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Suchmaschinenoptimierung und Content Management Systeme (CMS)

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Stand: 21. Januar 2009

Regel Nr. 2: Die Metadaten müssen editierbar sein!

Metadaten sind Texte, die nicht direkt zum Haupttext gehören. Sie haben eine beschreibende Funktion, das heißt, sie sagen etwas über den Text (bzw. die Webseite oder das Dokument) aus.

Das CMS muss Autoren die Möglichkeit geben, die Metadaten der Texte zu editieren, auch im Nachhinein.

Der Titel

Jedes Dokument muss einen ordentlichen Titel haben, ausgedrückt im HTML-Header-Element <title>, etwa so: <title>Hier steht der Titel der Seite</title>.

Der Titel spielt nach wie vor eine große Rolle für die On-Page-Suchmaschinenoptimierung. Ein guter Titel beschreibt den Inhalt der Seite mit so wenig Worten wie nötig und verwendet dabei ein bis drei Suchbegriffe.

Beispiel:

Unsere Website befasst sich mit US-Profibasketball. Michael Jordan startet ein Comeback, diesmal als Trainer der Chicago Bulls.

Unser erster Titel-Versuch lautet: "Das Wunder von Chicago. Comeback eines alten Bekannten". Hmm. Noch nicht besonders gut.

Nächster Versuch: "Michael Jordan feiert Comeback in Chicago - diesmal als Coach." Etwas besser, aber immer noch nicht so richtig gut.

Der dritte Versuch gelingt: "Michael Jordan wird Coach der Chicago Bulls - Hintergründe & Fakten".

Im klassischen Sinne ist dieser Titel natürlich keine gute "Headline". Stilisten rollen sich bestimmt die Fingernägel dabei auf. Aber das ist auch nicht die Funktion des Titels.

Die dritte Variante ist deswegen am besten, weil sie in kompakter Form die meisten Suchbegriffe enthält und trotzdem noch zum Lesen auffordert. Das erleichtert das Gefundenwerden enorm. Außerdem befinden sich die wichtigsten "Suchwörter" weit vorne.

Eine Headline, die zum Lesen animiert, können Sie zusätzlich noch in das Dokument einbauen. Missbrauchen Sie dafür jedoch nicht den Titel, denn dieser dient dazu, dass Ihre Leser und Leserinnen Sie in der Suchmaschine finden sowie animiert werden, auf das Suchergebnis zu klicken. Das machen diese meistens, wenn die richtigen Wörter in der Anzeige des Suchergebnisses drinstehen und nicht, weil der Satz, der dort steht, besonders 'clever' ist.

Die perfekte Headline, die Ihre Leser zum Verschlingen Ihres Artikels animiert, kommt nach dem Titel (in der Reihenfolge, nicht in der Rangfolge). Die Headline ist ebenfalls äußerst wichtig für Ihren Erfolg. Aber damit Ihre Artikel gefunden werden, müssen Sie ein paar Kompromisse eingehen. Wenn Sie nicht gefunden werden, nützt Ihre clevere, originelle Headline nämlich gar nichts.

Die Beschreibung/Meta-Description

Der Titel des Dokumentes enthält vielleicht ein paar Wörter oder sogar einen kleinen Satz. Die Beschreibung kann noch mehr Wörter aufnehmen - bis zu zwei oder drei kurze Sätze.

<meta name="description" content="Einige Sätze über die Web-Seite"/>

Wenn eine Beschreibung vorhanden ist, verwendet Google sie in der Regel auch. Vor allem dann, wenn sie auch noch die gesuchten Begriffe enthält.

Beispiel:

Eine passende Beschreibung zu unserem Titel Nummer drei könnte sein:

"Michael Jordan Coach bei den Chicago Bulls. Daten, Fakten und Hintergrundberichte hier! Mit Gewinnspiel 'Wer wird Meister der NBA - Tippen Sie mit'."

Diese Beschreibung erfüllt zwei Funktionen. Sie enthält die Schlüsselwörter und macht damit unsere Seite besser auffindbar. Sie fordert aber auch ("hier") zum Durchklicken auf. Das "Gewinnspiel", das ich im Beispiel noch angehängt habe, soll verdeutlichen, dass Sie die Beschreibung sehr wohl als "Incentive" für einen Klick verwenden können und sogar sollten.

Die Suchbegriffe/Meta-Keywords

Sie spielen heutzutage keine Rolle mehr, wenigstens nicht bei der Bestimmung der Positionen in den Suchmaschinen.

<meta name="keywords" content="Suchbegriff 1, Suchbegriff 2, Stichwort 3, ..." />

Gewissenhaft ausgefüllt, können Sie dennoch einen gewissen Nutzen haben, z. B. für Ihre eigene Suchfunktion auf der Website. Außerdem könnten die Daten als Grundlage für ein eigenes Tagging-System dienen. Eine solche site-eigene Verschlagwortung hilft, die Navigationsmöglichkeiten auf Ihrer Website zu verbessern - und das kann wiederum der Suchmaschinenoptimierung dienen.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass vor allem der Titel und die Beschreibung des Dokumentes jederzeit veränderbar sein müssen. In der Praxis passiert es nämlich nicht selten, dass erst eine gewisse Zeit nach der Publikation eines Artikels klar wird, dass die optimierten Begriffe nicht die Besten waren. Die Autoren müssen dazu in der Lage sein, Titel und Beschreibung anzupassen, um den Rang eines Artikels bei einer bestimmten Suchbegriffkombination im Nachhinein von z. B. Position acht auf drei zu verbessern.

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Über den Autor:

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Saša Ebach ist freier Suchmaschinenoptimierer und Webentwickler mit der festen Meinung, dass Suchmaschinenoptimierung nicht "nachträglich" in eine Webanwendung eingebaut werden darf. In seiner Video-S ...

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