aber als ich den Bericht online stellte, sah ich Ihren. Echt toll geschrieben und neu überarbeitet. Wir haben in der Beratung auch immer wieder die Frage nach der Berechnung des korrekten Stundensatzes und es kommen teilweise irre Antworten heraus.

Besten Dank!

Mit diesem Beitrag haben Sie mir sehr geholfen, meinen Businessplan aufzubessern. Dafür vielen herzlichen Dank! Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass kein Fehler als Existenzgründer schlimmer ist, als zu billig anzubieten. Mit dem News-Portal http://www.europolitan.de kämpfe ich nun seit knapp zehn Jahren auf dem freien Markt, und es vergeht immer noch kein Tag, an dem ich nicht dazulerne. Respekt vor dieser guten und nützlichen Arbeit!

Antwort: Besten Dank!

Vielen Dank für Ihre nette Rückmeldung: Es freut mich, dass Ihnen der Beitrag weitergeholfen hat!

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Kann voll bestätigt werden

Gerne meint man es werden Honorare hoch geredet. Aber die Betrachtung ist realistisch, wenn man auf Dauer überleben will.

Für Freiberufler mit Wissen und Erfahrung, sind 59,-- EUR schon die Schmerzgrenze. Nicht zu unterschätzen ist der Zweitaufwand für die ständige Fortbildung z. B. im Bereich IT. Das geschieht dann meist am Wochenende oder abends.

Es gibt aber eine weitere Situation, die sehr nahe liegt. Über Ausschreibungsportale werden Aufträge von Festangestellten abgewickelt, die erwähnte Kosten schon gedeckt haben und daher niedriger einsteigen. Da werden dann besagte Aufträge an Wochenenden, Fehltagen oder im Urlaub gemacht. Die Ehrlichen können zudem noch diverse Ausgaben steuerlich ansetzen und kommen zu weiteren Vorteilen.

www.kliggs.de

Honorare Dienstleister - Angebot und Nachfrage

Auch wenn der Artikel schon älter ist, hat er an Brisanz nichts verloren: Honorare werden bei Einzelunternehmer im Dienstleistungsbereich immer noch falsch kalkuliert.

Allerdings hat sich inzwischen die Messgröße verschoben. Viele orientieren sich nur noch an den Möglichkeiten des Minijobs mit 450,00 Euro, die bekanntlich im Niedriglohnbereich angesiedelt sind und nicht mehr an einem Einkommen eines Angestellten.

Als Selbstständiger hat man, wie in dem Artikel beschrieben, aber eine Reihe von Kosten und Verpflichtungen. Neben dem Einkommen, muss auch die Ausgabenseite betrachtet werden: http://www.buerodienste-in.de/2010/01/honorare-fuer-buerodienstleistungen/
Damit unterscheiden sich die Honorarforderungen doch erheblich. Vor allem regional gibt es große Unterschiede.

Dennoch darf das Einkommen eines Partners nicht in die Berechnung einfließen. Dieses Einkommen kann sich aus den unterschiedlichsten Gründen ändern oder wegfallen.

Kompliment - Übersicht trotz Informationsflut

Vielen Dank für diesen Beitrag.

Er ist informativ und realistisch geschrieben, behandelt die großen Knackpunkte und gibt Hilfestellung bei weiterführenden Fragen.

Weiter so!

Grüße aus Hamburg
Jens Hannewald

Dankeschön!

Danke für diesen fundierten Artikel. Ich bin überzeugt, dass seriöse Auftraggeber diese Argumentation verstehen und als professionell einschätzen.

Herzlichen Gruß

Katrin Weber

---
http://www.umsatz-mit-werbetexten.de

Sehr gut zur Orientierung. Am Ende bestimmt natürlich doch der Markt den Preis.

Toll gemacht, bin sehr dankbar

Wirklichkeitsnäher kann man kaum formulieren! Vielen Dank für diesen aufschlussreichen Artikel, der die ganze Bandbreite des Lebens und Leidens eines Selbständigen beinhaltet! Super auch die reichhaltige Linksammlung. Als Selbständiger und Betreiber eines Internetshops http://www.kaschmir.net habe ich hier längst verschüttetes Wissen wieder auffrischen können!
Vielen Dank dafür!

Genau auf den Punkt gebrachte Informationen, konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Herzlichen Dank!

GENIAL!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Hallo,
üblich ist die separate Berechnung vor- und nachgelagerter Tätigkeiten im Handwerk m. W. nicht. Der betreffende Aufwand wird normalerweise in der Anfahrtspauschale und den Stundensätzen "versteckt".
Rechtlich spricht grundsätzlich aber überhaupt nichts dagegen, den eigenen Rechercheaufwand in Rechnung zu stellen - vorausgesetzt, Sie haben das mit dem Kunden ausdrücklich so vereinbart und die Verhältnismäßigkeit ist gewahrt: Denn Wem nützt es, dass nach mehrtägigen Recherchen die passende Dichtung für ein Standard-Fenster gefunden wird, wenn die Reparatur dadurch unter Stich teurer wird als ein neues Fenster!?
Andererseits: Wenn bei der Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses ein spezielles Original-Zubehörteil unverzeichtbar ist, stellt dessen aufwendige Beschaffung zweifellos eine ganz eigenständige Dienstleistung dar ...
Wie auch immer: Entscheidend ist, vor Erledigung der Arbeiten Transparenz über den Auftragsumfang sowie die damit verbundenen Kosten herzustellen und sich vom Kunden das ausdrückliche "O.K." dafür zu holen.
Im Zweifel wenden Sie sich am besten an die örtliche Handwerkskammer (oder ggf. einen kammerkritischen Handwerkerverband).
Freundliche Grüße
Robert Chromow

Hallo,

kurz Frage als Neuling: Wenn ich eine Handwerkerarbeit ausführe, z. B. Fenster einstellen und Fensterdichtungen wechsle und ich für eine spezielle Dichtung, etwa für eine Schiebe- Hebetür, einige Zeit nach einer passenden Dichtung suchen und recherieren muss, kann ich dann diese Recherchearbeit als Arbeitsstunden mit einrechnen und dem Kunden in Rechnung stellen?

Viele Dank für eine Antwort

sehr geehrter herr chromow,
danke für die erläuterung, damit ist es mir klarer. ich habe ihr rechenbeispiel auch einmal mit der "vereinfachten" methode durchkalkuliert; der sich ergebende höhere stundensatz lässt sich (bei multiplikation mit faktor 1,25) mit dem in dieser pauschalberechnung berücksichtigten unternehmerlohn erklären, der ja bei der ersten berechnung noch nicht einkalkuliert war. beim faktor 1,5 macht die differenz allerdings EUR 12,38 aus (bei berücksichtigung desselben betriebskostenblocks wie bei berechnungsvariante 1). das halte ich dann doch für sehr hoch.
wie dem auch sei: gute anhaltspunkte und tipps. danke.
gruß
JW

Hallo, JW,
Sie haben recht, das ist etwas missverständlich formuliert. Grund: Die Brutto-/Netto-Unterscheidung bezieht sich bei abhängig Beschäftigten sowohl auf den Steuerabzug als auch auf die Sozialversicherungen.
Mit der vereinfachten Gewinnermittlung auf Gehaltsbasis ist folgendes gemeint: Indem Sie Ihr bisheriges Bruttogehalt als Angestellte/r um den Faktor 1,25 bis 1,5 erhöhen, berücksichtigen Sie den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung, die anderen künftig von Ihnen selbst zu tragenden Versicherungen (z. B. die Unfallversicherung) und genehmigen sich einen zumindest geringfügigen "Unternehmerlohn" (Verzinsung des eingesetzten Kapitals und Risikoabgeltung). Da es sich ja schon um einen steuerlichen Bruttobetrag handelt, brauchen Sie die Einkommensteuer anschließend natürlich nicht noch einmal zu berücksichtigen: Das 1,25 bis 1,5-fache Bruttogehalt stellt also das "Gewinn-Ziel" im Sinne des Excel-Rechners dar.
Freundliche Grüße
Robert Chromow

hallo,
ich verstehe die folgende anleitung nicht: "Tipp: Gewinn auf Gehaltsbasis ermitteln
Es geht auch etwas einfacher: Wenn Sie zunächst "nur" Ihr bisheriges Angestelltengehalt verdienen wollen, können Sie als Gewinn-Ziel auch Ihr Jahres-Bruttogehalt nehmen und (mindestens!) mit 1,25 (besser: 1,5) multiplizieren.

in den excel-rechner soll man doch grundsätzlich das benötigte nettogehalt eintragen. wieso ist bei der vereinfachten rechnungsweise vom jahres-BRUTTO-gehalt, multipliziert mit 1,25-1,5 die rede?! die erhöhten kosten werden doch durch die faktor-multiplikation einkalkuliert, oder nicht?

danke für eine kurze aufklärung.

gruß

JW

Moinmoin,
in Deutschland herrscht grundsätzlich Vertragsfreiheit: Mindestlöhne gibt es nur in sehr wenigen Branchen und auch nur für abhängig Beschäftigte. Selbständige und Gewerbetreibende können sich gegen unzumutbare Konditionen nur zur Wehr setzen, indem sie sich zahlungsfähigere Kunden suchen und / oder ihr Angebot so modifizieren, dass die bisherigen Auftraggeber angemessene Honorare / Preise zahlen.
Ob der Einsatz von 1-Euro-Jobbern in Ihrem Fall zu Wettbewerbsverzerrungen führt, könnten Sie ggf. mithilfe der örtlichen IHK überpüfen lassen. Allzu viel Hoffnung sollten Sie sich aber nicht machen: Die Kammern sind in der Regel an der Ausgestaltung des 2. Arbeitsmarktes beteiligt.
Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

moin, ich bin abhängig von öffentlich/rechtlichen auftraggebern im bereich der musseen, archive etc. - mir wurden zuletzt 15.- in einem archiv auf honorarvertragsbasis angeboten. diese institutionen beschäftigen sehr gern Studenten und in manchen Archiven sehe ich ausgebildete Historiker als 1 Euro Jobber. aufgrund dieser wettbewerbsverzerrenden Sitaution, werde ich wohl meine Gewerbe abmelden müssen, da ich meine stundensatzkosten so nicht abdecken kann..
Frage: habe ich überhaupt eine möglichkeit mich dagegen zu wehren und mit welchen mitteln?

Interessant zu lesen! Wenn jemand schon seit langem in der Branche als Angestellter tätig war und gute Referenzen bzw. Kundenkotakte hat (zu den relativ großen Unternehmen, die grundsätzlich viel bezahlen), der kann tatsächlich die o.g. Preise durchsetzen. Wer allerdings entweder als Absolvent oder als ALG Empfänger (auch mit guten Kenntnissen) das gleiche versucht, wird einfach abgewiesen. Was soll diese Person dann tun? Eine Angestelltenstelle kommt oft (zumindest in bestimmten Regionen nicht in Frage, weil es z.B. momentan zu viele Bewerber auf zu wenige Stellen gibt!). Außerdem werden viele Absolventen (die z.B. Kommunikation oder Marketing studiert haben)zu sehr niederigen Löhnen eingestellt (ca. 10 Euro/Stunde), und davon werden noch 20-30 % abgezogen (am Ende bleiben somit vielleicht 7-8 Euro Netto). Wenn diese Person ein kleines Unternehmen (alleine oder mit 1-3 Partner) gründet, dann zahlt sie keine Sozialabgaben (nur die KV, eventuell eine PKV mit einem hohen Selbstbehalt -> kostet ca. 100-130 monatlich), keine Büromiete und hat überhaupt fast keine Betriebsaufwendungen (vielleicht eine kleine Anfangsinvestition von 1-2 TEUR und monatlich Benzin und Telefonkosten). Wenn dann der Stundensatz ihv 10 Berechnet wird, dann steht diese Person nicht schlechter da, als ohne diese Tätigkeit. Ich finde, dass es doch besser ist, als alg2 zu beziehen oder eine sehr geringqualifizierte Stelle anzunehmen und dort auch relativ wenig zu verdienen.

Hallo Simon,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Sie haben völlig Recht: Der Artikel beschäftigt sich mit der Honorarkalkulation von Selbstständigen. Arbeitgeber müssen differenzierter kalkulieren. Das hätte jedoch den Rahmen dieses Grundlagenbeitrags gesprengt.
Freundliche Grüße
Robert Chromow

Hallo,

der Artikel ist insofern gut, dass er mal klarstellt, wie sich ein Studensatz von einen Stundenlohn unterscheidet.

Aber worauf er nicht eingeht und was auch der "Kalkular" nicht berücksichtig, ist dass Mitarbeiter nicht nur Kosten verursachen, sondern auch Umsätze generieren und da wird es dann kompliziert.
Da kommt man dann je nach Branche und Mitarbeiterzahl auf völlig andere Stundensätze die ein gutes Einkommen für den Inhaber sichern.

Grüße
Simon

Für diejenigen, die in der Werbe-Branche arbeiten, könnte die umfangreiche Übersicht neutraler Honorar-Empfehlungen auf meiner Seite http://www.adthink.de/kosten hilfreich sein, die lt. der Allianz deutscher Designer (AGD) e.V. "... die wahrscheinlich umfangreichste Übersicht im Internet ..." ist.

Hoppla, Sie haben Recht, der Link war kaputt - ich bitte um Entschuldigung! Jetzt funktioniert er wieder.

beste Grüße
S.Hengel
akademie.de - Redaktion

Interessanter Artikel!
Leider kann ich dei Datei nicht herunterladen - es erscheint eine Fehlermeldung und die Weiterleitung zur Startseite

Vielen Dank, eine große Hilfe damit ich nicht immer mein Steuerberater nerven muß!

Hallo Herr Reinhardt,
dass die (Einkommen-)Steuer in unserem Honorarrechner den betrieblichen Ausgaben zugeordnet werden, trifft nicht zu.
Davon abgesehen ist es natürlich ausgesprochen sinnvoll, auch die privaten Sozialversicherungsaufwendungen in die erweiterte Betrachtung mit einzubeziehen. Dabei hilft unser folgender Beitrag:
"Lebenshaltungskosten: So ermitteln Sie Ihren privaten Finanzbedarf"
http://www.akademie.de/direkt?pid=36052
Dort finden Sie übrigens auch ein Rechenblatt, in das Sie die privaten Lebenshaltungskosten (darunter selbstverständlich auch die Sozialversicherungsaufwendungen) je nach Fälligkeit wahlweise täglich, wöchentlich, monatlich oder jährlich eintragen können.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung und freundliche Grüße
Robert Chromow
--
Redaktionsteam akademie.de

Mitglied werden, Vorteile nutzen!

  • Sie können alles lesen und herunterladen: Beiträge, PDF-Dateien und Zusatzdateien (Checklisten, Vorlagen, Musterbriefe, Excel-Rechner u.v.a.m.)
  • Unsere Autoren beantworten Ihre Fragen
  • Sie bekommen erhebliche Rabatte auf unsere von Experten geleitete Online-Workshops

Downloads zu diesem Beitrag

Newsletter abonnieren