Übungsleiterpauschale und Ehrenamtspauschale: Steuerfreie Nebenverdienste

Die Steuervergünstigungen für Ehrenamtler sind längst nicht nur auf Vereinsmitarbeit beschränkt. Hier erklären wir Ihnen, wie Sie in der Praxis damit Steuern sparen.

Von: Robert Chromow
Stand: 7. Januar 2013 (aktualisiert)
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Übungsleiter- und die Ehrenamtspauschale sind Steuerfreibeträge, durch die Aufwandsentschädigungen für bürgerschaftliches Engagement bis zu einer bestimmt Höhe steuerfrei bleiben. Die attraktiven Freibeträge sind längst nicht nur auf Vereinsmitarbeit beschränkt. Sie können für ganz unterschiedliche Dienstleistungen und Nebentätigkeiten genutzt werden, wenn der Auftraggeber die Voraussetzungen erfüllt.

Reich werden Sie durch ehrenamtliches Engagement zwar nicht. Ab 2013 dürfen Sie aber immerhin bis zu 2.400 Euro pro Jahr (Übungsleiterpauschale) und 720 Euro im Jahr (Ehrenamtspauschale) steuerfrei hinzuverdienen.

Bitte beachten Sie: Bis einschließlich 2012 lagen die Steuerfreibeträge für ehrenamtliche Tätigkeiten bei 2.100 Euro bzw. 500 Euro. Die Erhöhung ist Teil des "Gesetzes zur Entbürokratisierung des Gemeinnützigkeitsrechts". Zurzeit (21. Januar 2013) ist das "GemEntBG" noch immer nicht nicht beschlossene Sache. Der Bundesrat hat aber bereits Stellung genommen und das Gesetz soll Anfang 2013 verabschiedet werden und dann wie geplant rückwirkend zum 1. Januar 2013 in Kraft treten.

Wir erklären Ihnen in diesem Leitfaden ...

  • wer die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen darf,

  • für wen die Ehrenamtspauschale infrage kommt und

  • wie sich die steuerbegünstigten Aufwandspauschalen auf Sozialleistungen wie ALG I und II, BAFöG, Kinder-, Wohn- oder Elterngeld auswirken.

Außerdem beantworten wir Praxisfragen wie die folgenden: Sind beide Freibeträge kombinierbar? Darf ich bei mehreren Vereinen tätig sein? Fällt bei Selbstständigen Umsatzsteuer an?

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Honorar aber über Freigrenze ?!

Guten Tag,

meine Frau hat bisher über die Diakonie durch Leitung von Mutter Kind Kursen Honorarbezüge erhalten (unter Freigrenze). Nun besteht die Möglichkeit mit zusätzlichen Kursen für einen weiteren Träger (Abrechnung erfolgt ebenfalls über die Diakonie) aber die Freigrenze deutlich zu übersteigen.
Ist die Abrechnung und Ausstellung einer so hohen Honorarbescheinigung dann überhaupt noch zulässig und falls ja, gehe ich recht in der Annahme das der übersteigende Betrag steuerpflichtig wird dann aber Werbungskosten geltend gemacht werden könnten (bei gemeinsamer Veranlagung)?
Wird dann nur der übersteigende Betrag bei der Steuererklärung angegeben?

Vielen Dank für jeglichen Hinweis !

Antwort: Honorar aber über Freigrenze

Guten Abend,
über die Übungsleiterpauschale hinausgehende Einkünfte sind grundsätzlich zulässig. Der über die Übungsleiterpauschale hinausgehende Betrag ist aber steuerpflichtig. In der Steuererklärung muss Ihre Frau sowohl die steuerfreien als auch die steuerpflichtigen Einkünfte angeben. Informationen über die passenden Formularfelder finden Sie im Kapitel "Praxisfragen und Sonderfälle"
http://www.akademie.de/wissen/uebungsleiterpauschale-steuerfreibetrag/pr...
Ach so: Beim steuerpflichtigen Anteil der Einnahmen dürfen Sie durchaus Werbungskosten geltend machen - allerdings ebenfalls nur anteilig.

Angenommen, ein Steuerpflichtiger verdient insgesamt 3.000 Euro pro Jahr: Dann sind 600 Euro (= 20%) steuerpflichtig. Angenommen, ihm sind insgesamt Fahrtkosten in Höhe von 500 Euro entstanden, dann werden davon nur 100 Euro (= 20%) als Werbungskosten anerkannt. Weitere Details Ihren Einzelfalls besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater - oder Sie fragen direkt beim Finanzamt oder einem Lohnsteuerhilfeverein vor Ort nach.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Satzungsänderung bei Übungsleiterpauschale erforderlich?

Guten Tag,

ich bin ehrenamtlich als Jugendleiter in einem gemeinnützigen Verein und als 2. Vorstand in einem anderen Verein tätig. Ich bin jetzt einmal über die Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen gestolpert. Bei uns im Verein wurden bisher noch nie Tätigkeitsvergütungen ausbezahlt. Die Frage ist jetzt ob die Satzungsänderung nur für die Ehrenamtspauschale notwendig ist, da die Vorstandschaft laut Satzung keine Vergütung erhalten darf, oder ist dies auch zur Anwendung der Übungsleiterpauschale erforderlich? Die Übungsleiter gehören laut Satzung zum erweiterten Vereinsausschss.

Vielne Dank im Vorraus!

Antwort: Satzungsänderung bei Übungsleiterpauschale erforderlich

Guten Tag,
die generelle Pflicht zur Satzungsänderung bezieht sich m. W. auf die steuerfreie Ehrenamtspauschale, die Angehörigen der Vereinsorgane für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten erhalten können. Wenn eine Vereinssatzung ein Vergütungsverbot enthält, darf die Ehrenamtspauschale nicht gezahlt werden.

Je nachdem, wie der "erweiterte Vereinsausschuss" in den Vorstand eingebunden ist, welche satzungsmäßigen Aufgaben er hat und wie die Formulierungen der Satzung zum Vergütungsverbot lauten, kann aber auch eine Klarstellung zur Zulässigkeit der Übungsleiterpauschale erforderlich sein. Die Details besprechen Sie am besten mit einem Rechtsanwalt - oder Sie fragen bei Ihrem Dachverband oder direkt beim Finanzamt nach.

Freundliche Grüße
Robert Chromow

Übungsleiterpauschale richtig angeben

Sehr geehrter Herr Chromow,
zunächst meinen Glückwunsch zu diesem gelungenen und informativen Onlineportal und vielen Dank für Ihr Engagement bei der Beantwortung von den vielen Fragen.

Ich bin für einen Verein in der Jugendarbeit nebenberuflich tätig und erhalte dafür die Übungsleiterpauschale. Es ist vereinbart, dass ich am Ende eines jeden Quartals ausgezahlt werden. In der Regel komme ich auf 600,--€ pro Quartal so dass am Ende des Jahres die 2.400,-- Grenze erreicht ist. Allerdings wurde mir das Geld für das 4. Quartal 2013 nicht Ende Dezember überwiesen, sondern erst Mitte Februar 2014. Meine Frage ist nun, zu welchem Jahr kann ich diese 600,-- zählen?
A) noch zum vergangenen Jahr 2013 weil ich ja auch da tätig war (die Steuererklärung ist noch nicht gemacht)
B) zum Jahr 2014 weil hier das Geld geflossen ist.

Falls B) Im Jahr 2014 plane ich, wieder so oft im Einsatz zu sein, dass ich die 2.400,-- voll ausschöpfe. Würde es nun bedeuten, dass ich durch die verzögerte Zahlung aus 2013 schon 600,-- erhalten habe und mit der Zahlung am Ende des ersten Quartals 2014 nicht 600,-- sondern 1.200,-- von dem Freibetrag "verbraucht" habe?

Vielen Dank für Ihre Antwort und viele Grüße
D.E.

Antwort: Übungsleiterpauschale richtig angeben

Hallo D.E.,
vielen Dank für Ihre nette Rückmeldung!

Zu Ihren Fragen: Richtig ist "Antwort B". :-) Bei der Einkommensteuer gilt grundsätzlich der Zahlungszeitpunkt von Einnahmen und Ausgaben. Insofern haben Sie in 2014 bereits die Hälfte des Freibetrags "verbraucht".

Bei regelmäßig wiederkehrenden Zahlungen ist das normalerweise aber kein Problem: Zwar wird in Ihrem Fall die Zahlung für das letzte Quartal 2013 erst im Jahr 2014 berücksichtigt. Die Zahlung für das letzte Quartal 2014 erfolgt dafür ja voraussichtlich auch erst in 2015. Sollte das nicht der Fall sein, laufen Sie tatsächlich Gefahr, die Höchstgrenze für den Übungsleiterfreibetrag zu überschreiten.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Privater Instrumentalunterricht

Guten Tag,

ich habe eine Frage, da ich mir nicht sicher bin:
Ich möchte neben meiner hauptberuflichen Bürotätigkeit (Sachbearbeiter) nebenbei gerne privaten Instrumentalunterricht (Schlagzeug) geben.
Fallen die Einnahmen daraus (monatlich ca. 180 €) unter die Übungsleiterpauschale?
Meine Unsicherheit ist daraus begründet, dass ich in allen Artikeln lese, dass man von einer gemeinnützigen oder kirchlichen Organisation beauftragt sein muss. Andererseits lese ich oft dass Musiklehrer die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen können..

Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank und viele Grüße
KL

Antwort: Privater Instrumentalunterricht

Guten Tag, KL,
ja, Musiklehrer können die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen. Und, ja, dieser Musiklehrer muss dafür von einer gemeinnützigen oder kirchlichen Organisation beauftragt werden. Genauer gesagt: Die Übungsleiterpauschale ist an die Voraussetzungen geknüpft, dass die Tätigkeit ...
1. nicht im Hauptberuf und
2. im Auftrag einer öffentlichen oder öffentlich-rechtlichen Institution (z. B. Städte und Gemeinden, (Hoch-)Schulen, Volkshochschulen, Kammern etc.) oder eines gemeinnützigen Vereins, einer Kirche oder vergleichbaren Einrichtung
... ausgeübt wird. Die gesetzliche Grundlage dieser Steuerbefreiung finden Sie in § 3 Nr. 26 EStG
http://www.gesetze-im-internet.de/estg/__3.html

Viele Grüße
Robert Chromow

Ein Arbeitgeber Minijob/Übungsleiterpauschale

Hallo guten Tag,
zu Beginn, vielen Dank für die vielen Informationen auf Ihrer Seite.
Meine Frage:
Ich bin im Minijob 450,-€ (familienversichert)
Darf ich beim selben Arbeitgeber zusätzlich auf Übungsleiterpauschale noch "Erste Hilfe" Kurse geben?

Vielen Dank im Voraus.

Ursula

Antwort: Ein Arbeitgeber Minjob / ...

Hallo Ursula,
ja, laut Minijob-Zentrale ist eine Kombination von Übungsleiter- oder Ehrenamtspauschale mit einer geringfügigen Beschäftigung (= Minijob) beim selben Arbeitgeber zulässig.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Ehrenamtspauschale und Übungsleiterpauschale

Hallo
Ich arbeite für die EV.Kirche eimal in der Eltern- Kind- Arbeit und bekomme dort max 2400€ Übungsleiterpauschale.
Kann ich beim selben Träger für eine andere Tätikeit die 720€ Ehrenamt frei bekommen.
Mfg P.S.

Antwort: Ehrenamtspauschale und Übungsleiterpauschale

Hallo P.S.
grundsätzlich ja: Sofern es sich eindeutig um zwei verschiedene Tätigkeiten handelt, spricht nichts gegen den gleichzeitigen Bezug von Ehrenamts- und Übungsleiterpauschale. Ob das in Ihrem Fall möglich ist, besprechen Sie am besten mit den Personalverantwortlichen des Trägers. Oder Sie sprechen mit einen Steuerberater bzw. fragen direkt beim Finanzamt nach.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Vollzeit plus Kursleiter-Tätigkeit

Hallo Zusammen,

ich arbeite hauptberuflich (40h/Woche) und nebenbei bin ich Kursleiter in einem Kurs an der VHS bei dem ich nicht 450 Euro überschreite (auf 4 Monate). Wie muss ich diese Kursleiter-Tätigkeit in der Steuererklärung angeben?

Vielen herzlichen Dank

Antwort: Vollzeit plus Kursleiter-Tätigkeit

Guten Tag,
eine Einzelfallberatung ist an dieser Stelle leider grundsätzlich nicht zulässig (und ohne Kenntnis der vertraglichen Regelungen und Unterrichtsinhalte auch gar nicht möglich).

Am besten fragen Sie bei Ihrer VHS (oder Ihrem Steuerberater) nach, ob die Voraussetzungen für eine Steuerbefreiung aufgrund der Übungsleiterpauschale oder einer geringfügigen Beschäftigung (= Mini-Job) bzw. geringfügigen selbstständigen Tätigkeit erfüllt sind.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Doppelte freiberufliche Tätigkeit im Nebenjob auf Rechnung

SChönen guten Abend! :)

Ich bin bei meiner diesjährigen Steuererklärung erstmals über die Möglichkeiten der Übungleiterpauschale gestolpert, weiß aber nicht ob und wie ich sie anwenden kann.
Ich arbeite im Hauptberuf mit 20 Std. als Soz.Päd. in Festanstellung und nebenbei mit ca. 5 Std./Wo als Tanzpädagogin in einem Fitnessstudio.
Nun arbeite ich zusätzlich noch ca. 2 Std. monatlich bei einem gemeinnützigen Verein als Tanzpädagogin für Down Syndrom - Teenies. Diese Ausgaben müsste ich doch als ÜL-Pauschale angeben können?! Oder geht das nicht, weil ich in gleicher Tätigkeit auch im Fitnessstudio arbeite??
Ich schreibe für beide Tätigkeiten Rechnungen. Wie gebe ich diese in der STeuererklärung als ÜL-Pauschale an bzw brauche ich eine spezielle Bestätigung vom Verein dafür?

Vielen, vielen herzlichen Dank bereits im Voraus, falls Sie mir hierbei einen Rat geben können!

Mit freundlichen Grüßen
JR

Antwort: Doppelte freiberufliche Tätigkeit im Nebenjob auf Rechn

Hallo JR,
bitte beachten Sie, dass eine steuerliche Einzelfallberatung an dieser Stelle nicht möglich ist. Daher nur ganz allgemein: Sofern die im Beitrag ...
http://www.akademie.de/wissen/uebungsleiterpauschale-steuerfreibetrag/ue...
... genannten Voraussetzungen erfüllt sind, kann Ihre Tätigkeit vom gemeinnützigen Verein aus meiner Sicht grundsätzlich in Form der Übungsleiterpauschale honoriert werden. Um jeden Zweifel an der Steuerfreiheit der Einnahmen auszuräumen, sollte die Bezahlung ausdrücklich als "Übungsleiterpauschale gem. § 3 Nr. 26b EStG" gekennzeichnet sein.

Dass Sie an anderer Stelle eine vergleichbare Tätigkeit ausüben, die dort nicht steuerbefreit ist, schadet m. E. nicht. Wie und wo Sie "steuerfreie selbstständige Tätigkeiten im Nebenberuf" bei Ihrer Steuererklärung eintragen, können Sie auf der Seite "Praxisfragen und Sonderfälle" zur Übungsleiterpauschale nachlesen:
http://www.akademie.de/wissen/uebungsleiterpauschale-steuerfreibetrag/pr...

Alles Weitere besprechen Sie am besten mit Ihren Auftraggebern und Ihrem Steuerberater - oder Sie fragen direkt beim Finanzamt nach.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

Drei Tätigkeiten gleichzeitig

Guten Abend,
ich bin bei drei verschiedenen Stelle gleichzeitig tätig, überschreite bei jeder Stelle selbst die Übungsleiterpauschale nicht, jedoch aber in der Summe dieser drei.
Frage dazu: Bin ich bei der jeweiligen Stelle selbst nur im Personalverzeichnis aufgeführt oder gibt es ein "übergreifendes" System, bei dem ich angemeldet sein muss, sodass das auffallen könnte bzw. wann würde man auf mich aufmerksam werden?

Antwort: Drei Tätigkeiten gleichzeitig

Guten Tag,
ja, ein solches "übergreifendes System" gibt es: Es nennt sich Einkommensteuererklärung. Dort müssen Sie nämlich unaufgefordert sämtliche Einkünfte des Vorjahres angeben - und zwar auch steuerfreie Einkünfte wie solche aus Übungsleitertätigkeiten.

Wenn Sie darüber hinaus wissen möchten, ob unvollständige oder unrichtige Angaben auffallen, kann und darf ich Ihnen nicht weiterhelfen.

Praxistipp: Informationen über die Folgen allzu kreativen Umgangs mit Einkommen- und anderen Steuererklärungen bekommen Sie möglicherweise in der Geschäftsstelle des FC Bayern München in der Säbener Straße: Am besten fragen Sie einfach nach Uli. ;-)

Freundliche Grüße
Robert Chromow

Guten Abend, Vielen Dank für

Guten Abend,

Vielen Dank für Ihre Auskunft. Einen schönen Abend
Mfg
N.S.

Dozent

Guten Morgen,

bitte entschuldigen Sie die Verwirrung es geht um die Übungsleiterpauschale.
Danke

mfg

Antwort: Dozent

Guten Tag,
aus meiner Sicht spricht nichts dagegen,die 75%-Stelle als Hauptberuf zu betrachten. Dass Sie für die Nebentätigkeit als Dozent die Übungsleiterpauschale in Anspruch nehmen, halte ich grundsätzlich auch für vertretbar. Wie Ihr Finanzamt den Sachverhalt bewertet, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Wenn Sie auf Nummer Sicher gehen wollen, besprechen Sie die Details Ihres Einzelfalls am besten mit einem Steuerberater. Angesichts der vermutlich überschaubaren Nebeneinkünfte können Sie die Einnahmen aber auch einfach als Übungsleiterpauschale eintragen und es darauf ankommen lassen. Falls das Finanzamt die Steuerfreiheit nicht anerkennt, könnten Sie dagegen immer noch mit Unterstüzung eines Steuerberaters Einspruch einlegen.

Viel Erfolg und freundliche Grüße
Robert Chromow

Dozent

Hallo Herr Chromow

Erstmals vielen Dank für die vielen Infos. Ich weiß, dass Sie keine Einzelfallberatung geben- ich halte diese Frage aber als grundsätzlich relevant:

Wenn man (so wie ich) als Lehrer/Dozent an einer (privaten) Schule mit 75 % (29 Stunden pro Woche) fest angestellt arbeitet und an einer (privaten) Uni- (ggmbh) einen Lehrauftrag als Dozent hat (im Gesamtjahr/ 68 Stunden) wie wird das gesehen.

1.) Wird die 75 % Stelle als Umfang eines Hauptberufes gesehen (ohwohl es eine Teilzeitstelle ist- da wurde ich aus der Bfh- Entscheidung nicht klar... "Angesichts der Tatsache, daß eine Teilzeitarbeit in Form von Halbtagsarbeit, die - gemessen an einem Vollerwerbstätigen - die Arbeitskraft des Steuerpflichtigen immerhin noch zu 50 v.H. bindet, als Ausübung eines Hauptberufs angesehen werden muß,........

2.) Wird der Lehrauftrag als ..gleichwertige Tätigkeit gesehen - obwohl es eine ganz andere Struktur hat (Uni/Schule)- und man an der Schule in einem Dienstverhältnis beschäftigt ist... siehe BFH Entscheidung:
"Etwas anderes gilt jedoch bei gleichartigen Tätigkeiten. Sie sind zusammen zu würdigen, wenn sie sich nach der Verkehrsanschauung als Ausübung eines einheitlichen Hauptberufes - Vollzeiterwerb oder sog. Halbtagsarbeit - darstellen."
Danke für Ihre Mühe! Mfg N.S.

Antwort: Dozent

Guten Abend, N.S.,
vorab eine Gegenfrage: In welchem Zusammenhang ist für Sie die Abgrenzung zwischen Haupt- und Nebenberuf von Bedeutung? Sofern es um das Thema Krankenversicherung geht, finden Sie im Beitrag ...
http://www.akademie.de/wissen/haupt-oder-nebenberuf
... ausführliche Informationen. Oder hat Ihre Frage mit der Übungsleiterpauschale zu tun?

Freundliche Grüße
Robert Chromow

mehrere Übungsleiter- und Ehrenamtspauschal Jobs

Hallo,

was muss man tun, wenn die Einnahme aus mehreren Tätigkeiten sowohl als Honorarkraft als auch als ehrenamtliche Kraft die Höchstgrenze von 720€ bzw. 2400€ / Jahr übersteigt? Wo müssen Abgaben gemacht werden? (Krankenkasse, Sozialversicherung etc.)

Beste Grüße
Sandra S.

Antwort: mehrere Übungsleiter- und Ehrenamtspauschal Jobs

Hallo Frau S.,
vielen Dank für Ihre vertrauensvolle Anfrage. Bitte beachten Sie, dass eine Einzelfallberatung an dieser Stelle nicht möglich ist. Daher nur ganz allgemein:

Aus Ihrer Frage geht nicht hervor, ob Sie Ihre Tätigkeiten als Arbeitnehmerin ("Beschäftigte") oder Selbstständige erbringen:

* "Jobs" klingt eher nach "Beschäftigung": In dem Fall muss sich Ihr Arbeitgeber darum kümmern, dass die Steuer- und Sozialversicherungspflichten erfüllt sind. In der Regel bevorzugen Arbeitgeber geringfügige Beschäftigungen (= "450-Euro-Jobs"), die sich auch problemlos mit den Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen kombinieren lassen.

* Falls Sie hingegen selbstständige Tätigkeiten erbringen, sind Sie selbst für Steuern und Sozialabgaben verantwortlich. Welche das in Ihrem konkreten Fall sind, kann ich nicht beurteilen. In unserem Praxisleitfaden "Nebenberuflich selbstständig: Tipps und Informationen für Ihre Gründung im Nebenerwerb"
http://www.akademie.de/wissen/nebenberuflich-selbststaendig
finden Sie aber (unter anderem) Auskünfte zu allen Steuer- und Sozialversicherungspflichten.

Alles Gute und freundliche Grüße
Robert Chromow

VHS-Tätigkeit = selbstständige Arbeit in Elterngeldantrag?

Hallo,
vor der Geburt meines Kindes habe ich sowohl 100% als Angestellte gearbeitet und ab und zu als VHS-Dozentin (ca. 1000-). Gilt diese Tätigkeit als selbstständige Tätigkeit, die ich zusätzlich zu meiner Angestellten-Tätigkeit im Elterngeld-Antrag angeben muss? Das wirkt sich dann nämlich auf den Berechnungszeitraum für das Elterngeld aus - in meinem Fall negativ.
Vielen Dank!

Antwort: VHS-Tätigkeit = selbstständige Arbeit in Elterngeldantr

Hallo,
Einkünfte aus selbstständigen Tätigkeiten werden bei der Einkommensermittlung im Rahmen der Elterngeld-Bewilligung berücksichtigt. Und ja: Die Arbeit als VHS-DozentIn gilt grundsätzlich als (nebenberufliche) selbstständige Tätigkeit.

Haben Sie schon einmal geprüft, ob bei Ihnen die Voraussetzungen für die Übungsleiterpauschale erfüllt sind? Diese Einkünfte werden bei der KG-Einkommensermittlung nämlich nicht berücksichtigt. Informationen zu den Voraussetzungen der Übungsleiterpauschale finden Sie auf der Seite http://www.akademie.de/wissen/uebungsleiterpauschale-steuerfreibetrag/ue...

Alles Gute und viele Grüße
Robert Chromow

Übungsleiterpauschale und Elterngeld

Werde im März 2014 für ein Jahr Elternzeit nehmen. Elterngeld müsste bei 1300 Euro liegen. Verdiene nebenberuflich ca. 4500 Euro als Übungsleiter im Jahr. Wird mir das Einkommen komplett vom Elterngeld abgezogen oder sind die steuerfreien 2400 Euro geschützt? Danke für die Hilfe - Cora -

Antwort: Übungsleiterpauschale und Elterngeld

Hallo Cora,
bei der steuerfreien Übungsleiterpauschale handelt es nicht um "Einkommen aus Erwerbstätigkeit" im Sinne des § 3 Bundeselterngeldgesetz
http://www.gesetze-im-internet.de/beeg/__3.html

Mit anderen Worten: Einnahmen aus Übungsleiter-Tätigkeiten werden nicht auf das Elterngeld angerechnet.

Alles Gute und herzliche Grüße
Robert Chromow

Rechnung

Guten Morgen,
ich bin mir unsicher bei der Abrechnung der Übungsleiterpauschale in unserem Verein. Ich habe dazu zwei Fragen:
1. muss der Leister zwingend eine Rechnung über den Aufwand schreiben, oder kann ich monatlich pauschal überweisen?
2. was muss ich tun , wenn der Pauschbetrag von 2400€ überschritten wird ?

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