Business-Etikette: Gute Umgangsformen als Schlüssel zum Erfolg

Von: Anke Quittschau und Christina Tabernig
Stand: 8. Mai 2011
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Visitenkarten korrekt einsetzen

Dass Visitenkarten keine neue Erfindung der Geschäftswelt ist, beweist ein Blick in die britische Historie. Schon zu viktorianischen Zeiten besaßen Mitglieder der gehobenen Gesellschaft so genannte Besucherkarten, die sie bei Ankunft im gastgebenden Haus dem Butler des auf das silberne Tablett legten. Der Butler konnte dann den Gast fehlerfrei bei seiner Herrschaft anmelden und gab die Karte anschließend dem Gast zurück.

Ähnlich ist es heute: Bei Geschäftsbesuchen geben Sie die Visitenkarte zunächst am Empfang ab. Das vereinfacht die Anmeldung und das Ausfüllen von Besucherausweisen. Namen werden richtig ausgesprochen, und eine Anmeldung beim Sekretariat bringt keine Verwirrung. Nach diesem Prozedere bekommen Sie meist Ihre Karte zurück, da die Empfangsdame wenig damit anfangen kann.

Visitenkarten werden zu Beginn eines Besuchs oder Gesprächs ausgetauscht. Der Gast gibt seine Karte zuerst. Erst danach ist die gastgebende Person dran. Vergessen Sie bei der Übergabe nicht den Blickkontakt! Eine Visitenkarte sollte auf jeden Fall auch aufmerksam gelesen werden. Denn hier verstecken sich wichtige Informationen wie Adelstitel oder akademische Grade, die bei der Anrede auf jeden Fall mitgenannt werden müssen. Es gilt als unhöflich, wenn Sie eine Visitenkarte ungelesen wegzustecken.

In Gruppen erhält zuerst die oder der Ranghöchste die Visitenkarte. Ist eine Hierarchie nicht erkennbar, werden die Visitenkarten der Reihe nach verteilt. Die Karten dürfen auf dem Besprechungstisch liegen bleiben. Am besten in der Reihenfolge wie die jeweiligen Personen auch sitzen, so dass man die Namen auch zuordnen kann. Keiner verlangt, dass Sie sich 10 neue Namen auf einmal merken. Gibt es eine Gruppe von bspw. 20 Teilnehmern, geben Sie nur den Personen Karten, die für geschäftliche Beziehung wichtig sind.

Die Aufbewahrung von Visitenkarten gelingt am besten in dafür vorgesehenen Etuis. So bleiben die Karten in ansprechender Form.

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