Crash-Kurs Naming: Unternehmensnamen und Produktnamen finden

Von: Elisabeth Karger-Posch
Stand: 27. Januar 2012
4.666665
(3)
Anmelden um Kommentare zu schreiben

Kreativitätstechniken für die Namensfindung

Es passiert in den seltensten Fällen, dass Ihnen der ideale Name einfach so "zufällt". Dem "Heureka"-Erlebnis geht fast immer ein langer Prozess des Nachdenkens, Überlegens und Prüfens voraus. Auch wenn Sie eine spontane Eingebung haben, prüfen Sie den Namensvorschlag mehrfach: Folgt er Ihrer Strategie? Ist er einfach, schnell zu merken und langlebig?

Profis bedienen sich verschiedenster Kreativitätstechniken, um die Gedanken in die richtige Richtung zu leiten. Einige dieser praktikablen Techniken stelle ich Ihnen nun kurz vor. Sie können sich nur eine für Sie passende heraussuchen oder alle durchprobieren.

Kreativität erfordert einen freien Kopf

Bevor Sie an Ihre Namingaufgabe herangehen - machen Sie sich den Kopf frei. Sie haben im letzten Abschnitt sehr viele sachliche Informationen erhalten, über Anforderungen und Einschränkungen.

Sie wissen nun, worauf es ankommt, nehmen Sie gedanklich ein wenig Abstand davon. Machen Sie Sport, gehen Spazieren oder ins Kaffeehaus. Erst dann sollten Sie sich mit diesen Kreativitätstechniken an Ihre Namingaufgabe machen.

Brainstorming

Brainstorming ist immer eine sehr beliebte und wirkungsvolle Methode zur Problemlösung. Brainstorming wird vorzugsweise in Gruppen durchgeführt. Ich persönlich empfehle immer, einen oder mehrere komplett Fachunkundige (Mitarbeiter aus anderen Abteilungen, den Azubi, einen Freund...) mit einzubinden, da diese nicht unter den beiden schlimmen Krankheiten der Betriebsblindheit und des Tunnelblicks leiden. Die Größe dieser Gruppen sollte sich zwischen fünf bis zehn Personen einpendeln. Ein Teilnehmer sollte die Moderation übernehmen um den Ablauf zu strukturieren.

Wenn zu wenig Zeit bleibt, eine Brainstorminggruppe zusammenzutrommeln, kann einer der beiden Schritte auch alleine durchgeführt werden.

Das Brainstorming erfolgt in zwei Schritten:

  • Erster Schritt ist die Ideensammlung. Das heißt, alle Ideen und Gedanken, die Ihnen bzw. Ihren Mitstreitern spontan einfallen, werden gesammelt. Wichtig dabei ist, alle Ideen und Gedanken zuzulassen, wenn sie nicht komplett absurd sind. Die Ideen können Sie auf Zettel, Kärtchen, auf einer Pinnwand oder am Flipchart festhalten.
    Auch hier können Sie ein Zwei-Stufen-System verwenden - erst notiert jeder für sich seine Ideen, diese werden dann z.B. aufs Flipchart geschrieben und im zweiten Schritt kann die Gruppe auf Basis dieser Vorschläge weitere Ideen entwickeln.
    In diesem Schritt wird nur erfasst, nicht kritisiert oder bewertet, "Abschauen" beim Nachbarn ist als Anregung für weitere Ideen erwünscht!

  • Erst im zweiten Schritt werden diese Ideen bewertet. Davor empfiehlt sich eine Pause, damit die Teilnehmer Zeit haben, sich etwas von ihrem kreativen Input zu lösen. Ein wenig zeitlicher und emotionaler Abstand sorgt dafür, dass die anschließende Diskussion, wo in erster Linie Kritik geübt wird, sachlich geführt wird. Hier ist der Moderator auch gefordert, zu verhindern, dass die Emotionen zu hoch kochen und jeder seine Meinung äußern kann.
    Gemeinsam werden nun die gefundenen Ideen gefiltert: Was macht Sinn? Was macht überhaupt keinen Sinn? Welchen Gedanken kann man für weiterführende Überlegungen aufgreifen?

Diese Seite ist für Mitglieder von akademie.de reserviert.

Möchten Sie die Mitgliedschaft 14 Tage kostenlos testen und den Beitrag komplett lesen?

Oder möchten Sie zunächst mehr über diesen Beitrag erfahren und die Leseproben sehen?

Ich bin bereits Mitglied
Jetzt Probemitglied werden
Ich kann in den 14 Tagen Probezeit formlos z.B. per E-Mail stornieren. Wenn ich das nicht tue, entscheide ich mich für ein