Umsatzsteuer auf Prepaid-Guthaben zurückholen

Nutzen Sie geschäftlich Prepaid-Guthaben für Handy und Surf-Stick? Holen Sie sich die Vorsteuer zurück – auch auf Prepaid-Guthaben wird Mehrwertsteuer fällig.

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Stand: 5. April 2013

Für Telefon- und Internetdienste gilt der Umsatzsteuer-Regelsatz von 19 %. Wer jedoch Prepaid-Karten für geschäftliche Telefonate und den mobilen Internetzugang kauft oder Prepaid-Konten auflädt, erlebt eine Überraschung: Mobilfunkprovider und Reseller weisen auf Rechnungen über Gesprächs- und Surfguthaben keine Umsatzsteuer aus! Wir erläutern, wie Sie sich die Vorsteuer trotz steuerfreier Kaufbelege zurückholen.

Das Prepaid-Steuerwirrwarr

In den Tarifinformationen über Prepaid-Leistungen deutscher Telekommunikationsanbieter heißt es unisono: "Alle Preise (…) beinhalten die gesetzliche Mehrwertsteuer." Wer jedoch im Handel eine Prepaid-Karte kauft oder sein Guthabenkonto im Onlineshop auflädt, erhält umsatzsteuerfreie Rechnungen:

Beim Auflanden eines Prepaid-Kontos werden 0,00 € Umsatzsteuer ausgewiesen. Aber das täuscht: Die Umsatzsteuer von 19 % wird sehr wohl erhoben - nur nicht beim Kauf, sondern beim Verbrauch.Bild vergrößernBeim Aufladen eines Prepaid-Kontos wird keine Mehrwertsteuer ausgewiesen. Fällig ist der 19-prozentige Regelsteuersatz erst beim Verbrauch des Guthabens.

Kein steuerfreies Gesprächs-"Porto"!

Hintergrund der eigenwilligen Umsatzsteuer-Kapriole: Telefon- und Surfguthaben sind zunächst umsatzsteuerfrei. Erst wenn die vorausbezahlte Leistung tatsächlich in Anspruch genommen wird, greift die Umsatzsteuerpflicht. In ihren Konten- oder Rechnungsübersichten weisen viele Telekommunikationsunternehmen die umsatzsteuerpflichtigen Leistungen anschließend auch brav aus:

Die Monatsabrechnung eines Prepaid-Guthabens weist die Umsatzsteuer dann aus. Bild vergrößernIn der Monatsabrechnung von Prepaid-Guthaben – hier zum Beispiel Maxxim– taucht die Umsatzsteuer dann auf.

Umwege zur Rechnung mit Umsatzsteueranteil

Leider gilt das nicht für alle Anbieter. Manche Telekommunikationsunternehmen bieten online nur Auflade- und Verbrauchsübersichten ohne Mehrwertsteuernachweis.

Im Verbrauchnachweis wird die Mehrwertsteuer dagegen nicht immer aufgeführt. Hier bei AldiTalk muss man die für den Vorsteuerabzug benötigten 19 % beispielsweise selbst ausrechnen.Bild vergrößernIm Verbrauchnachweis von AldiTalk wird die Mehrwertsteuer nicht aufgeführt.

Bei ePlus zum Beispiel muss man die für den Vorsteuerabzug benötigte Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer umständlich per Mail oder Fax anfordern - und dazu die Seriennummer des Aufladebons und die SIM-Kartennummer eintippen. Ausgestellt wird die Rechnung auch erst, wenn das Guthaben verbraucht ist. Bequem ist das nicht gerade.

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