Grundkurs Textgestaltung und Layout

Von: Sibylle Mühlke
Stand: 1. Januar 2006
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Schriftart, Satz und Zeichen

DIN-gerechte Briefbögen

Damit ist die Basisplanung für die Gestaltung der Schriftstücke abgeschlossen. Auf dieser Grundlage können nun

  • ein Briefbogen und

  • ein einheitliches System für die Gliederung von Texten (Überschriften, Nummerierung und Schriftarten, Hervorhebungen im Text etc.)

entwickelt werden. Beim Briefpapier kommt es auch auf Funktionalität an: das Adressfeld soll im Kuvertfenster sichtbar sein, Falzmarken das Knicken an der richtigen Stelle erleichtern. Hier kann man sich die Arbeit sehr erleichtern, wenn man auf die DIN 676 zurückgreift. Diese Normen regelt die Form von Geschäftsbriefen.

  • Briefbögen nach DIN 676 a eignen sich für private Korrespondenz und für Geschäftsbriefe, wenn nur ein kleines Logo oder nur eine Absenderadresse eingefügt werden soll.

    Bild vergrößernVorlage DIN 676 a

  • Die etwas großzügigere DIN 676 b ermöglicht auch das Platzieren eines größeren Logos oder Absender-Adressfeldes (z.B., wenn mehrere Firmensitze vorhanden sind und aufgeführt werden sollen). Hier werden die Falzmarken anders gesetzt und das Adressfeld entsprechend verschoben.

    Bild vergrößernVorlage DIN 676 b

Normierung und Typografie

Die DIN 676 ist keine Schriftsatz-Norm. Daher kommt es bisweilen zu Kollisionen zwischen typografischen Bedürfnissen und der DIN, in unserem Fall standen breitere Ränder, kleinerer Satzspiegel, kürzere, gut lesbare Zeilen gegen die 2 cm Randbreite. Doch auch mit einer nicht ganz strengen Umsetzung der DIN gelingen funktionelle und gleichzeitig typografisch ansprechende Schriftsachen, Unvereinbarkeiten können so entschärft werden. Wenn Sie ganz DIN-gerecht arbeiten wollen, müssen Sie natürlich die Norm schon in Ihre Grundplanung einbeziehen.

Um ein einheitliches Gliederungssystem zu erhalten, müssen bestehende Schriftstücke und die Bedürfnisse des Büros analysiert werden. Danach kann man ein einheitliches System aus Überschriften, Unter-Überschriften und Nummerierungen entwickeln. Dabei ist es wichtig, dass sich die einzelnen Gliederungspunkte klar voneinander unterscheiden - der Textsinn soll schließlich auch hier sichtbar gemacht werden. Orientieren kann man sich an den Regeln aus dem Kursabschnitt "Form und Sinn".

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