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Business-Etikette: Gute Umgangsformen als Schlüssel zum Erfolg

Der Anzug als Mittel zum Zweck - Dresscode für Männer

Mit einem schwarzen Anzug wirkt man beim Erstkontakt zu autoritär. Ziel ist es, dass mein Gegenüber mich sympathisch findet, Vertrauen bekommt und sich öffnet. Das wird man mit einem strengen schwarzen Anzug wohl nicht erreichen.

Dunkelblau ist immer korrekt, konservativ und vertrauenserweckend, wirkt aber oft etwas unkreativ. Dunkelgrau wirkt zurückhaltend und stilvoll, ist auf jeden Fall weniger autoritär als schwarz und mein Kunde öffnet sich leichter. Also dunkelgrau ist für einen Ersttermin die beste Wahl.

Respektvoll ist, dass Sakko in Stehsituationen immer zu schließen. Steht man also zur Verabschiedung auf, knöpft man das Sakko zumindest mit einem Knopf zu. Dabei bleibt der unterste Knopf stets offen.

Bild vergrößernJackett (auch mit Weste) in Stehsituationen bitte immer schließen!

Das passende Business-Hemd ist auf jeden Fall langärmlig - auch im Sommer. Weiß, hellblau oder andere helle Varianten sind die Farben, die im Job akzeptiert sind. Wenig aktuell sind dunkle Stoffe wie Bordeaux oder Schwarz.

Wichtig: Der oberste Knopf bleibt geschlossen - auch wenn's mal hoch her geht!

Mit Krawatten zeigen Sie Stil

Die Krawatte ist ein kleines Stoffstück mit großer Wirkung. Bei der Krawattenwahl sollten Sie deshalb auf einen seriösen Eindruck achten. Nilpferde oder Bärchen bleiben im Schrank. Dezente Farben und unauffällige Muster wirken kompetent. Krawatten sind aus Seide oder anderen Naturmaterialien wie Wolle und Kaschmir, aber nie aus Holz, Plastik oder Leder.

Bei den Formen gab es immer wieder Zeiten, in denen die Krawatte entweder sehr breit oder sehr schmal geschnitten war. Das hat sich weitgehend geändert: 9 bis 9,5 cm breit, gemessen kurz über der Spitze der Krawatte - damit liegt man heute immer richtig.

Für den Knoten gibt es keine allgemeingültige Regel, da häufig die Form des Hemdkragens sowie die Statur des Trägers den Typ des Knoten einschränkt. Ein Zwei-Meter-Mann verträgt eher einen großen Knoten, als jemand, der 1,65 Meter misst.

Faustregel ist, dass bei der gebundenen Krawatte das schmalere Ende nicht länger sein darf als das breite Ende. Ideal ist es, wenn beide Enden gleich lang sind und bis zur Gürtelschließe reichen.

Auf den Krawattenclip sollte man verzichten, bis er wieder modern ist.

Schuhe und Strümpfe

Saubere und geputzte Schuhe sind im Job ein Muss. Viele Menschen schließen vom Zustand der Schuhe auf die Arbeitsweise. Eine Investition in klassische Schuhe mit Ledersohlen lohnt sich immer, denn sie halten bei guter Pflege viele Jahre.

Welche Schuhfarbe passt zum Anzug? Ein schwarzer Schuh schmückt graue, blaue und schwarze Anzüge. Nur beim braunen Anzug sollte lieber ein dunkelbrauner Schuh getragen werden. Die Kombination braun-schwarz sollte in möglichst allen Variationen vermieden werden - auch wenn es manche Männer für modisch halten.

Für den Regenschauer zwischendurch bietet sich ein mit Schuhcreme getränkter Schwamm an (in jedem Drogeriemarkt zu finden), den man stets im Auto deponieren kann.

Nun stellt sich noch die Frage der passenden Strümpfe. Hier gilt die Regel, dass sie mit dem Schuh farblich abgestimmt sein sollten. Unbedingt auf die Länge der Strümpfe achten: niemand möchte bei übergeschlagenen Beinen eine stachelige Männerwade sehen.

Die Grundregeln im Überblick

1. Lieber konservativer als zu leger anziehen.

2. Ausschlaggebend ist immer die Bewertung durch den Betrachter - nicht meine eigene Stimmung.

3. Das Business-Hemd ist in jedem Fall langärmlig - auch im Sommer.

4. Der oberste Knopf bleibt unter der Krawatte geschlossen.

5. Krawatten sind gestreift oder dezent gemustert.

6. Krawattenclips sind out.

7. Sakko im Stehen stets schließen.

8. Der unterste Knopf von Sakko und Weste ist immer offen.

9. Saubere und geputzte Schuhe sind im Beruf ein Muss.

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Über die Autorin:

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Anke Quittschau ist Gründer und Inhaberin des Trainingsinstituts korrekt!, das seit 2003 Coachings und Seminare zum Thema "Business-Etikette" als Schwerpunkt hat. Nach ihrem BWL-Studium war sie ...

Über die Autorin:

Auch Christina Tabernig ist Gründer und Inhaberin des Trainingsinstituts korrekt!

Christina Tabernig wuchs in internationalem adligem Familienumfeld auf, studierte BWL und arbeitete viele Jahre ...

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