Crash-Kurs Naming: Unternehmensnamen und Produktnamen finden

Von: Elisabeth Karger-Posch
Stand: 27. Januar 2012
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Namensänderungen

In welchen Situationen dürfen/sollen grundsätzlich Namen geändert werden?

Grundsätzlich gilt: Namensänderungen sind schlecht. Der Kunde sucht nach dem Bekannten und wenn er es nicht gleicht findet, greift er zum Mitbewerber, dessen Name ihm auch geläufig ist.

Trotzdem gibt es Situationen, wo Um- oder Neubenennungen angebracht sind.

  • Namensänderungen bei Unternehmen
    Ihr Angebot hat sich komplett verlagert und Sie verkaufen nun in Ihrem Ladengeschäft namens "Strickliesl" statt Wolle und Zubehör Glas- und Porzellannippes. Im Einzelhandel und Handwerk sollten sie dabei darauf achten, dass der neue Name an den alten angelehnt ist. Es spricht nichts dagegen, das Ladengeschäft in "Liesl's Dekostübchen" oder Ähnliches umzubenennen. Dann werden ihre alten Kunden Sie euch mit Ihrem neuen Angebot finden.

    Wenn der Unternehmensname z.B. die Gründernamen enthält, aber eine Person aus dem Unternehmen ausscheidet. Statt Wagner, Bach und Händel Co.KG heißt die Firma nun Wagner und Bach Co.KG oder möglicherweise nur Wagner und Partner Co.KG.

  • Namensänderungen bei Produkten
    Bei Produkten, die der Kunde in die Hand nehmen, anschauen und ausprobieren kann, tun Sie sich etwas leichter. Sie haben noch das Hilfsmittel der Verpackung und den Inhalt selbst, der dem Kunden vertraut ist.

    Wir erinnern uns an: "Aus Raider wird Twix". Da die beiden Namen keinerlei Hinweis auf den Inhalt, eine Schokokeksriegel, gaben, wurde die Verpackung nur geringfügig modernisiert, die Grundfarben und der markante Schriftzug blieben gleich.

Wann macht eine markante Namensänderung Sinn?

Der Elchtest. Ein Debakel für eine gut eingeführte traditionell mit Qualität besetze Marke. Selbstverständlich konnte Mercedes seine Kunden nicht durch eine einfache Namensänderung des Automodells von der Negativpresse ablenken, bei einer derart hohen Bekanntheit wäre dies zusätzlich kontraproduktiv gewesen. Und teuer, versteht sich.

Als Klein- und Mittelständler haben Sie es etwas leichter. Sollten Sie tatsächlich eines Tages in die Situation kommen einer derart massiven Negativpresse ausgesetzt zu sein, dann sollten sie über eine Namensänderung nachdenken.

Die Ursache für die Negativpresse muss nicht zwangsläufig bei Ihnen liegen, denken Sie z.B. nur an die Supermarktkettenerpresser, die Babynahrung mit Gift versetzen. Die Produktmarke leidet vollkommen unschuldig darunter. Größere Unternehmen verfügen über die entsprechenden Budgets, die nötige PR- und Werbemaschinerie in Gang zu setzen um die negativen Auswirkungen auf den Absatz weitestgehend einzudämmen.

Für ein kleineres Unternehmen macht in diesem Fall z.B. eine Produktneubenennung Sinn. Dasselbe Produkt in etwas verändertem Design kann ohne jede Vorbelastung eines Negativimages verkauft werden.

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