Akquise am Telefon

Von: Kirstin Nickelsen
Stand: 16. September 2011
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Anleitungen

Neue Kunden im Aufzug - Der Elevator-Pitch

Was sich ungewöhnlich anhört, hat einen einfachen Hintergrund: Stellen Sie sich und Ihre Dienstleistung innerhalb von 30 Sekunden vor. Der Fahrstuhl ist dabei nicht zwingend erforderlich, andere Situationen kennen Sie sicher ausreichend: Das Mittagessen mit Netzwerkkollegen, in der Abflughalle warten oder auch die Geburtstagsfeier eines Freundes. Überall begegnen Sie Menschen, kommen ins Gespräch. Kurz und knapp sollte die Vorstellung sein, doch wir wissen, das allein reicht nicht, um potenzielle Kunden für uns zu interessieren.

Der so genannte Elevator-Pitch teilt sich in vier Schritte auf:

1. Die Einleitung

Auf die Frage, was Sie beruflich machen, starten Sie mit einem simplen Einstiegssatz:

"Ich bin MediatorIn."
"Ich bin TexterIn."
"Ich bin WebdesignerIn."

Punkt und Satz - aber noch lange kein Sieg. Denn schlimmstenfalls drohen Ihnen Antworten wie

"Oh, Konflikte löse ich selbst."
"Tja, das lernen wir ja alle in der Schule."
"Ach, das macht mein kleiner Neffe auch."

Doch Sie sind erst im dritten Stockwerk, haben noch Zeit und machen weiter:

2. Der Spannungsaufbau

"Fragesteller sind Weichensteller": Bauen Sie Spannung auf und lenken Sie die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf eine Frage:

"Kennen Sie Menschen, die Konflikte mit Kunden oder Geschäftspartnern haben?"
"Meine Kunden beschäftigt die Frage: Wie können sie ihre Produkte per Mailing vermarkten?"
"Mich beschäftigt die Frage: Wie kann ich meine Kunden unterstützen, um ihre Dienstleistungen per Internet zu vermarkten?"

Und nun dürfen und sollen Sie selbst die Antwort geben, um zu Schritt 3 zu gelangen.

3. Die Spannungsauflösung

Beantworten Sie die Fragen, indem Sie gleichzeitig den Vorteil für Ihre Kunden aufzeigen:

"Da es leider kein Patentrezept zur Konfliktlösung gibt, unterstütze ich die Beteiligten mit Mediation. Das hat den Vorteil, dass ... "
"Und damit meine Kunden mit ihrem Mailing möglichst viele Rückläufe erhalten, bringe ich das gesamte Wissen auf den Punkt und zu Papier. Damit haben Sie den Vorteil, dass ... "

Und nun zu Schritt 4, der für viele Menschen anfangs etwas schwierig ist, da er eine Aktivität erfordert. Haben Sie keine Angst, es ist lediglich eine Frage der Übung:

4. Folgeimpuls/Aktivität

Alles gut und schön. Die Fahrt endet gleich, das Gespräch auch? War es das? Woran soll sich Ihr Gegenüber erinnern?
Damit diese so hart erarbeitete Fahrt in jeder Hinsicht ein gelungenes Ende nimmt, werden Sie aktiv. Trauen Sie sich, bieten Sie etwas an. Das kann sein:

"Ich habe vor einiger Zeit einen Artikel zum Thema 'Konflikte mit nicht zahlenden Kunden' geschrieben. Wenn Sie möchten, sende ich Ihnen diesen gern zu."
"Ich halte nächste Woche einen Vortrag über das Thema 'So ist Ihr Mailing erfolgreich'. Wenn Sie Interesse haben, schicke ich Ihnen gern eine Einladung."
"Ich schreibe zu diesem Thema regelmäßig einen Newsletter. Wenn Sie Interesse haben, nehme ich Sie gern in den Verteiler auf."

Wichtig ist hierbei, dass Sie die Daten des Gegenübers erhalten, damit Sie den Kontakt aufnehmen und intensivieren können. Innerhalb von 30 Sekunden haben Sie jetzt einen ersten Kontakt geschaffen, der langfristig vielleicht zum Kunden oder Geschäftspartner wird.

Allzeit gute Fahrt!

Sich kurz und effektvoll vorstellen: Elevator Pitch mal drei

Auf die Frage "Wie präsentiere ich mich und mein Angebot schnell und bündig und dabei effektiv und klar?" geben neben Kirsten Nickelsen auch andere Autoren bei akademie.de eine Antwort:

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