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Umsteigen auf Word 2010

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Stand: 2. Juli 2010

Die neue Bedieneroberfläche

Das Menüband

Die Bezeichnung der Komponenten im Menüband

Oben wurden Ihnen Nothilfen und Brücken zur "Alten Welt" vorgestellt. Primäres Ziel dieses Ratgebers aber ist es, Sie mit der aktuellen und - laut Microsoft - auch der zukünftigen Bedieneroberfläche von Word, allen Office-Programmen und weiteren Applikationen vertraut zu machen.

Verschiedene Testpersonen, u. a. auch der Autor selbst, sind sich einig, dass sich die Mühsal der Umgewöhnung lohnt, denn bald arbeiten Sie mit der neuen Menüanordnung und den neuen Features von Word effizienter als bisher: Das Menüband gruppiert logisch zusammengehörende Befehle; verschiedene Word-Funktionen, die bisher unentdeckt unter Menüs ruhten, sind sichtbar geworden.

Ein paar Begriffsdefinitionen erleichtern das Verständnis für die nachfolgenden Ausführungen. Statt vieler Worte dient dieses Bild als Veranschaulichung:

Begriffsdefinitionen von Bedieneinheiten in Word: Screenshot

  • Pos. 1 Menüband (Word 2010):

    Das Menüband, in Word 2007 noch als Multifunktionsleiste bezeichnet, bildet optisch und funktionsmäßig den zentralen Bereich der sogenannten Fluent-Benutzeroberfläche. Laut Microsoft - und vermutlich pflichten Sie dem nach einer gewissen Einarbeitungszeit bei - lassen sich damit die gewünschten Funktionen leichter auffinden, als wenn Sie sich durch Menüs hangeln müssen (immerhin enthält bereits Word 2003 über 1.500 Befehle!).

    In der Praxis erweist sich das Menüband denn auch als recht hilfreich. Auf die Möglichkeit benutzerdefinierter Registerkarten und Gruppen können Sie bestimmt verzichten, wenn Sie nicht ganz spezifische, wiederkehrende Arbeiten zu erledigen haben.

    Sollte Ihnen auf einem kleinen Bildschirm das Menüband zu viel Platz wegnehmen, minimieren Sie es, d. h. lassen es verschwinden, indem Sie auf das kleine Pfeilsymbol rechts oben auf dem Bildschirm klicken. Das Menüband erscheint dann erst beim Anklicken einer Registerkarte, um gleich nach dem Aufrufen eines Befehls wieder zu verschwinden.

Hilfe, das Menüband ist weg!

Gut möglich, dass Ihr Kollege schimpft, das Menüband fehle, es verschwinde nach jedem Anklicken eines Befehls. Zeigen Sie sich souverän, legen Sie ihm verständnisvoll die Hand auf die Schulter... Spaß beiseite. Statt des oben erwähnten, etwas schwer zu entdeckenden Pfeils kann besagter Kollege auf die Registerkarte Ansicht rechtsklicken und bei der Option Menüband minimieren das Häkchen entfernen.

  • Pos. 2 Registerkarten:

    Offenbar hat die Benutzerpräferenz sich durchgesetzt: Das Menü Datei, in sämtlichen Office-Applikationen und vielen Programmen anderer Hersteller stets oben links auf der Menüleiste zu finden, enthielt jeweils einige der wichtigsten Befehle. Bei Word 2007 suchte man das beliebte Menü vergebens und bekam die etwas gewöhnungsbedürftige Microsoft Schaltfläche vorgesetzt. Und nun, in der Version 2010, ist Datei wieder vorhanden, jetzt als Registerkarte.

    Beim Klicken auf Datei öffnet sich - und dies ist neu selbst gegenüber 2007 - die sogenannte Backstage. Hier finden Sie häufig verwendete Features zum Erstellen, Verwalten oder Speichern von Word-Dateien und zum Festlegen von Dateioptionen. Inhaltlich entspricht Datei ungefähr der Microsoft Schaltfläche, die Themen sind allerdings anders angeordnet.

    Die übrigen Registerkarten sind selbsterklärend bzw. entsprechen ungefähr den früheren Menüs.

Backstage

In gewisser Weise ergänzt die Backstage-Ansicht das Menüband dahingehend, dass Sie via Backstage die äußeren Eigenschaften der Dokumente verwalten und via Menüband-Befehle innerhalb eines Dokuments arbeiten.

  • Pos. 3 Kontextbezogene Registerkarten:

    Nicht immer auf Anhieb erkennbar, aber eine hilfreiche Einrichtung. Nach dem Einfügen oder Anwählen einer Tabelle oder eines Bildes suchen Sie vielleicht verzweifelt nach den zur Bearbeitung gehörenden Befehlen, bis Sie diese spezielle, oben am Menüband angezeigte Registerkarte Tabellentools oder Bildtools entdecken. Klicken Sie darauf und Word zeigt Ihnen nun alle relevanten Befehle - ein sehr hilfreiches Feature.

  • Pos. 4 Gruppe:

    Registerkarten sind unterteilt in Gruppen, welche die logisch zusammengehörenden Befehle enthalten.

  • Pos. 5 Schnellstartleiste:

    Sie ist extrem praktisch, die Symbolleiste für den Schnellzugriff (Microsoft-Terminologie), ist aber in der Voreinstellung zu karg bestückt (mit den 3 Symbolen für Speichern, Rückgängig und Wiederholen). Klicken Sie deshalb auf den kleinen Pfeil rechts von den Symbolen und wählen Sie weitere häufig verwendete Befehle, etwa Neu, Öffnen und Schnelldruck. Unter Optionen können Sie die Leiste mit weiteren Befehlen an Ihre Bedürfnisse anpassen. Achtung: Die Auswahl an Befehlen ist riesig. Beschränken Sie sich auf 6-8 Befehle, damit die Leiste eine Schnellstartleiste bleibt.

    Screenshot: Erweiterte Schnellstartleiste

  • Pos. 6 Startbutton für Dialogfenster

    Mit dieser schwerfälligen Bezeichnung meint Microsoft den kleinen Pfeil jeweils ganz rechts eines Gruppenbezeichnungsfelds. Sie werden dieses kleine, kaum wahrnehmbare Symbol schätzen lernen. Beim Anklicken zeigt es Ihnen das Dialogfenster, wie Sie es aus früheren Word-Versionen kennen. Und sehr oft dient einem die nüchterne Anordnung der Parameter (Beispiel Gruppe Absatz) oder die bloße Auflistung (Beispiel Formatvorlagen) besser als die manchmal allzu üppig "aufpoppenden" Auswahlkataloge - aber vielleicht ist auch dies nur eine Frage der Gewöhnung ...

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Über den Autor:

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René Brunner verfasst und illustriert Bedienungsanleitungen im IT- und Gerätebereich. Als freier Fachjournalist arbeitet er für verschiedene Fachzeitungen. Beruflicher Background: Maschineningenieur ...

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